Die pathologische Nutzung sozialer Medien unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat sich seit 2019 mehr als verdoppelt. Im September/Oktober 2025 erfüllten 6,6 Prozent der 10- bis 17-Jährigen die ICD-11-Kriterien für Sucht – nach 3,2 Prozent im September 2019. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Anteil um 1,9 Prozentpunkte und erreichte damit den zweithöchsten Wert der Zeitreihe. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten der aktuellen DAK Mediensucht-Studie 2026.
Auch riskantes Nutzungsverhalten hat langfristig deutlich zugenommen. Sein Anteil kletterte von 8,2 Prozent im Jahr 2019 auf 21,5 Prozent 2025. Nach dem starken Anstieg während der Pandemie blieb er damit auf einem hohen Niveau. Besonders betroffen sind 14- bis 17-Jährige: In dieser Gruppe liegt der Anteil pathologischer Nutzung bei 10,0 Prozent, bei den 10- bis 13-Jährigen bei 2,7 Prozent.
Die Entwicklung deutet darauf hin, dass sich problematische Social-Media-Nutzung nicht auf eine kurzfristige Pandemieerscheinung beschränkt. Als pathologisch gilt sie bei Kontrollverlust, einem Vorrang sozialer Medien vor Alltag und Hobbys sowie einer Fortsetzung trotz negativer Folgen. Der Anstieg könnte den Bedarf an Prävention und früher Unterstützung weiter erhöhen.










