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Statistiken zur Türkei

Die Bevölkerung der Türkei betrug im Jahr 2019 rund 83 Millionen Menschen. Die Bevölkerungszahl ist in den letzten zehn Jahren stark gewachsen: 2009 hatte die Türkei nur gut 72,6 Millionen Einwohner. Die Fertilitätsrate schwankt seit Jahren Jahren, lag 2018 mit einem Wert von durchschnittlich rund 2 Kindern je Frau aber weiterhin um den Wert von 2,1 Kindern je Frau, der in modernen Industriegesellschaften allgemein als Grenzwert für ein langfristiges natürliches Bevölkerungswachstum angesehen wird. Die größten Städte in der Türkei (Stand: Dezember 2019) sind Istanbul, Ankara und Izmir, wobei die Metropole Istanbul mit rund 15,5 Millionen Einwohnern mit Abstand die größte Stadt der Türkei und eine der größten Metropolen Asiens ist.

Die Türkei zählt sowohl zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) als auch zu den sogenannten "Next Eleven", den bedeutendsten Schwellenländern nach den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von geschätzt rund 743,7 Milliarden US-Dollar (2019) steht das Land auf Rang 19 der größten Volkswirtschaften der Welt. 2013 betrug das BIP der Türkei noch rund 950,3 Milliarden US-Dollar, fällt seitdem aber kontinuierlich. Die für 2020 prognostizierte Steigerung beruhte auf Hochrechnungen vor Beginn der Corona-Pandemie und wird daher keinen Bestand haben.

Hohe Inflation egalisiert das BIP-Wachstum

Das Wirtschaftswachstum der Türkei kühlte sich in den vergangenen Jahren deutlich ab. 2019 betrug das Wirtschaftswachstum in der Türkei noch rund 0,9 Prozent, für ein Schwellenland eine sehr geringe Wachstumsrate. Für 2020 wird auch in der Türkei mit einem BIP-Einbruch von rund 5 Prozent gerechnet, wenngleich diese Prognose nur als grobe Richtschnur verstanden werden sollte. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2019 bei rund 8.958 US-Dollar je Einwohner. Die Arbeitslosenquote in der Türkei pendelte sich in den Jahren 2016 bis 2018 mit rund 10,9 Prozent auf hohem Niveau ein, bevor sie 2019 deutlich auf geschätzt rund 13,7 Prozent anstieg. Corona-bedingt wird für 2020 einen Erhöhung auf rund 17,2 Prozent erwartet. Die Inflationsrate ist seit Jahren hoch; sie lag 2019 bei rund 15,2 Prozent, was dem Land zum wiederholten Maße einen Platz im Ranking der Länder mit der höchsten Inflationsrate weltweit bescherte. Für 2020 wird eine Preissteigerung von 12 Prozent prognostiziert. Allerdings verzeichnete die Türkei in den Jahrzehnten zuvor noch wesentlich höhere Inflationsraten von bis zu 100 Prozent.

Corona-Pandemie: EU-Türkei-Handel bricht im Q2 2020 ein

Im Jahr 2019 exportierte die Türkei Waren im Wert von rund 180,9 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 210,35 Milliarden US-Dollar. Das Land zählt damit weder zu den größten Exportländern noch zu den bedeutendsten Importnationen, findet sich mit dem hohen Importüberschuss aber stets in den Top 20 Ländern mit dem höchsten Handelsbilanzdefizit weltweit wieder (2019: Rang 9). Wichtigste Handelspartner der Türkei sind im Export Deutschland, Großbritannien und die Italien, im Import sind es Russland, China und Deutschland.
Insgesamt besitzt der Handel mit der Europäischen Union (EU) eine große Bedeutung für die Türkei. Dies betrifft sowohl den Export von Gütern in die EU als auch den Import von Gütern aus der EU. Im Zeitraum März 2020 bis Juni 2020 ist der Handel zwischen der EU und der Türkei in beiden Richtungen regelrecht eingebrochen. Analog zu den Lockerungsmaßnahmen in Gesellschaft und Wirtschaft hat das Handelsvolumen im Juni wieder deutlich zugenommen.

Die Staatsverschuldung der Türkei ist mit circa 30,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (2019) niedrig. Das Staatsdefizit betrug 2019 circa 5,3 Prozent des BIP; für 2020 wird mit einem Staatsdefizit von rund 7,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gerechnet.

Gefährdete Demokratie

Die Türkei behauptet 2020 ihre Position als Staat mit der geringsten Pressefreiheit in Europa. Das Land hat Weißrussland als Land mit der geringsten Pressefreiheit in Europa im Jahr 2017 von Platz 1 verdrängt. Insgesamt hat sich die Türkei in den vergangenen Jahren in diversen Indikatoren der Demokratiefestigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Korruption deutlich verschlechtert:

Im Bertelsmann Transformationsindex (BTI) wurde die Türkei von einer "stark defekten Demokratie" im Jahr 2018 abgewertet zu einer "gemäßigte Autokratie" im Jahr 2020.
Im Fragile States Index (FSI) 2020 hat sich die Türkei innerhalb von fünf Jahren um 30 Plätze von Platz 89 auf Platz 59 verschlechtert (je niedriger die Platzierung, desto wahrscheinlicher ein "gescheiterter Staat").
In der Bewertung der Korruption nach dem Corruption Perceptions Index (CPI) hat die wahrgenommene Korruption in der Türkei stark zugenommen.

Wichtige Kennzahlen

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Die Bevölkerung der Türkei betrug im Jahr 2019 rund 83 Millionen Menschen. Die Bevölkerungszahl ist in den letzten zehn Jahren stark gewachsen: 2009 hatte die Türkei nur gut 72,6 Millionen Einwohner. Die Fertilitätsrate schwankt seit Jahren Jahren, lag 2018 mit einem Wert von durchschnittlich rund 2 Kindern je Frau aber weiterhin um den Wert von 2,1 Kindern je Frau, der in modernen Industriegesellschaften allgemein als Grenzwert für ein langfristiges natürliches Bevölkerungswachstum angesehen wird. Die größten Städte in der Türkei (Stand: Dezember 2019) sind Istanbul, Ankara und Izmir, wobei die Metropole Istanbul mit rund 15,5 Millionen Einwohnern mit Abstand die größte Stadt der Türkei und eine der größten Metropolen Asiens ist.

Die Türkei zählt sowohl zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) als auch zu den sogenannten "Next Eleven", den bedeutendsten Schwellenländern nach den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von geschätzt rund 743,7 Milliarden US-Dollar (2019) steht das Land auf Rang 19 der größten Volkswirtschaften der Welt. 2013 betrug das BIP der Türkei noch rund 950,3 Milliarden US-Dollar, fällt seitdem aber kontinuierlich. Die für 2020 prognostizierte Steigerung beruhte auf Hochrechnungen vor Beginn der Corona-Pandemie und wird daher keinen Bestand haben.

Hohe Inflation egalisiert das BIP-Wachstum

Das Wirtschaftswachstum der Türkei kühlte sich in den vergangenen Jahren deutlich ab. 2019 betrug das Wirtschaftswachstum in der Türkei noch rund 0,9 Prozent, für ein Schwellenland eine sehr geringe Wachstumsrate. Für 2020 wird auch in der Türkei mit einem BIP-Einbruch von rund 5 Prozent gerechnet, wenngleich diese Prognose nur als grobe Richtschnur verstanden werden sollte. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2019 bei rund 8.958 US-Dollar je Einwohner. Die Arbeitslosenquote in der Türkei pendelte sich in den Jahren 2016 bis 2018 mit rund 10,9 Prozent auf hohem Niveau ein, bevor sie 2019 deutlich auf geschätzt rund 13,7 Prozent anstieg. Corona-bedingt wird für 2020 einen Erhöhung auf rund 17,2 Prozent erwartet. Die Inflationsrate ist seit Jahren hoch; sie lag 2019 bei rund 15,2 Prozent, was dem Land zum wiederholten Maße einen Platz im Ranking der Länder mit der höchsten Inflationsrate weltweit bescherte. Für 2020 wird eine Preissteigerung von 12 Prozent prognostiziert. Allerdings verzeichnete die Türkei in den Jahrzehnten zuvor noch wesentlich höhere Inflationsraten von bis zu 100 Prozent.

Corona-Pandemie: EU-Türkei-Handel bricht im Q2 2020 ein

Im Jahr 2019 exportierte die Türkei Waren im Wert von rund 180,9 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 210,35 Milliarden US-Dollar. Das Land zählt damit weder zu den größten Exportländern noch zu den bedeutendsten Importnationen, findet sich mit dem hohen Importüberschuss aber stets in den Top 20 Ländern mit dem höchsten Handelsbilanzdefizit weltweit wieder (2019: Rang 9). Wichtigste Handelspartner der Türkei sind im Export Deutschland, Großbritannien und die Italien, im Import sind es Russland, China und Deutschland.
Insgesamt besitzt der Handel mit der Europäischen Union (EU) eine große Bedeutung für die Türkei. Dies betrifft sowohl den Export von Gütern in die EU als auch den Import von Gütern aus der EU. Im Zeitraum März 2020 bis Juni 2020 ist der Handel zwischen der EU und der Türkei in beiden Richtungen regelrecht eingebrochen. Analog zu den Lockerungsmaßnahmen in Gesellschaft und Wirtschaft hat das Handelsvolumen im Juni wieder deutlich zugenommen.

Die Staatsverschuldung der Türkei ist mit circa 30,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (2019) niedrig. Das Staatsdefizit betrug 2019 circa 5,3 Prozent des BIP; für 2020 wird mit einem Staatsdefizit von rund 7,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gerechnet.

Gefährdete Demokratie

Die Türkei behauptet 2020 ihre Position als Staat mit der geringsten Pressefreiheit in Europa. Das Land hat Weißrussland als Land mit der geringsten Pressefreiheit in Europa im Jahr 2017 von Platz 1 verdrängt. Insgesamt hat sich die Türkei in den vergangenen Jahren in diversen Indikatoren der Demokratiefestigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Korruption deutlich verschlechtert:

Im Bertelsmann Transformationsindex (BTI) wurde die Türkei von einer "stark defekten Demokratie" im Jahr 2018 abgewertet zu einer "gemäßigte Autokratie" im Jahr 2020.
Im Fragile States Index (FSI) 2020 hat sich die Türkei innerhalb von fünf Jahren um 30 Plätze von Platz 89 auf Platz 59 verschlechtert (je niedriger die Platzierung, desto wahrscheinlicher ein "gescheiterter Staat").
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