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Bevölkerungsentwicklung Land und Stadt in Ost- und Westdeutschland 2018

Die Bevölkerung ländlicher Räume und Großstädte sowie Verdichtungsräume entwickelte sich in den vergangen Jahren in Ost- und Westdeutschland sehr unterschiedlich.

Entwicklung im ländlichen Raum

Zwischen Ost- und Westdeutschland zeigten sich deutliche Unterschiede hinsichtlich Wanderungssaldo, Altersgruppenverteilung sowie Bevölkerungsentwicklung im ländlichen Raum. In Ostdeutschland kam es zwischen 2006 und 2017 durchschnittlich zu einer Abwanderung von 1,2 auf 1.000 Einwohner*innen jährlich, während im gleichen Zeitraum auf westdeutschem Gebiet eine Zuwanderung von im Schnitt 3,4 je 1.000 Einwohner*innen verzeichnet wurde. Der Anteil der über 65-Jährigen ist auf ostdeutschem Gebiet um knapp fünf Prozent höher, der Anteil der unter 25-Jährigen dagegen um 4,6 Prozent geringer.
In Deutschland ist die natürliche Bevölkerungsentwicklung seit längerem negativ. Das bedeutet, dass mehr Menschen sterben als geboren werden. Zwischen 2006 und 2017 waren es -2,1 je 1.000 Einwohner*innen. Im ländlichen Raum in Ostdeutschland war der natürliche Bevölkerungsrückgang besonders gravierend. Hier waren es jährlich durchschnittlich -5,2 je 1.000 Einwohner*innen im selben Zeitraum. Ein natürlicher Bevölkerungsrückgang kann nur durch Zuwanderung aufgefangen werden.

Entwicklung Großstädte und Verdichtungsräume

In den Großstädten unterschieden sich zwischen Ost und West neben den Bevölkerungszahlen vor allem der Wanderungssaldo. Weniger prägnant waren hingegen die Unterschiede bei der Bevölkerungsentwicklung sowie auch den Anteilen der verschiedenen Altersgruppen. In ostdeutschen Großstädten und Ballungsgebieten lag der Wanderungsgewinn zwischen 2006 und 2017 bei durchschnittlich knapp 9 je 1.000 Einwohner*innen, wohingegen der Wert in Westdeutschland bei 5,3 lag. Die Städte im Osten von Deutschland sind somit durchschnittlich stärker gewachsen.
In ostdeutschen Großstädten war sogar die natürlich Bevölkerungsentwicklung positiv. In den westdeutschen Städten lag die natürliche Bevölkerungsentwicklung bei -1,1 je 1.000 Einwohner*innen. Anders als in den ländlichen Räumen war die Struktur der Altersgruppen in Städten und Verdichtungsräumen im Ost-West-Vergleich recht ähnlich. Die Anteile der unter 25-Jährigen wie auch der über 65-Jährigen unterschieden sich im Jahr 2017 kaum.

Bevölkerungsstruktur und -entwicklung im ländlichen* und städtischen Raum in Ost- und Westdeutschland bis 2018

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Quellen

Thünen-Institut; Statistisches Bundesamt

Veröffentlichungsdatum

November 2020

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

2006 bis 2018

Hinweise und Anmerkungen

* Grundlage für die ländliche Unterteilung ist die Typisierung des Thünen-Instituts auf Basis verschiedener Kriterien wie beispielsweise Siedlungsdichte, Anteil der land- und forstwirtschaftlichen Fläche, Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser, regionales Bevölkerungspotenzial und Erreichbarkeit großer Zentren.

¹ Stichtag zum 31. Dezember 2018. Zahlen stammen aus der Regionaldatenbank Deutschland und eigenen Berechnungen des Thünen-Instituts für ländliche Räume.

² Durchschnitt der Jahre. Saldo gerechnet pro 1.000 Einwohner*innen. Zahlen stammen aus Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung (INKAR), Ausgabe 2019.

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