Arbeitslosenquote in der Schweiz nach Monaten bis Juni 2020

Im Juni 2020 lag die Arbeitslosenquote in der Schweiz bei 3,2 Prozent nach nationaler Definition (SECO)², ist damit gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte gesunken und befindet sich 1,1 Prozentpunkt über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Was misst die Arbeitslosenquote?

Die Arbeits- bzw. Erwerbslosigkeit in der Schweiz kann auf unterschiedliche Weise gemessen werden: Für die nationale Arbeitslosenzahl werden sämtliche bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten Personen gezählt, die keine Stelle haben und sofort vermittelbar sind. Nicht enthalten sind hier Teilnehmer an Programmen zur vorübergehenden Beschäftigung, in Umschulung oder Weiterbildung, sodass die Gesamtzahl der Stellensuchenden höher ausfällt. Daneben gibt es eine Erhebung nach den einheitlichen Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die auf hochgerechneten Umfragen zur Erwerbstätigkeit beruht. Diese Werte eignen sich für Vergleiche mit anderen Ländern, z.B. mit den EU-Staaten. In beiden Fällen gilt, dass nur Personen berücksichtigt werden, die dem Arbeitsmarkt auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Folglich zeigt die Quote nicht den Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtbevölkerung, sondern nur an den Erwerbspersonen.

Arbeitslosigkeit in der Schweiz

Von 2017 bis 2019 ist die Arbeitslosenquote in der Schweiz gesunken, was von einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zeugt. Regional betrachtet ist sie in der französischsprachigen Westschweiz am höchsten und in den kleinen Kantonen der Zentral- und Ostschweiz am geringsten.

Arbeitslosenquote in der Schweiz von Juni 2019 bis Juni 2020

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Quellen

Staatssekretariat für Wirtschaft; Bundesamt für Statistik (Schweiz)

Veröffentlichungsdatum

Juli 2020

Region

Schweiz

Erhebungszeitraum

Juni 2019 bis Juni 2020

Hinweise und Anmerkungen

¹ Die Werte nach internationaler Definition sind für diese Monate provisorisch.
² Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) errechnet die Arbeitslosenquote basierend auf den am Stichtag in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren registrierten Arbeitslosen im Verhältnis zu den Erwerbspersonen gemäß 3-Jahres-Pooling 2015 bis 2017 der Strukturerhebungsdaten zum Erwerbsleben der Bevölkerung. Registrierte Arbeitslose sind Personen, die bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet sind, keine Stelle haben und sofort vermittelbar sind. Dabei ist unerheblich, ob diese Personen eine Arbeitslosenentschädigung beziehen oder nicht.
³ Die seit 1991 erstellte Arbeitskräfteerhebung SAKE des Bundesamtes für Statistik (BFS) basiert auf den Richtlinien des internationalen Arbeitsamtes (IAA/ILO/BIT) und Eurostat und wird für internationale Vergleiche herangezogen. Im Unterschied zum SECO stützt sich das BFS auf vierteljährlich durchgeführte Stichprobenerhebungen mit Telefoninterviews und Hochrechnungen. Daher erscheinen die monatlichen Daten im Vergleich zu den SECO-Werten mit Verzögerung.
⁴ In dem verlinkten Dokument sind lediglich die Werte nach nationaler Definition abgebildet. Die Angaben nach internationaler Definition können beim Bundesamt für Statistik abgerufen werden.

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