Statistiken zur Bankenbranche in der Schweiz

Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Stabilität der Schweiz zählt ihr Bankwesen zu den bedeutendsten der Welt. Die Bruttowertschöpfung der Finanzdienstleistungsbranche betrug im Jahr 2018 32,78 Milliarden Schweizer Franken, was einem Anteil an der gesamten Schweizerischen Bruttowertschöpfung von 4,9 Prozent entsprach.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) führt als unabhängige Zentralbank die Geld- und Währungspolitik des Landes. Sie muss sich gemäß Verfassung und Gesetz vom Gesamtinteresse des Landes leiten lassen, als vorrangiges Ziel die Preisstabilität gewährleisten und dabei die Konjunktur berücksichtigen. Sie setzt damit eine grundlegende Rahmenbedingung für die Entwicklung der Wirtschaft. Die Gründung der Nationalbank erfolgte aufgrund des Bundesgesetzes über die Schweizerische Nationalbank, das am 16. Januar 1906 in Kraft trat. Der Geschäftsbetrieb wurde am 20. Juni 1907 aufgenommen. Im Jahr 2018 belief sich die Bilanzsumme der SNB auf 817,07 Milliarden Schweizer Franken, ihr Verlust auf 14,93 Milliarden Schweizer Franken. Sie beschäftigte 923 Mitarbeiter.

Die Bilanzsumme der Banken in der Schweiz betrug 2018 3,22 Billionen Schweizer Franken. Den deutlich größten Teil davon steuerten mit etwa 1,52 Billionen Schweizer Franken die Großbanken bei, u.a. UBS und Credit Suisse. Sie sind nicht nur die beiden größten Schweizer Banken, sondern zählen auch in Europa mit zu den größten Banken.

Insgesamt gab es 2018 in der Schweiz 248 Banken, die 107.388 Beschäftigte hatten. Ihr Gewinn erreichte 11,51 Milliarden Schweizer Franken. Die Einlagen inländischer Kunden betrugen 501,27 Milliarden Schweizer Franken. Das Volumen der Inlandskredite (Bruttoforderungen) bezifferte sich auf 1,17 Billionen Schweizer Franken, das der Auslandskredite auf 183,85 Milliarden Schweizer Franken.

Die Schweizer Banken werden nach Tätigkeit und Merkmalen in acht Gruppen unterteilt.
  • Großbanken:
    Die Großbanken, darunter UBS und Credit Suisse, sind weltweit tätige Universalbanken, die grundsätzlich alle Geschäfte anbieten und ein internationales Netz von Filialen und Tochtergesellschaften unterhalten.
  • Kantonalbanken:
    Kantonalbanken sind hauptsächlich im jeweiligen Kanton aktiv, vereinzelt aber auch außerkantonal. Obwohl sie alle Geschäftsfelder bedienen, liegt ihr Fokus auf dem Spar- und Hypothekargeschäft. Statista stellt zu den Kantonalbanken in der Schweiz eine Themenseite sowie ein Dossier bereit.
  • Raiffeisenbanken:
    Raiffeisenbanken fokussieren das klassische Zinsengeschäft mit Hypotheken und Unternehmenskrediten sowie Kundengeldern. Die Bankengruppe als solche ist landesweit vertreten, die einzelnen Filialen sind jedoch vorwiegend regional aktiv. Die Raiffeisenbanken sind genossenschaftlich organisiert und in der Raiffeisen Schweiz Genossenschaft zusammengeschlossen.
  • Börsenbanken:
    Börsenbanken betreiben das Börsen-, Effekten- und Vermögensverwaltungsgeschäft für in- und ausländische Kunden.
  • Regionalbanken und Sparkassen:
    Regionalbanken und Sparkassen konzentrieren sich vornehmlich auf das klassische Zinsengeschäft mit Hypothekar- und Unternehmenskrediten sowie auf Kundengelder in Spar- und Anlageform. Ihr Tätigkeitsgebiet ist regional begrenzt.
  • Privatbankiers:
    Privatbankiers sind als Vermögensverwalter für in- und ausländische Kunden tätig.
  • Auslandsbanken:
    Auslandsbanken umfassen die Filialen ausländischer sowie ausländisch beherrschte Banken. Zwar sind sie in allen Geschäftsfeldern aktiv, konzentrieren sich aber zum Teil auf die Vermögensverwaltung oder das Investmentbanking für ausländische Kunden.
  • Andere Banken:
    Andere Banken sind all jene Banken, die sich in keine der angegebenen Gruppen einordnen lassen und keine erwähnenswerten gemeinsamen Merkmale haben.

    Die Zukunftsaussichten betreffend, waren die Führungskräfte verschiedener Schweizer Banken (eher) positiv gestimmt. Während einer 2018 durchgeführten Umfrage, erwarteten rund 78 Prozent der Befragten eine Zunahme ihres operativen Geschäfts. Jedoch steht auch die Schweizer Bankenbranche vor einem fundamentalen Strukturwandel. Die Digitalisierung des Finanzgeschäftes habe demnach von 66 Prozent der Befragten einen revolutionierenden Charakter. Die Digitalisierung in der Finanzbranche schafft eine Infrastruktur mit ganz neuen Angebotsformen. Zu dieser Entwicklung, die unter dem Sammelbegriff FinTech definiert ist, stellt Statista eine eigenen Themenseite sowie ein Dossier bereit.

Bankenbranche in der Schweiz

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