Statistiken zur Bankenbranche in der Schweiz

Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Stabilität der Schweiz zählt ihr Bankwesen zu den bedeutendsten der Welt. Die Bruttowertschöpfung der Finanzdienstleistungsbranche betrug im Jahr 2015 rund 32 Milliarden Schweizer Franken, was einem bedeutenden Anteil an der gesamten Schweizerischen Bruttowertschöpfung von 5,12 Prozent entsprach.


Die Bilanzsumme der Banken in der Schweiz belief sich 2015 auf eine Höhe von 3,03 Billionen Schweizer Franken. Den deutlich größten Teil davon steuerten mit 1,42 Billionen Schweizer Franken die beiden Großbanken bei, namentlich UBS und Credit Suisse. Sie sind nicht nur die beiden größten Schweizer Banken, sondern zählen auch in Europa bzw. international mit zu den größten Banken. In der Schweiz sind UBS und Credit Suisse darüber hinaus die beiden führenden Anbieter am Fondsmarkt, mit einem Fondsvolumen von zuletzt 243,93 bzw. 153,18 Milliarden Schweizer Franken.

Insgesamt gab es 2015 in der Schweiz 266 Banken, die rund 123.900 Beschäftigte hatten. Ihr Gewinn erreichte 15,83 Milliarden Schweizer Franken. Die Einlagen inländischer Kunden betrugen 520,69 Milliarden Schweizer Franken. Das Volumen der Inlandskredite (Bruttoforderungen) bezifferte sich auf 1,08 Billionen Schweizer Franken; die Kreditlinie lag bei 1,33 Billionen Schweizer Franken.

Die Schweizer Banken werden nach Tätigkeit und Merkmalen in acht Gruppen unterteilt. Die beiden Großbanken UBS und Credit Suisse sind weltweit tätige Universalbanken, die grundsätzlich alle Geschäfte anbieten und ein internationales Netz von Filialen und Tochtergesellschaften unterhalten. Kantonalbanken sind hauptsächlich im jeweiligen Kanton aktiv, vereinzelt aber auch außerkantonal. Obwohl sie alle Geschäftsfelder bedienen, liegt ihr Fokus auf dem Spar- und Hypothekargeschäft. Auslandsbanken umfassen die Filialen ausländischer sowie ausländisch beherrschte Banken. Zwar sind sie in allen Geschäftsfeldern aktiv, konzentrieren sich aber zum Teil auf die Vermögensverwaltung oder das Investmentbankeing für ausländische Kunden. Börsenbanken betreiben das Börsen-, Effekten- und Vermögensverwaltungsgeschäft für in- und ausländische Kunden. Raiffeisenbanken fokussieren das klassische Zinsengeschäft mit Hypotheken und Unternehmenskrediten sowie Kundengeldern. Die Bankengruppe als solche ist landesweit vertreten, die einzelnen Filialen sind jedoch vorwiegend regional aktiv. Regionalbanken und Sparkassen konzentrieren sich vornehmlich ebenfalls auf das klassische Zinsengeschäft mit Hypothekar- und Unternehmenskrediten sowie auf Kundengelder in Spar- und Anlageform. Ihr Tätigkeitsgebiet ist regional begrenzt. Privatbankiers sind als Vermögensverwalter für in- und ausländische Kunden tätig. Andere Banken sind all jene Banken, die sich in keine der angegebenen Gruppen einordnen lassen und keine erwähnenswerten gemeinsamen Merkmale haben.

Generell befindet sich der Schweizer Bankensektor in einem Transformationsprozess, basierend auf einem anhaltend niedrigen Zinsumfeld und großem Wettbewerb. Dazu kommen Regulierungen beim Eigenkapital oder im Bereich der Steuertransparenz. So hat sich die Schweiz beispielsweise zur Übernahme des neuen globalen Standards für den automatischen Informationsaustausch (AIA) bekannt, der ab 2018 in Kraft tritt. Dadurch soll grenzüberschreitende Steuerhinterziehung durch gegenseitige Informationen über Finanzkonten verhindert werden. Dazu kommt außerdem die Digitalisierung. In einer Umfrage unter 120 Führungskräften von Schweizer Banken im November 2016 gaben 26 Prozent an, dass die Digitalisierung das Finanzgeschäft letztlich fundamental revolutionieren wird. Insgesamt vertraten 87 Prozent der Führungskräfte die Ansicht, dass in der Finanzindustrie ihre Landes ein fundamentaler Strukturwandel, also eine nachhaltige Umwälzung der Wertschöpfungskette, begonnen hat.

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Bankenbranche in der Schweiz - Wichtige Statistiken

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