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Statistiken zur Bankenbranche in Österreich

Die Bankenbranche in Österreich zeichnet sich durch eines der dichtesten Bankennetze in Europa aus. Im Jahr 2020 gab es 543 Bankhauptanstalten und 3.134 Zweiganstalten. Seit 1990 nimmt die Zahl allerdings ab, da es zu Fusionen und Einsparungen kam. Unterschieden wird zwischen Banken mit ein- und mehrstufigen Sektoren, sowie nach Rechtsform und Zugehörigkeit zum jeweiligen Fachverband der Institute.

Zu den einstufigen Sektorbanken gehören die Aktienbanken, Landes-Hypothekenbanken, Bausparkassen und Sonderbanken. Die zweistufigen Sektorbanken umfassen die Sparkassen und Volksbanken. Die Raiffeisenbanken werden den dreistufigen Sektorbanken zugeordnet. Innerhalb der mehrstufigen Sektoren nimmt ein Zentral- bzw. Spitzeninstitut für den angeschlossenen Bereich die Koordinierungs- und Geldausgleichsfunktion wahr.

Aufgrund der geografischen Lage Österreichs als mitteleuropäischer Binnenstaat sowie der historischen und kulturellen Beziehungen zu den Ländern Zentral-, Ost- und Südosteuropas wurden die Bankgeschäfte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 auf diese Regionen ausgedehnt. Dadurch konnten die österreichischen Banken erstmalig auch im Ausland relevante Geschäftstätigkeiten aufbauen, was ihnen in den damals wirtschaftlich überlegenen westeuropäischen Ländern nicht gelungen war.

Die zehn größten Banken Österreichs hatten im Jahr 2019 eine Bilanzsumme von insgesamt 687,08 Milliarden Euro. An erster Stelle stand die Erste Group mit rund 245,69 Milliarden Euro, gefolgt von der Raiffeisen Bank International mit etwa 152,2 Milliarden Euro. Den dritten Platz schließlich belegte die Bank Austria mit circa 101,66 Milliarden Euro.

Die Bilanz stellt das Unternehmensvermögen (Aktiva) der Summe aus Eigen- und Fremdkapital (Passiva) gegenüber. Bei einer Bankbilanz umfassen die Aktiva alle Posten, die das Kreditgeschäft betreffen, das Wertpapierportfolio, die liquiden Mittel (Barreserven und Geldanlagen bei anderen Kreditinstituten) sowie die langfristigen Vermögenswerte (Grundstücke und Beteiligungen). Dabei wird nicht zwischen Anlage- und Umlaufvermögen unterschieden. In den Passiva werden alle das Einlagengeschäft betreffenden Posten, das gezeichnete Kapital, Rücklagen und nachrangige Verbindlichkeiten erfasst. Die Aufstellung zeigt, in welchem Verhältnis die Aktiva durch Eigen- und Fremdkapital finanziert sind. Die Bilanzsumme ist die Summe der Aktiva bzw. Passiva. Die durchschnittliche Bilanzsumme der Banken in Österreich belief sich im Jahr 2020 auf 948,38 Milliarden Euro, wobei die Raiffeisenbanken mit 308,15 Milliarden Euro deutlich vor den anderen Bankengruppen lagen.

Das Betriebsergebnis der österreichischen Banken, d.h. der Saldo aus Betriebsertrag und Betriebsaufwendungen, bezifferte sich im Jahr 2019 auf rund 5,54 Milliarden Euro. Auch hier lagen die Raiffeisenbanken mit 1,9 Milliarden Euro vor den anderen Bankengruppen.

Im Jahr 2020 zählte das österreichische Bankwesen insgesamt 72.996 Beschäftigte. Mit rund 82 Prozent verteilte sich der Großteil davon auf die Bankengruppen Raiffeisenbanken (25.379), Aktienbanken (19.419) und Sparkassen (15.094).

Im folgenden werden ausgewählte Informationen und Kennzahlen zu den einzelnen Bankengruppen dargestellt.



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