Maximale Kosten der Euro-Rettung für Deutschland 2015

Diese Statistik zeigt die maximalen Kosten der Euro-Rettung für Deutschland bei einem Zahlungsausfall der Euro-Länder Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien und Zypern (Stand: 08. Mai 2015). Die bisher getätigten Kreditzusagen zur Rettung des Euro betragen insgesamt rund 944 Milliarden Euro, die potentiellen Haftungssummen aller Euro-Länder könnten bei maximal etwa 1.579 Milliarden Euro liegen. Der gesamte deutsche Haftungsanteil würde sich auf rund 533 Milliarden Euro belaufen. An den zugesagten IWF-Krediten zur Euro-Rettung wäre Deutschland unter der Annahme, dass die genannten Euro-Länder als Garantiegeber ausfallen, mit einer Summe von rund 11 Milliarden Euro beteiligt.

Maximale Kosten der Euro-Rettung für Deutschland im Falle eines Zahlungsausfalls der EU-Krisenstaaten

Beteiligung an HilfsmaßnahmenHaftungssumme in Mrd. Euro
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Quelle

Veröffentlichungsdatum

Mai 2015

Region

Europa

Erhebungszeitraum

Stand: 08.05.2015

Hinweise und Anmerkungen

* Die Haftungssumme Deutschlands für die beiden Griechenland-Rettungspakete in Höhe von rund 79 Mrd. Euro setzt sich wie folgt zusammen:
Zum ersten Hilfspaket steuerte Deutschland bilaterale Kredite von insgesamt etwa 15,2 Mrd. Euro bei. Von den EFSF-Geldern des zweiten Programms muss Deutschland knapp 43 Prozent tragen, sollten Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien und Zypern ausfallen.
An den parallel durchgeführten IWF-Rettungspaketen ist Deutschland mit 6 Prozent beteiligt.
** Datenstand: 01. Mai 2015.
*** Stand für Irland, Portugal, Zypern: Ende Dezember 2014; Stand für Griechenland und Spanien: Ende März 2015; Italien: Ende April 2015.
Die Target-Verbindlichkeiten eines Landes zeigen jenen Teil der Kreditvergabe der nationalen Notenbank an, der nicht der Bereitstellung der nationalen Zentralbankgeldmenge gedient hat, sondern für Zahlungen an das Ausland verwendet wurde. In diesem Fall handelt es sich um die Target-Verbindlichkeiten der GIPS-Länder, Italiens und Zyperns.
Die Forderungen aus unterproportionaler Banknotenausgabe (Stand: Ende Dezember 2014) in Höhe von rund 42 Mrd. Euro wurden, um auf den in der Lesehilfe aufgeführten Wert für die max. Kosten für Deutschland zu kommen, von den EZB-Staatsanleihenkäufen und den Target-Verbindlichkeiten abgezogen.

EFSF steht für Europäische Finanzstabilisierungsfazilität. Dabei handelt es sich um eine Zweckgesellschaft, die am Kapitalmarkt Anleihen aufgibt, für die die Mitgliedstaaten der Eurozone mit unterschiedlich hohen Anteilen garantieren. EFSM ist die Abkürzung für Europäischer Finanzstabilisierungsmechanismus. Beide Finanzhilfemechanismen werden umgangssprachlich auch Euro-Rettungsschirm genannt.
Im März 2011 wurde im Europäischen Rat vereinbart, einen ständigen Stabilitätsmechanismus einzurichten, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), der ab Juli 2013 die Aufgaben von EFSF und EFSM übernehmen und eine effektive Darlehenskapazität von 500 Mrd. Euro erhalten sollte. Im Zuge der Verschärfung der Krise beschlossen die Finanzminister der Euroländer am 23. Januar 2012, den ESM bereits im Juli 2012 in Kraft zu setzen und bis Mitte 2013 parallel zur EFSF arbeiten zu lassen. Um das Ausleihvolumen von 500 Mrd. Euro sicherzustellen, ist es nötig, den ESM mit 700 Mrd. Euro Stammkapital auszustatten. Diese Summe teilt sich auf in 80 Mrd. Euro einzuzahlendes und 620 Mrd. Euro abrufbares Kapital.

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