Prognose zur Staatsverschuldung in den EU-Ländern bis 2020

Europäische Union: Prognose zur Staatsverschuldung in den Mitgliedsstaaten von 2018 bis 2020 (in Relation zum Bruttoinlandsprodukt)

von Statista Research Department, zuletzt geändert am 16.05.2019
Prognose zur Staatsverschuldung in den EU-Ländern bis 2020 Laut der aktuellen Prognose der Europäischen Kommission zum Schuldenstand in den Mitgliedsstaaten wird die durchschnittliche Schuldenquote der Europäischen Union bis zum Jahr 2020 auf rund 77,6 Prozent des BIP sinken. Tritt die Prognose ein, würde der durchschnittliche Schuldenstand der EU-Mitgliedsstaaten ungefähr das Niveau der Staatsverschuldung von 2010 erreichen.
Im Schatten der Schuldenkrise

Konjunkturprognosen unterliegen allerdings aufgrund der Vielzahl relevanter Variablen stets laufenden Korrekturen und Anpassungen. Der Brexit und der Handelskrieg sind dabei nur zwei Ereignisse, deren Ausgang die Weltwirtschaft und im Zuge dessen auch die staatlichen Schuldenquoten, negativ beeinflussen können. Wie weitreichend und langfristig Ereignisse dieser Art die nationalen Haushalte beeinflussen können, hat die internationale Banken- und Finanzkrise von 2008 gezeigt. Insgesamt sinkt die Schuldenquote in EU und Euro-Zone zwar seit 2015, das Vorkrisenniveau ist aber noch lange nicht erreicht. Dies trifft insbesondere zu, wenn nicht die EU als Ganzes, sondern einzelne Länder in den Fokus gerückt werden, die besonders stark betroffen waren.

Staatsverschuldung verständlich erklärt

Die Staatsverschuldung wird in absoluter Höhe der Landeswährung ausgedrückt. Die Schuldenquote/Staatsschuldenquote bezeichnet das Verhältnis der Staatsverschuldung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Übersteigen die Staatsausgaben die Staatseinnahmen, wird dies als Haushaltsdefizit bezeichnet (Gegenteil: Haushaltsüberschuss).
Der Staat benötigt Fremdkapital, um die Ausgaben finanzieren zu können. Dieses Fremdkapital versucht sich der Staat über die Ausgabe von Staatsanleihen am Kapitalmarkt zu leihen. Staatsanleihen sind verzinste Wertpapiere. Die Höhe der Verzinsung wird maßgeblich durch die Bonität (Kreditwürdigkeit) des Staates bestimmt. Die Kreditwürdigkeit wird von Ratingagenturen eingeschätzt, die den Staaten Bonitätsnoten verleihen. Je zuverlässiger der jeweilige Staat von den Ratingagenturen eingeschätzt wird, desto höher ist sein Bonitätsranking und folglich desto geringer die Verzinsung seiner Wertpapiere (Je sicherer die Anlage, desto geringer die Verzinsung).
Mehr erfahren

Europäische Union: Prognose zur Staatsverschuldung in den Mitgliedsstaaten von 2018 bis 2020 (in Relation zum Bruttoinlandsprodukt)

Statistik wird geladen...
Statistik ausklappen
201820192020
Estland8%7,6%7,5%
Bulgarien23,3%21,3%19,5%
Luxemburg21,4%20,8%20,6%
Tschechien33,2%32,1%31,2%
Dänemark33,3%32,2%30,5%
Schweden37,8%35,5%33,5%
Rumänien35,1%35,9%38,2%
Lettland37,1%35,5%35,7%
Litauen34,8%37,9%37,6%
Malta47,9%44,8%42,1%
Slowakei48,8%46,4%44,2%
Polen49,2%48,3%47,4%
Niederlande53,2%49,6%46,9%
Deutschland60,1%56,7%53,7%
Finnland59,8%58,5%57,5%
Irland63,9%61,1%56%
Slowenien70,2%66,3%62,3%
Kroatien73,5%70,1%68,2%
Ungarn72,9%70,3%68,2%
Österreich74,5%71%67,8%
EU81,4%79,5%77,6%
EuroZone86,9%84,9%82,8%
Großbritannien86%84,5%82,6%
Spanien96,9%96,2%95,4%
Frankreich98,7%98,5%97,2%
Zypern105%98,4%91%
Belgien101,4%99,8%98,7%
Portugal121,5%119,2%116,8%
Italien131,1%131%131,1%
Griechenland182,5%174,9%167,4%
201820192020
Estland8%7,6%7,5%
Bulgarien23,3%21,3%19,5%
Luxemburg21,4%20,8%20,6%
Tschechien33,2%32,1%31,2%
Dänemark33,3%32,2%30,5%
Schweden37,8%35,5%33,5%
Rumänien35,1%35,9%38,2%
Lettland37,1%35,5%35,7%
Litauen34,8%37,9%37,6%
Malta47,9%44,8%42,1%
Slowakei48,8%46,4%44,2%
Polen49,2%48,3%47,4%
Niederlande53,2%49,6%46,9%
Deutschland60,1%56,7%53,7%
Finnland59,8%58,5%57,5%
Irland63,9%61,1%56%
Slowenien70,2%66,3%62,3%
Kroatien73,5%70,1%68,2%
Ungarn72,9%70,3%68,2%
Österreich74,5%71%67,8%
EU81,4%79,5%77,6%
EuroZone86,9%84,9%82,8%
Großbritannien86%84,5%82,6%
Spanien96,9%96,2%95,4%
Frankreich98,7%98,5%97,2%
Zypern105%98,4%91%
Belgien101,4%99,8%98,7%
Portugal121,5%119,2%116,8%
Italien131,1%131%131,1%
Griechenland182,5%174,9%167,4%
Download Einstellungen Teilen
Download wird gestartet
Bitte haben Sie einen Moment Geduld
von Statista Research Department, zuletzt geändert am 16.05.2019
Laut der aktuellen Prognose der Europäischen Kommission zum Schuldenstand in den Mitgliedsstaaten wird die durchschnittliche Schuldenquote der Europäischen Union bis zum Jahr 2020 auf rund 77,6 Prozent des BIP sinken. Tritt die Prognose ein, würde der durchschnittliche Schuldenstand der EU-Mitgliedsstaaten ungefähr das Niveau der Staatsverschuldung von 2010 erreichen.
Im Schatten der Schuldenkrise

Konjunkturprognosen unterliegen allerdings aufgrund der Vielzahl relevanter Variablen stets laufenden Korrekturen und Anpassungen. Der Brexit und der Handelskrieg sind dabei nur zwei Ereignisse, deren Ausgang die Weltwirtschaft und im Zuge dessen auch die staatlichen Schuldenquoten, negativ beeinflussen können. Wie weitreichend und langfristig Ereignisse dieser Art die nationalen Haushalte beeinflussen können, hat die internationale Banken- und Finanzkrise von 2008 gezeigt. Insgesamt sinkt die Schuldenquote in EU und Euro-Zone zwar seit 2015, das Vorkrisenniveau ist aber noch lange nicht erreicht. Dies trifft insbesondere zu, wenn nicht die EU als Ganzes, sondern einzelne Länder in den Fokus gerückt werden, die besonders stark betroffen waren.

Staatsverschuldung verständlich erklärt

Die Staatsverschuldung wird in absoluter Höhe der Landeswährung ausgedrückt. Die Schuldenquote/Staatsschuldenquote bezeichnet das Verhältnis der Staatsverschuldung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Übersteigen die Staatsausgaben die Staatseinnahmen, wird dies als Haushaltsdefizit bezeichnet (Gegenteil: Haushaltsüberschuss).
Der Staat benötigt Fremdkapital, um die Ausgaben finanzieren zu können. Dieses Fremdkapital versucht sich der Staat über die Ausgabe von Staatsanleihen am Kapitalmarkt zu leihen. Staatsanleihen sind verzinste Wertpapiere. Die Höhe der Verzinsung wird maßgeblich durch die Bonität (Kreditwürdigkeit) des Staates bestimmt. Die Kreditwürdigkeit wird von Ratingagenturen eingeschätzt, die den Staaten Bonitätsnoten verleihen. Je zuverlässiger der jeweilige Staat von den Ratingagenturen eingeschätzt wird, desto höher ist sein Bonitätsranking und folglich desto geringer die Verzinsung seiner Wertpapiere (Je sicherer die Anlage, desto geringer die Verzinsung).
Mehr erfahren
Statista-Accounts: Zugriff auf alle Statistiken. 588 € / Jahr
Basis-Account
Zum Reinschnuppern

Zugriff nur auf Basis-Statistiken.

Premium-Account
Der ideale Einstiegsaccount
  • Sofortiger Zugriff auf 1 Mio. Statistiken
  • Download als XLS, PDF & PNG
  • Detaillierte Quellenangaben

49 € / Monat *

Corporate-Account
Komplettzugriff

Unternehmenslösung mit allen Features.

* Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.
Mindestlaufzeit 12 Monate
Führende Unternehmen vertrauen Statista:
googleottopaypalpgsamsungtelekom
Verwandte Studien: Direkter Download als PDF oder PPTX
Staatsfinanzen in EU und Euro-Zone
Staatsfinanzen in EU und Euro-Zone

Alle Infos –
in einer Präsentation

Staatsfinanzen in EU und Euro-Zone

Das ganze Thema "Staatsfinanzen in EU und Euro-Zone" in einem Dokument: Redaktionell und in übersichtlichen Kapiteln aufbereitet. Inklusive detaillierter Quellenangaben.

Weitere Reports & Dossiers
Ich habe noch nie schneller eine Präsentation mit aussagekräftigen Fakten unterlegt.
Dr. Felix Wunderer

Dr. Felix Wunderer
VP Business Communication Products, Deutsche Telekom AG

Statistiken zum Thema: "Staatsfinanzen in EU und Euro-Zone"
  • Staatsverschuldung
  • Staatshaushalt
  • Staatsquoten
  • EU-Haushalt
Statista entdecken
Brauchen Sie Hilfe bei der Recherche mit Statista? Tutorials und erste Schritte
Weitere Inhalte: Statistiken, Studien & Themen
Erfahren Sie, wie Statista Ihrem Unternehmen helfen kann.
Haben Sie Fragen zu unseren Unternehmenslösungen?

Wir senden Ihnen umgehend detailierte Informationen zum Corporate-Account.