Sparbuchzinsen - Entwicklung der Sparzinsen in Deutschland bis 2018

Deutsche Sparer, die ihr Geld auf dem klassischen Sparbuch angelegt haben, müssen schon seit Jahren mit niedrigen Zinsen leben. Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise verfolgt die Europäische Zentralbank eine Niedrigzinspolitik, die die Geschäftsbanken durch ebenfalls niedrige Zinsen an ihre Kunden weitergeben. Im Jahr 2018 erhielten Sparbuchinhaber im Schnitt ca. 0,2 Prozent auf ihre Einlagen. In den Jahren vor der Finanzkrise lag der Zins noch bei 2 Prozent und mehr.

Spareinlagen vs. Sichteinlagen

Trotz des niedrigen Zinsniveaus ist das Sparbuch bzw. Sparkonto weiterhin eine der beliebtesten Geldanlagen in Deutschland. Die auf dem Sparbuch oder Sparkonto angelegten Einlagen unterliegen in der Regel einer vereinbarten Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten – im Gegensatz zu den auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto befindlichen Sichteinlagen. Diese sind täglich fällig bzw. jederzeit ohne vorherige Ankündigung durch den Kunden durch Barabhebung oder im bargeldlosen Zahlungsverkehr verfügbar. Der Zins für Tagesgeldeinlagen oder Einlagen auf dem Girokonto ist typischerweise niedriger als der Zins für längerfristig angelegte Sparguthaben.

Berücksichtigung der Inflationsrate

Bei dem in der Grafik abgebildeten Zins handelt es sich um den nominalen Zins. Diese nominale Verzinsung ist für den privaten Sparer besonders greifbar, da sie häufig den Konditionen der Geldanlage bzw. des Sparvertrags direkt zu entnehmen ist. Unter Nominalzinsen versteht man dabei den aus Zinszahlungen bestehenden Ertrag einer Geldanlage in Relation zu ihrem Nennwert. Bei dieser Betrachtung bleibt jedoch unberücksichtigt, dass die Kaufkraft der nominalen Verzinsung mit der Inflationsrate schwankt. Übersteigt also – wie in Deutschland derzeit der Fall – die Inflationsrate den nominalen Zins, so führt dies dazu, dass sich das Geldvermögen durch die Zinseinkünfte in nominaler Betrachtung zwar erhöht, damit aber trotzdem weniger Güter und Dienstleistungen als zuvor erworben werden können.

Entwicklung des durchschnittlichen Zinssatzes für Spareinlagen (Sparbuchzinsen) in Deutschland in den Jahren 1975 bis 2018

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Quelle

Veröffentlichungsdatum

August 2019

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

1975 bis 2018

Hinweise und Anmerkungen

* Jeweils Jahresdurchschnittswerte.
Bis 2002 Habenzinsen für Spareinlagen mit Mindest-/Grundverzinsung und dreimonatiger Kündigungsfrist, ab 2003 Effektivzins im Neugeschäft für Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Kündigungsfrist bis 3 Monate.

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