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Jugendarbeitslosenquote in der Schweiz bis 2019

Im Jahr 2019 lag in der Schweiz die Jugendarbeitslosenquote nach nationaler Definition (SECO)² durchschnittlich bei 2,2 Prozent und die Jugenderwerbslosenquote nach internationaler Definition (ILO)³ bei 8 Prozent.

Was misst die Jugendarbeitslosenquote?

Generell bezieht sich die Jugendarbeitslosigkeit auf die Altersgruppe der 15-24-Jährigen. In der Schweiz kann sie auf unterschiedliche Weise gemessen werden: Für die nationale Arbeitslosenzahl werden sämtliche bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten Personen gezählt, die keine Stelle haben und sofort vermittelbar sind. Nicht enthalten sind hier Teilnehmer an Programmen zur vorübergehenden Beschäftigung, in Umschulung oder Weiterbildung. Daneben gibt es eine Erhebung nach den einheitlichen Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die auf hochgerechneten Umfragen zur Erwerbstätigkeit beruht. In beiden Fällen gilt, dass nur junge Menschen berücksichtigt werden, die dem Arbeitsmarkt auch tatsächlich zur Verfügung stehen – Schüler und Studenten, deren Haupttätigkeit noch im Bildungsweg liegt, gehören nicht dazu. Folglich zeigt die Jugendarbeitslosenquote nicht den Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtbevölkerung dieses Alters, sondern nur an den gleichaltrigen Erwerbspersonen.

Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Als Folge der europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise stieg die Jugendarbeitslosenquote stark an und erreichte 2013 mit 24,4 Prozent in der Euro-Zone bzw. 23,8 Prozent in der EU Höchststände. Dies waren mehr als 3,6 bzw. 5,6 Millionen junge Arbeitslose. Seitdem ist die Jugendarbeitslosigkeit wieder deutlich zurückgegangen, wobei aber klare Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Staaten bestehen: In südeuropäischen Ländern wie Griechenland, Spanien und Italien liegt die Quote immer noch zwischen 28 und 36 Prozent, sodass hier weiter von einer „verlorenen Generation“ gesprochen wird. Die Schweiz befindet sich im europäischen Vergleich (gemessen an der ILO-Definition) ungefähr auf dem Niveau von Österreich und Slowenien; am niedrigsten ist die Quote in Deutschland und Tschechien.

Jugendarbeitslosenquote in der Schweiz von 2009 bis 2019

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Quellen

Staatssekretariat für Wirtschaft; Bundesamt für Statistik (Schweiz)

Veröffentlichungsdatum

Februar 2020

Region

Schweiz

Erhebungszeitraum

2009 bis 2019

Altersgruppe

15-24 Jahre

Besondere Eigenschaften

Jahresdurchschnittswerte

Hinweise und Anmerkungen

¹ Die Werte nach internationaler Definition sind erst ab 2010 verfügbar.
² Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) errechnet die Arbeitslosenquote basierend auf den am Stichtag in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren registrierten Arbeitslosen im Verhältnis zu den Erwerbspersonen gemäß der Strukturerhebungsdaten zum Erwerbsleben der Bevölkerung. Registrierte Arbeitslose sind Personen, die bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet sind, keine Stelle haben und sofort vermittelbar sind. Dabei ist unerheblich, ob diese Personen eine Arbeitslosenentschädigung beziehen oder nicht.
³ Die seit 1991 erstellte Arbeitskräfteerhebung SAKE des Bundesamtes für Statistik (BFS) basiert auf den Richtlinien des internationalen Arbeitsamtes (IAA/ILO/BIT) und Eurostat und wird für internationale Vergleiche herangezogen. Im Unterschied zum SECO stützt sich das BFS auf vierteljährlich durchgeführte Stichprobenerhebungen mit Telefoninterviews und Hochrechnungen.
⁴ In dem verlinkten Dokument sind lediglich die Werte nach nationaler Definition für die letzten beiden Jahre abgebildet. Die Zahlen für die Vorjahre stammen aus früheren entsprechenden Publikationen. Die Angaben nach internationaler Definition können beim Bundesamt für Statistik abgerufen werden.

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