Statistiken zu Mazedonien

Die Bevölkerung von Mazedonien beträgt 2018 circa 2,1 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsentwicklung war in den letzten Jahren stets positiv. 2017 wuchs die Gesamtbevölkerung Mazedoniens um rund 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Fertilitätsrate betrug zuletzt rund 1,53 Kinder je Frau (2016). Mit dieser Rate gehört Mazedonien zwar nicht zu den 20 Ländern mit den niedrigsten Fertilitätsraten weltweit, aber sie ist so gering, dass das kontinuierliche Bevölkerungswachstum nur auf den positiven Migrationssaldo/Wanderungssaldo Mazedoniens zurückzuführen ist. 2017 betrug der positive Migrationssaldo 3.962 Personen. Es verließen 424 Personen dauerhaft das Land, während im gleichen Zeitraum 4.386 Personen dauerhaft nach Mazedonien einwanderten.

Die Lebenserwartung in Mazedonien lag 2016 bei rund 75,7 Jahren. Dies ist zwar weniger als der Durchschnitt der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) mit 82 Jahren aufweist, aber höher als in den Mitgliedsstaaten Rumänien, Lettland, Bulgarien und Litauen .
Mazedonien weist im regionalen Vergleich eine auffallend hohe Kindersterblichkeit auf. Im Jahr 2016 lag die Kindersterblichkeit in Mazedonien bei rund 1,22 Prozent. Zum Vergleich: In Kroatien betrug die Kindersterblichkeit rund 0,47 Prozent und in Griechenland rund 0,38 Prozent. Das Preisniveau für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in Mazedonien ist sehr niedrig und betrug 2017 rund 47 Prozent des EU-Durchschnitts.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Mazedonien liegt 2018 bei circa 13,1 Milliarden US-Dollar. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl beträgt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Mazedonien circa 6.295 US-Dollar. Das Wirtschaftswachstum in Mazedonien beträgt 2018 voraussichtlich rund 2,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote von Mazedonien hat sich in den letzten Jahren stark verringert, sie ist dennoch sehr hoch und betrug 2017 circa 22,5 Prozent - eine der höchsten Arbeitslosenquoten weltweit. Auch die Jugendarbeitslosenquote in Mazedonien ist sehr hoch - mit rund 46,9 Prozent in 2017 war fast jeder zweite arbeitswillige Jugendliche ohne Arbeit. Die Inflationsrate betrug 2017 circa 1,35 Prozent.

Im Jahr 2017 exportierte Mazedonien Waren im Wert von rund 5,7 Milliarden US-Dollar und importierte Waren für rund 7,7 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz war somit negativ; das Defizit lag bei rund 2 Milliarden US-Dollar. Der wichtigste Handelspartner für Mazedonien sowohl im Export als auch im Import ist Deutschland. Die Staatsverschuldung von Mazedonien lag 2017 bei circa 39,25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; für 2018 wird mit einer Steigerung auf circa 41,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gerechnet. Das Staatsdefizit von Mazedonien betrug 2017 circa 2,7 Prozent des BIP; für 2018 wird ein Staatsdefizit von rund 3 Prozent prognostiziert.

Mazedonien ist bereits seit 2005 offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU). Die konkreten Beitrittsverhandlungen stagnieren jedoch seit Jahren, unter anderem aufgrund ungelöster regionaler diplomatischer Probleme mit den EU-Staaten Griechenland und Bulgarien. Mazedoniens Attraktivität für Unternehmer hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Im Doing Business Ranking belegte Mazedonien für 2018 den 11. Platz unter insgesamt 190 Volkswirtschaften weltweit. Die Ergebnisse hinsichtlich der Korruptionsbekämpfung und der Bewertung von Demokratie und Marktwirtschaft in Mazedonien weisen hingegen auf eine negative Entwicklung hin.

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Mazedonien - Wichtige Statistiken

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