Statistiken zu Slowenien

Veröffentlicht von Bruno Urmersbach, 26.11.2018
Die Bevölkerung von Slowenien betrug 2017 rund 2,07 Millionen Menschen. In der EU liegt Slowenien damit auf Rang 23. Im Jahr 2017 wuchs die Einwohnerzahl des Landes um circa 0,1 Prozent. Die Bevölkerungsstruktur von Slowenien ist vergleichsweise alt: So zählten im Jahr 2017 rund 15 Prozent der Bevölkerung zur Altersgruppe unter 15 Jahren; dies ist einer der niedrigsten Werte unter den EU-Ländern. Mit einem Altersmedian von schätzungsweise 43,1 Jahren (2015) steht Slowenien außerdem auf Rang 11 der Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter weltweit. Slowenien ist recht ländlich geprägt: Die Urbanisierung liegt bei 49,63 Prozent (2017); damit ist es das einzige EU-Land, in dem mehr Menschen auf dem Land als in städtischen Gebieten leben.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Slowenien lag 2017 bei rund 48,9 Milliarden US-Dollar bzw. 43,3 Milliarden Euro. Damit belegt das Land Rang 23 in der EU. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf circa 23.654 US-Dollar bzw. 21.000 Euro - Platz 16 im EU-Vergleich. Das Wirtschaftswachstum in Slowenien ist seit 2014 positiv, mit stabilen Wachstumsraten; die Wirtschaftskraft stieg im Jahr 2017 um rund 5 Prozent; für 2018 wird ein Wachstum von rund 4 Prozent erwartet. Vor der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 wurden auch Wachstumsraten bis zu 7 Prozent erzielt. Die Arbeitslosenquote erreichte im Zuge der Wirtschaftskrise 2013 mit rund 10,1 Prozent ihren Höhepunkt; Seit 2014 verringert sie sich zwar kontinuierlich, lag mit rund 6,8 Prozent in 2017 jedoch noch weit über dem Vorkrisenniveau (2008: 4,4 Prozent). Für den slowenischen Arbeitsmarkt spielt der Dienstleistungssektor eine vergleichsweise geringe Rolle: Lediglich 62,5 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2017 in diesem Bereich; der fünftniedrigste Wert aller EU-Länder (EU-Schnitt: 71,8 Prozent). Die Inflationsrate in Slowenien lag 2017 bei circa 1,4 Prozent; für 2018 gehen Prognosen von einer Teuerung von rund 1,65 Prozent aus.

Im Jahr 2017 exportierte Slowenien Waren im Wert von rund 38,4 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 36 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz des Landes war das sechste Jahr in Folge im Plus, d.h. es wurden Exportüberschüsse erzielt. Der wichtigste Handelspartner für Slowenien im Export ist Deutschland; beim Import ist es ebenfalls Deutschland.

Die Staatsverschuldung von Slowenien lag 2017 bei rund 32,6 Milliarden Euro; dies entspricht einer Schuldenquote von 75,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Vergleich zu 2008 (21,65 Prozent) hat sich die Quote in den letzten Jahren mehr als verdreifacht, wenngleich sie sich bereits verringert hat und laut Prognosen auch weiter sinken wird. Das Staatsdefizit des Landes betrug 2017 circa 0,3 Milliarden Euro; die Defizitquote lag bei etwa 0,8 Prozent des BIP.

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