Statistiken zu Ausländern und Migration in Österreich

Anfang 2021 lebten in Österreich rund 1,5 Millionen Ausländer; das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 17,1 Prozent. Beide Werte steigen seit Jahren kontinuierlich an: 2011 waren es noch circa 913.000 Ausländer und 10,9 Prozent der Bevölkerung gewesen. Die größten Ausländergruppen waren Deutsche mit etwa 209.000, Rumänen mit knapp 132.000 und Serben mit gut 122.000 Personen. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund, die zusätzlich auch Eingebürgerte sowie Österreicher umfasst, deren beide Elternteile im Ausland geboren wurden, betrug 2020 über 2,1 Millionen Menschen; ihr Bevölkerungsanteil lag bei 24,4 Prozent. Auch hier ist ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen. Bei der Verteilung bestehen allerdings große regionale Unterschiede: So ist der Ausländer- und Migrantenanteil jeweils in Wien mit 31,5 bzw. 46,2 Prozent klar am höchsten und im Burgenland mit 9,6 bzw. 13,4 Prozent am niedrigsten.

Ein- und Auswanderung

Im Jahr 2020 wanderten rund 136.000 Menschen nach Österreich ein, dem standen circa 96.300 Auswanderer gegenüber. Unterm Strich blieb also ein Wanderungsüberschuss, der aber leicht gegenüber dem Vorjahr sank. Die größte Einwanderungsgruppe waren Deutsche mit etwa 19.000 Zuwanderern; bei den Auswanderern hingegen stellten die Österreicher selbst mit fast 16.900 Fortzüglern die größte Gruppe.

Asyl und Flüchtlinge

Statistik: Asylanträge in Österreich | Statista Besonders im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Zuwanderung von Flüchtlingen bzw. Asylbewerbern. Im Jahr 2020 beantragten rund 14.800 Personen Asyl in Österreich und damit mehr als im Vorjahr. Auf dem Höhepunkt der sog. "Flüchtlingskrise" 2015 waren es noch über 88.300 Anträge gewesen. Mit etwa 5.120 Asylsuchenden war Syrien das wichtigste Herkunftsland der Geflüchteten, gefolgt von Afghanistan mit knapp 3.140. Bei Syrern war auch die Anerkennungsquote mit 79 Prozent gewährter Asylanträge sehr hoch; der Durchschnitt über alle Nationalitäten hinweg betrug 38,7 Prozent. Die öffentliche Meinung zum Thema ist grundsätzlich positiv: Bei einer Umfrage im Sommer 2020 sprach sich mit 64 Prozent eine klare Mehrheit dafür aus, dass Österreich Flüchtlingen helfen sollte.

Integration

Ob die Integration von Ausländern und Migranten gelingt, lässt sich zum einen aus Indikatoren wie der Arbeitslosenquote (15,3 Prozent bei den Ausländern 2020) oder dem Bildungsstand ableiten. Aber auch die Wahrnehmung der Bevölkerung spielt hierbei eine Rolle: In einer Befragung aus dem Frühjahr 2020 bewerteten 54,7 Prozent der Österreicher die Integration von Migranten als gut, 45,3 Prozent hingegen als schlecht. Dabei werden laut einer anderen Erhebung aus dem August 2019 große Unterschiede in der Integration einzelner Ausländergruppen gesehen: Während 88 Prozent die Integration der Deutschen in Österreich als gut bezeichneten und auch viele Osteuropäer hier Zustimmungsraten von über 50 Prozent erreichen, stehen Bürger aus islamischen Ländern wie Afghanistan (10 Prozent) oder Somalia (14 Prozent) am anderen Ende der Skala. Bei einer im Februar 2021 durchgeführten Umfrage waren 73 Prozent der Befragten der Meinung, es gebe in Österreich Parallelgesellschaften.

Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Statistik: Rassistische Vorfälle in Österreich | Statista Gleichzeitig mit der gestiegenen Einwanderung ist in den letzten Jahren eine Zunahme rechter Straftaten in Österreich zu verzeichnen: Zwar sank ihre Anzahl im Jahr 2019 auf 954 Tathandlungen; vor den Flüchtlingsankünften ab 2014 waren es allerdings nur etwa halb so viele gewesen. Auch die rassistischen Vorfälle sind seitdem stetig mehr geworden: Hier wurden 2020 insgesamt rund 3.040 entsprechende Ereignisse und damit ein Rekordwert dokumentiert; 2013 waren es noch 731 gewesen. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich bei den islamfeindlichen Vorfällen beobachten, die sich 2020 auf circa 1.400 beliefen und damit ebenfalls einen neuen Höchststand erreichten. Diese Einstellungen schlagen sich auch im von Österreichern gewünschten Wohnumfeld nieder: Als unerwünschte Nachbarn wurden Ende 2018 vor allem Afghanen (41 Prozent), Roma und Sinti (37 Prozent) sowie Araber (35 Prozent) genannt.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Ausländer und Migration in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Ausländer und Migrationshintergrund

Ein- und Auswanderung

Asyl und Flüchtlinge

Integration

Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Ausländer und Migration in Österreich".

Ausländer und Migration in Österreich

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Statistiken zu Ausländern und Migration in Österreich

Anfang 2021 lebten in Österreich rund 1,5 Millionen Ausländer; das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 17,1 Prozent. Beide Werte steigen seit Jahren kontinuierlich an: 2011 waren es noch circa 913.000 Ausländer und 10,9 Prozent der Bevölkerung gewesen. Die größten Ausländergruppen waren Deutsche mit etwa 209.000, Rumänen mit knapp 132.000 und Serben mit gut 122.000 Personen. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund, die zusätzlich auch Eingebürgerte sowie Österreicher umfasst, deren beide Elternteile im Ausland geboren wurden, betrug 2020 über 2,1 Millionen Menschen; ihr Bevölkerungsanteil lag bei 24,4 Prozent. Auch hier ist ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen. Bei der Verteilung bestehen allerdings große regionale Unterschiede: So ist der Ausländer- und Migrantenanteil jeweils in Wien mit 31,5 bzw. 46,2 Prozent klar am höchsten und im Burgenland mit 9,6 bzw. 13,4 Prozent am niedrigsten.

Ein- und Auswanderung

Im Jahr 2020 wanderten rund 136.000 Menschen nach Österreich ein, dem standen circa 96.300 Auswanderer gegenüber. Unterm Strich blieb also ein Wanderungsüberschuss, der aber leicht gegenüber dem Vorjahr sank. Die größte Einwanderungsgruppe waren Deutsche mit etwa 19.000 Zuwanderern; bei den Auswanderern hingegen stellten die Österreicher selbst mit fast 16.900 Fortzüglern die größte Gruppe.

Asyl und Flüchtlinge

Statistik: Asylanträge in Österreich | Statista Besonders im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Zuwanderung von Flüchtlingen bzw. Asylbewerbern. Im Jahr 2020 beantragten rund 14.800 Personen Asyl in Österreich und damit mehr als im Vorjahr. Auf dem Höhepunkt der sog. "Flüchtlingskrise" 2015 waren es noch über 88.300 Anträge gewesen. Mit etwa 5.120 Asylsuchenden war Syrien das wichtigste Herkunftsland der Geflüchteten, gefolgt von Afghanistan mit knapp 3.140. Bei Syrern war auch die Anerkennungsquote mit 79 Prozent gewährter Asylanträge sehr hoch; der Durchschnitt über alle Nationalitäten hinweg betrug 38,7 Prozent. Die öffentliche Meinung zum Thema ist grundsätzlich positiv: Bei einer Umfrage im Sommer 2020 sprach sich mit 64 Prozent eine klare Mehrheit dafür aus, dass Österreich Flüchtlingen helfen sollte.

Integration

Ob die Integration von Ausländern und Migranten gelingt, lässt sich zum einen aus Indikatoren wie der Arbeitslosenquote (15,3 Prozent bei den Ausländern 2020) oder dem Bildungsstand ableiten. Aber auch die Wahrnehmung der Bevölkerung spielt hierbei eine Rolle: In einer Befragung aus dem Frühjahr 2020 bewerteten 54,7 Prozent der Österreicher die Integration von Migranten als gut, 45,3 Prozent hingegen als schlecht. Dabei werden laut einer anderen Erhebung aus dem August 2019 große Unterschiede in der Integration einzelner Ausländergruppen gesehen: Während 88 Prozent die Integration der Deutschen in Österreich als gut bezeichneten und auch viele Osteuropäer hier Zustimmungsraten von über 50 Prozent erreichen, stehen Bürger aus islamischen Ländern wie Afghanistan (10 Prozent) oder Somalia (14 Prozent) am anderen Ende der Skala. Bei einer im Februar 2021 durchgeführten Umfrage waren 73 Prozent der Befragten der Meinung, es gebe in Österreich Parallelgesellschaften.

Ausländerfeindlichkeit und Rassismus

Statistik: Rassistische Vorfälle in Österreich | Statista Gleichzeitig mit der gestiegenen Einwanderung ist in den letzten Jahren eine Zunahme rechter Straftaten in Österreich zu verzeichnen: Zwar sank ihre Anzahl im Jahr 2019 auf 954 Tathandlungen; vor den Flüchtlingsankünften ab 2014 waren es allerdings nur etwa halb so viele gewesen. Auch die rassistischen Vorfälle sind seitdem stetig mehr geworden: Hier wurden 2020 insgesamt rund 3.040 entsprechende Ereignisse und damit ein Rekordwert dokumentiert; 2013 waren es noch 731 gewesen. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich bei den islamfeindlichen Vorfällen beobachten, die sich 2020 auf circa 1.400 beliefen und damit ebenfalls einen neuen Höchststand erreichten. Diese Einstellungen schlagen sich auch im von Österreichern gewünschten Wohnumfeld nieder: Als unerwünschte Nachbarn wurden Ende 2018 vor allem Afghanen (41 Prozent), Roma und Sinti (37 Prozent) sowie Araber (35 Prozent) genannt.

Interessante Statistiken

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