Statistiken zur Bevölkerung in Österreich

Die Bevölkerungszahl von Österreich betrug Anfang 2018 rund 8,8 Millionen Einwohner; dies war ein Wachstum von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Bundesland mit den meisten Einwohnern ist Wien (ca. 1,9 Millionen), am wenigsten Menschen leben im Burgenland (rund 292.680). Wien ist dementsprechend auch die mit Abstand größte Stadt in Österreich, dahinter folgen Graz (286.290 Einwohner) und Linz (204.850 Einwohner). Zudem herrscht in der Hauptstadt mit rund 4.500 Einwohnern pro Quadratkilometer auch die höchste Bevölkerungsdichte aller Bundesländer. Der Landesdurchschnitt liegt bei 105 Einwohnern pro Quadratkilometer; am dünnsten besiedelt sind Kärnten und Tirol mit jeweils 59 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Im Jahr 2017 wurden in Österreich rund 87.630 Kinder geboren, dem standen 83.270 Todesfälle gegenüber. Die Geburtenbilanz war damit im Plus, wenngleich nicht mehr ganz so hoch wie im Vorjahr. Auch die Fertilitätsrate, d.h. die durchschnittliche Anzahl der Kinder, die eine Frau während ihres gebärfähigen Alters voraussichtlich zur Welt bringt, ist minimal zurückgegangen und betrug 2017 1,52 Kinder je Frau. Demografisch betrachtet befindet sie sich damit weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau: Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass erst bei einer Kinderzahl von 2,1 Kindern je Frau die natürliche Bevölkerungsentwicklung (ohne Berücksichtigung von Ein- und Auswanderung) langfristig stabil bleibt. Bei der Geburt ihrer Kinder sind Mütter in Österreich durchschnittlich 30,7 Jahre alt.

Entscheidend für das Bevölkerungswachstum Österreichs in den letzten Jahren war vor allem die Zuwanderung. Im Jahr 2017 wanderten rund 154.750 Menschen nach Österreich ein, dem standen circa 110.120 Auswanderer gegenüber. Unterm Strich blieb also ein Wanderungsüberschuss von 44.630 Personen, der allerdings gegenüber den Vorjahren, die noch stärker von der Flüchtlingskrise geprägt waren, wieder deutlich zurückging. Die konstant hohe Netto-Zuwanderung schlägt sich auch in der Bevölkerungsstruktur nieder: Insgesamt haben in Österreich 22,8 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund; 15,8 Prozent sind Ausländer. Beide Werte sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dabei bestehen allerdings große regionale Unterschiede: So ist der Migranten- und Ausländeranteil jeweils in Wien klar am höchsten und im Burgenland am niedrigsten. Die größten Ausländergruppen waren Anfang 2018 Deutsche (186.840), Serben (120.170) und Türken (117.300).

Wie in vielen anderen Industrieländern lässt sich auch in Österreich ein demografischer Wandel hin zu einer älteren Bevölkerung feststellen. Ein Aspekt dieser Veränderung sind die bereits erwähnten geringen Geburtenraten, ein anderer ist die Lebenserwartung. Diese lag im Jahr 2017 für neugeborene Männer bei 79,3 Jahren und für Frauen bei 83,9 Jahren. Sie wird künftig voraussichtlich weiter ansteigen. Im Ergebnis ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Österreich bis 2018 auf 42,6 Jahre gestiegen - 2008 hatte es noch 41 Jahre betragen. So zeigt sich dann auch in der Altersstruktur der letzten Jahre ein Rückgang der jüngeren (unter 20 Jahre) und ein Zuwachs der älteren (ab 65 Jahre) Bevölkerungsgruppe. Sowohl das Durchschnittsalter als auch der Bevölkerungsanteil der Senioren werden laut Prognosen in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen.

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