Statistiken zur Bevölkerung in Österreich

Die Bevölkerungszahl von Österreich betrug Anfang 2017 rund 8,8 Millionen Einwohner; dies war ein Wachstum von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Bundesland mit den meisten Einwohnern ist Wien (ca. 1,9 Millionen), am wenigsten Menschen leben im Burgenland (rund 291.940). Wien ist dementsprechend auch die mit Abstand größte Stadt in Österreich, dahinter folgen Graz (283.870 Einwohner) und Linz (203.010 Einwohner). Zudem herrscht in der Hauptstadt mit 4.335 Einwohnern pro Quadratkilometer auch die höchste Bevölkerungsdichte aller Bundesländer. Der Landesdurchschnitt liegt bei 102 Einwohnern pro Quadratkilometer; am dünnsten besiedelt sind Kärnten und Tirol mit jeweils 58 Einwohnern pro Quadratkilometer.


Im Jahr 2016 wurden in Österreich rund 87.680 Kinder geboren, dem standen circa 80.670 Todesfälle gegenüber. Die Geburtenbilanz war damit so deutlich im Plus wie schon seit Jahren nicht mehr. Auch die Fertilitätsrate, d.h. die durchschnittliche Anzahl der lebendgeborenen Kinder, die eine Frau während ihres gebärfähigen Alters voraussichtlich zur Welt bringt, ist in den letzten Jahren gestiegen und betrug 2016 1,53 Kinder je Frau. Demografisch betrachtet befindet sie sich damit jedoch weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau: Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass erst bei einer Kinderzahl von 2,1 Kindern je Frau die natürliche Bevölkerungsentwicklung (ohne Berücksichtigung von Ein- und Auswanderung) langfristig stabil bleibt. Bei der Geburt ihrer Kinder sind Mütter in Österreich durchschnittlich 30,7 Jahre alt.

Entscheidend für das Bevölkerungswachstum Österreichs in den letzten Jahren war vor allem die Zuwanderung. Allein im Jahr 2016 wanderten 174.310 Menschen nach Österreich ein, dem standen lediglich rund 109.630 Auswanderer gegenüber. Unterm Strich blieb also ein Wanderungsüberschuss von circa 64.680 Personen, der allerdings gegenüber dem Vorjahr, das noch stärker von der Flüchtlingskrise geprägt war, wieder deutlich zurückging. Die konstant hohe Netto-Zuwanderung schlägt sich auch in der Bevölkerungsstruktur nieder: Insgesamt haben in Österreich 22,1 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund; 15,3 Prozent sind Ausländer. Beide Werte sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dabei bestehen allerdings große regionale Unterschiede: So ist der Migranten- und Ausländeranteil jeweils in Wien klar am höchsten und im Burgenland am niedrigsten. Die größten Ausländergruppen waren Anfang 2017 Deutsche (181.620), Serben (118.450) und Türken (116.840).

Wie in vielen anderen Industrieländern lässt sich auch in Österreich ein demografischer Wandel hin zu einer älteren Bevölkerung feststellen. Ein Aspekt dieser Veränderung sind die bereits erwähnten geringen Geburtenraten, ein anderer ist die Lebenserwartung. Diese lag im Jahr 2016 für neugeborene Männer bei 79,1 Jahren und für Frauen bei 84 Jahren. Sie wird künftig voraussichtlich weiter ansteigen. Im Ergebnis ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Österreich bis 2017 auf 42,5 Jahre gestiegen - 2007 hatte es noch 40,8 Jahre betragen. So zeigt sich dann auch in der Altersstruktur der letzten Jahre ein Rückgang der jüngeren (unter 20 Jahre) und ein Zuwachs der älteren (ab 65 Jahre) Bevölkerungsgruppe. Sowohl das Durchschnittsalter als auch der Bevölkerungsanteil der Senioren werden laut Prognosen in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen.

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