Statistiken zur Energieeffizienz

Im Allgemeinen versteht man unter Energieeffizienz den Energieeinsatz im Verhältnis zu einem festgelegten Nutzen. So führt eine Steigerung der Energieeffizienz zu einem geringeren Energieeinsatz bei gleichbleibendem Nutzen. Die Energieeffizienz – gemessen am Energieverbrauch im Verhältnis zur Produktion – hat sich in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland stetig gesteigert. Derzeit werden fünf Gigajoule Energie benötigt, um 1.000 Euro reales Bruttoinlandsprodukt zu produzieren. Auch der Pro-Kopf-Energieverbrauch in Deutschland nimmt seit den letzten Jahren etwas ab, wenn auch nicht kontinuierlich. Im Jahr 2015 verbrauchte jede Person in Deutschland durchschnittlich 162 Gigajoule Energie.


Vor dem Hintergrund der Energiewende und den Einsparpotenzialen wird der Steigerung der Energieeffizienz eine wichtige Rolle beigemessen. Die Höhe der Fördermittel des Bundes für Maßnahmen der Energieeffizienzsteigerung erhöhten sich in den letzten Jahren stetig und beliefen sich auf rund 336 Millionen Euro im Jahr 2016. Die politischen Rahmenbedingungen wirken sich neben diversen anderen Faktoren auch auf die Stimmung in der Wirtschaft aus. Laut einer aktuellen Umfrage unter deutschen Unternehmen der Energieeffizienzwirtschaft meinen etwa 80 Prozent der Befragten, dass sich das Geschäftsfeld Energieeffizienz aus Ertragssicht lohne.

Deutsche Industrieunternehmen verfolgen Ziele der Energieeffizienzsteigerung nicht nur aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Energieeinsparverordnung, sondern auch, um kostengünstiger zu produzieren. Besonders energieintensive Branchen, wie die Metallerzeugung und –verarbeitung, deren Energieverbrauch bei rund 900 Petajoule im Jahr liegt, haben einen Anreiz zur Effizienzsteigerung, da die Einsparpotenziale hier besonders hoch liegen. Für die Industrie sind insbesondere Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) von Bedeutung. Unter KWK versteht man die gleichzeitige Gewinnung von Strom und nutzbarer Wärme für Heizzwecke oder Produktionsprozesse. Im Jahr 2016 erzeugte die Industrie in Deutschland rund 91 Terawattstunden Wärme und rund 35 Terawattsunden Strom aus industriellen KWK-Anlagen.

Die Effizienzstruktur im deutschen Heizungsbestand zeigt, dass etwa 71 Prozent aller Heizungen unzureichend effizient sind. Der Hauptgrund dafür ist das Alter der Heizungsanlagen. Die Altersstruktur der Heizungsanlagen in Wohnungen zeigt, dass ein Fünftel der Anlagen vor 1990 installiert worden ist.
Die Energieeffizienz von Gebäuden kann durch die richtige Dämmung von Außenwänden, wie beispielsweise mit Wärmedämmverbundsystemen, erhöht werden. Bei den Wärmedämmverbundsystemen wird vor allem auf Expandiertes Polystyrol (EPS) zurückgegriffen. Im Jahr 2013 bestanden rund 77 Prozent aller Wärmedämmverbundsysteme aus EPS. In den letzten zehn Jahren hat sich die Dämmstoffdicke dabei um 35 Millimeter auf insgesamt rund 12,5 Zentimeter erhöht.
Die Energieintensität privater Haushalte in Deutschland verringert sich stetig und belief sich im Jahr 2015 auf 642 Megajoule je Quadratmeter Wohnfläche. Eine Möglichkeit, den Energieverbrauch in Haushalten weiter zu minimieren, wird in der Nutzung intelligenter Zähler (Smart Meter) gesehen. Smart Meter bieten die Möglichkeit der Fernauslesung und können schwankende Strompreise in die Kalkulation einbeziehen. So kann der Verbraucher beispielsweise seine Waschmaschine dann anschalten, wenn der Strom aufgrund erhöhter Windstromeinspeisung oder geringer Nachfrage am günstigsten ist. Einer aktuellen Statista-Umfrage zufolge nutzen etwa vier Prozent der Deutschen bereits solche Smart Meter und rund 30 Prozent planen die Anschaffung.


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