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Statistik zu AU-Tagen aufgrund von Burnout in Deutschland

Krankheitstage durch das Burn-out-Syndrom in Deutschland nach Geschlecht in den Jahren 2004 bis 2017 (AU-Tage je 1.000 BKK-Mitglieder)

von Statista Research Department, zuletzt geändert am 11.09.2019
Statistik zu AU-Tagen aufgrund von Burnout in Deutschland Im Jahr 2017 entfielen im Rahmen der BKK durchschnittlich 67 Krankheitstage je 1.000 Mitglieder (ohne Rentner) auf das Burn-out-Syndrom. Damit hat sich die Krankheitslast zwar gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. In den letzten zehn Jahren hat sich das Krankheitsvolumen aufgrund des Erschöpfungsvolumens allerdings knapp verdreifacht. Dabei leiden Frauen mit 83 AU-Tagen je 1.000 Mitglieder deutlich mehr unter Burn-out als Männer (55 AU-Tage je 1.000).

Was ist Burn-out?

In den letzten Jahren hat das Thema psychische Erkrankungen (TS) in der öffentlichen Debatte zunehmend an Bedeutung gewonnen. Im Zuge steigender Krankheitszahlen findet auch das Burn-out-Syndrom (TS) steigende Beachtung. Vormals als „Modeerkrankung“ verschrien umschreibt Burn-out einen Zustand der totalen körperlichen und geistigen Erschöpfung. Aus Mangel einer eigenen ICD-10 Diagnose wird es in der Regel unter der Diagnosegruppe Z73 „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ kodiert. Nicht selten dürfte allerdings die entsprechende Symptomatik auch mit dem ICD-Code F43.0 akute Belastungsreaktion, dem ICD-Code F48.0 Neurasthenie (Ermüdungssyndrom) oder dem ICD-Code R53 Unwohlsein und Ermüdung verschlüsselt werden, so dass die realen Zahlen die hier angegebenen übersteigen dürften.

Krankheitslast durch psychische Diagnosen steigt

Der Anstieg der Krankenstandskennziffern aufgrund von psychischen Erkrankungen ist eine der auffälligsten Entwicklungen der letzten Jahre. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich das Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund psychischer Diagnosen um knapp 70 Prozent erhöht. Im Jahr 2018 war die Zahl der Fehltage erstmals seit 2006 rückläufig. Mit 236 Fehltagen bezogen auf 100 Versichertenjahre waren es 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Fallhäufigkeit war dabei mit durchschnittlich 7 Fällen je 100 Versichertenjahre konstant. Insgesamt sind psychische Erkrankungen mit derzeit 15,2 Prozent aller AU-Tage die drittwichtigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in der Bundesrepublik.
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Dr. Felix Wunderer
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