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Statistiken zu Geburten

Entwicklung der Geburten in den letzten 20 Jahren

Seit Ende der 1990er-Jahre gingen die Geburtenzahlen in Deutschland deutlich zurück. Wurden 1997 noch über 810.000 Neugeborene gezählt, ging die Zahl der Geburten in den folgenden knapp 15 Jahren fast stetig zurück. Im Jahr 2011 wurde der Tiefstwert seit der Wiedervereinigung erreicht, das Statistische Bundesamt zählte in dem Jahr ca. 662.000 Geburten. In den folgenden fünf Jahren stiegen die Geburtenzahlen wieder deutlich an, seit 2017 lassen diese allerdings auch wieder nach. Gründe für den Anstieg der Geburten bis 2016 liegen unter anderem in einer erhöhten Zuwanderung und in einer Familienpolitik, aus der die Einführung des Elterngeldes und der Ausbau der Kinderbetreuung resultierten. Zudem spielt auch das sogenannte demografische Echo eine Rolle.

Was ist das demografische Echo?

Das demografische Echo beschreibt den Effekt, dass geburtenstarke Jahrgänge zyklisch wieder geburtenstarke Jahrgänge hervorrufen. So ist der Anstieg der Geburtenzahl bis zum Jahr 2016 auch auf die Kinder der Baby-Boomer zurückzuführen, die in dieser Zeit vermehrt selbst Nachwuchs bekommen haben. In der Zeit zwischen 2011 und 2016 stiegen die Geburtenzahlen in Deutschland um fast 20 Prozent.

Aktuelles Geburtengeschehen

Laut Eurostat-Angaben zur Anzahl der Geburten in Europa werden im Vergleich zu Deutschland in Großbritannien oder Frankreich deutlich mehr Kinder geboren. Dennoch belegte Deutschland im Jahr 2015 den dritten Platz bei der Anzahl der Lebendgeburten im europäischen Vergleich. Die Anzahl der Kinder pro Frau in Deutschland (Geburtenziffer) lag im Jahr 2019 bei 1,54. Demnach gab es in Deutschland ein Geburtendefizit. Zum Vergleich: Die Länder mit der höchsten Geburtenrate weltweit waren im selben Jahr mit mehr als sechs Geburten pro Frau Niger, Somalia und die Demokratische Republik Kongo. Angaben des Statistischen Bundesamts zur Anzahl der Geburten in Deutschland nach Bundesländern zufolge erblickten 2019 die meisten neugeborenen Deutschen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg das Licht der Welt. Bei nahezu einem Drittel der Entbindungen wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Hebammen in Deutschland

Laut einer Umfrage haben über 80 Prozent der Schwangeren während ihrer Schwangerschaft oder der Geburt Hilfe von einer Hebamme in Anspruch genommen. Die Anzahl der Hebammen und Entbindungspfleger in Deutschland ist in den letzten Jahren angewachsen. Gleichzeitig wächst jedoch auch der Anteil an Hebammen, die nur in Teilzeit arbeiten. Insgesamt ist so in den letzten Jahren die Anzahl an Hebammen in Relation zu den Lebendgeburten zurückgegangen. Im Jahr 2017 sind auf 1.000 Lebendgeburten 14,3 Hebammen gekommen. Sechs Jahre zuvor lag der Wert noch bei 15,9.

Schwangerschaftsabbrüche

Nicht jede Schwangerschaft ist gewollt. So gab es im Jahr 2019 rund 101.000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland. Die Anzahl der Abtreibungen ist seit der Jahrtausendwende jedoch stark zurückgegangen. Schwangerschaftsabbrüche sind grundsätzlich rechtswidrig unter bestimmten Bedingungen jedoch straffrei. So muss vor der Abtreibung eine Schwangerschaftskonfliktberatung gemacht werden oder eine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegen. Die meisten Abtreibungen werden in der Altersgruppe von 18 bis 25 Jahre in gynäkologischen Praxen durchgeführt. Über die Hälfte der Menschen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, sind ledig.


Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Geburten" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Kennzahlen zu Geburten in Deutschland

Schwangerschaft & Geburtsvorbereitung in Deutschland

Geburtsraten im internationalen Vergleich

Interessante Statistiken

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Geburten

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Entwicklung der Geburten in den letzten 20 Jahren

Seit Ende der 1990er-Jahre gingen die Geburtenzahlen in Deutschland deutlich zurück. Wurden 1997 noch über 810.000 Neugeborene gezählt, ging die Zahl der Geburten in den folgenden knapp 15 Jahren fast stetig zurück. Im Jahr 2011 wurde der Tiefstwert seit der Wiedervereinigung erreicht, das Statistische Bundesamt zählte in dem Jahr ca. 662.000 Geburten. In den folgenden fünf Jahren stiegen die Geburtenzahlen wieder deutlich an, seit 2017 lassen diese allerdings auch wieder nach. Gründe für den Anstieg der Geburten bis 2016 liegen unter anderem in einer erhöhten Zuwanderung und in einer Familienpolitik, aus der die Einführung des Elterngeldes und der Ausbau der Kinderbetreuung resultierten. Zudem spielt auch das sogenannte demografische Echo eine Rolle.

Was ist das demografische Echo?

Das demografische Echo beschreibt den Effekt, dass geburtenstarke Jahrgänge zyklisch wieder geburtenstarke Jahrgänge hervorrufen. So ist der Anstieg der Geburtenzahl bis zum Jahr 2016 auch auf die Kinder der Baby-Boomer zurückzuführen, die in dieser Zeit vermehrt selbst Nachwuchs bekommen haben. In der Zeit zwischen 2011 und 2016 stiegen die Geburtenzahlen in Deutschland um fast 20 Prozent.

Aktuelles Geburtengeschehen

Laut Eurostat-Angaben zur Anzahl der Geburten in Europa werden im Vergleich zu Deutschland in Großbritannien oder Frankreich deutlich mehr Kinder geboren. Dennoch belegte Deutschland im Jahr 2015 den dritten Platz bei der Anzahl der Lebendgeburten im europäischen Vergleich. Die Anzahl der Kinder pro Frau in Deutschland (Geburtenziffer) lag im Jahr 2019 bei 1,54. Demnach gab es in Deutschland ein Geburtendefizit. Zum Vergleich: Die Länder mit der höchsten Geburtenrate weltweit waren im selben Jahr mit mehr als sechs Geburten pro Frau Niger, Somalia und die Demokratische Republik Kongo. Angaben des Statistischen Bundesamts zur Anzahl der Geburten in Deutschland nach Bundesländern zufolge erblickten 2019 die meisten neugeborenen Deutschen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg das Licht der Welt. Bei nahezu einem Drittel der Entbindungen wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Hebammen in Deutschland

Laut einer Umfrage haben über 80 Prozent der Schwangeren während ihrer Schwangerschaft oder der Geburt Hilfe von einer Hebamme in Anspruch genommen. Die Anzahl der Hebammen und Entbindungspfleger in Deutschland ist in den letzten Jahren angewachsen. Gleichzeitig wächst jedoch auch der Anteil an Hebammen, die nur in Teilzeit arbeiten. Insgesamt ist so in den letzten Jahren die Anzahl an Hebammen in Relation zu den Lebendgeburten zurückgegangen. Im Jahr 2017 sind auf 1.000 Lebendgeburten 14,3 Hebammen gekommen. Sechs Jahre zuvor lag der Wert noch bei 15,9.

Schwangerschaftsabbrüche

Nicht jede Schwangerschaft ist gewollt. So gab es im Jahr 2019 rund 101.000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland. Die Anzahl der Abtreibungen ist seit der Jahrtausendwende jedoch stark zurückgegangen. Schwangerschaftsabbrüche sind grundsätzlich rechtswidrig unter bestimmten Bedingungen jedoch straffrei. So muss vor der Abtreibung eine Schwangerschaftskonfliktberatung gemacht werden oder eine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegen. Die meisten Abtreibungen werden in der Altersgruppe von 18 bis 25 Jahre in gynäkologischen Praxen durchgeführt. Über die Hälfte der Menschen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, sind ledig.


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