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Schwangerschaftsabbrüche Bundesländern und Beweggründen

Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland nach Bundesländern und Beweggründen im Jahr 2018

von Statista Research Department, zuletzt geändert am 09.08.2019
Schwangerschaftsabbrüche Bundesländern und Beweggründen 2018 wurden in Nordrhein-Westfalen 21.378 Schwangerschaften künstlich abgebrochen. Damit entfiel auf das bevölkerungsreichste Bundesland rund ein Fünftel der deutschlandweit vorgenommenen 100.986 Schwangerschaftsabbrüche. Rund 96 Prozent der Abbrüche erfolgte nach einer Beratung durch eine staatlich anerkannte Organisation. Medizinische oder kriminologische Indikationen waren in knapp vier Prozent der Fälle Grund des Abbruchs. Ein Fünftel der 20 Schwangerschaftsabbrüche infolge eines Sexualdelikts entfiel in diesem Jahr auf den Freistaat Bayern.
Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich rechtswidrig

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in der Bundesrepublik nach § 218 Strafgesetzbuch (StGB) grundsätzlich rechtswidrig. Er bleibt aber auf Grundlage der sogenannten Beratungsregelung unter bestimmten Bedingungen straffrei. Die Schwangere muss den Abbruch wollen und eine gesetzlich vorgeschriebene Schwangerschaftskonfliktberatung wahrgenommen haben. Außerdem ist ein Schwangerschaftsabbruch auf Basis einer medizinischen oder einer kriminologischen Indikation möglich. D.h. besteht eine erhebliche Gefahr für das Leben oder die körperliche und/ oder seelische Gesundheit der Frau, oder wurde die Frau Opfer eines Sexualdeliktes, dann ist ein Schwangerschaftsabbruch nicht rechtswidrig.

Rückgang, Methode und regionale Unterschiede

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche hat sich in den letzten zwanzig Jahren bundesweit um rund 30.000 reduziert. Besonders stark ausgeprägt ist der Rückgang in der Altersgruppe der 18 bis 25 Jahre alten Frauen, in der die meisten künstlichen Abbrüche vorgenommen werden. Dabei wurden mehr als 80 Prozent der Abbrüche ambulant in gynäkologischen Praxen vorgenommen. Häufigste Methode war mit knapp 60 Prozent die sogenannte Absaugmethode (Vakuumaspiration), gefolgt vom medikamentösen Schwangerschaftsabbruch mit rund 23 Prozent (Mifegyne). Regional stechen vor allem Berlin und Bremen mit den höchsten durchschnittlichen Schwangerschaftsabbruchraten von 114 bzw. 99 Abbrüchen je 10.000 Frauen hervor.
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Dr. Felix Wunderer

Dr. Felix Wunderer
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