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Vermögensverwaltung und Private Banking in der Schweiz

Die Schweiz zählt unter anderem aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Stabilität sowie der langen Tradition von Finanzgeschäften zu einem der bedeutendsten Finanzplätze der Welt. Die Bruttowertschöpfung der Finanzdienstleistungsbranche betrug im Jahr 2019 38,17 Milliarden Schweizer Franken, was einem Anteil an der gesamten Schweizerischen Bruttowertschöpfung von 5,4 Prozent entsprach. Sie trägt somit einen wesentlichen Anteil zur Wertschöpfung und damit zum Wohlstand der gesamten Bevölkerung bei.

In mehreren Hinsichten zählt die Schweiz zu den wohlhabendsten Ländern der Welt, u.a. beim Privatvermögen. Im weltweiten Vergleich nimmt die Schweiz eine der vorderen Ränge ein, gemessen an den meisten Milliardären bzw. Millionären. Das Vermögen der 300 reichsten Personen in der Schweiz bezifferte sich 2020 auf 707 Milliarden Euro. Im Jahr 2019 lag das private Brutto-Geldvermögen bei rund 2,53 Billionen Euro, was einem Pro-Kopf-Geldvermögen (netto) von 195.388 Euro entsprach.
Nicht zuletzt durch den herausragenden Ruf der Finanzbranche und dem hohen Vermögensniveau der Bevölkerung spielt die Vermögensverwaltung und das Private Banking eine erhebliche Rolle. Das Private Banking umfasst alle kundenorientierten, bedürfnisorientierten, beratungsintensiven, individuellen und qualitativ hochwertigen Dienstleistungen für die vermögende Privatklientel. Dabei sind die Kerndienstleistungen die Vermögensverwaltung und die Anlageberatung. Das Private Banking zeichnet sich durch eine persönliche, langfristige, auf Vertrauen und Diskretion basierende Beziehung zwischen Anbietern und Kunden aus. Der Zugang zu einem solchen Private Banking ist begrenzt, aber nicht klar definiert. In der Regel liegt die Einstiegsgröße jedoch zwischen 100.000 und 5 Millionen Schweizer Franken. Darüber hinaus spielt nicht nur das Vermögen eine wichtige Rolle, sondern auch das Potenzial, welches von den Kunden ausgeht. Kunden, die ein Potenzial dieser Größe aufweisen, bezeichnet man auch als High-Net-Worth-Individual bzw. Ultra-High-Net-Worth-Individual.

Die Vermögensbilanz in der Schweiz

Die Vermögensbilanz der privaten Haushalte in der Schweiz umfasst auf der Aktivseite die zu Marktpreisen bewerteten Immobilien und die Forderungen (Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionkassen, Bargeld und Einlagen, Aktien und andere Anteilsrechte, Anteile an kollektiven Kapitalanlagen, Schuldtitel). Auf der Passivseite werden die Verpflichtungen (Kredite und sonstige Verpflichtungen) dargestellt. Außerdem ist dort, als Saldo, das Reinvermögen dargestellt.
Anders ausgedrückt: die Summe aus Forderungen und Immobilien abzüglich der Verpflichtungen ergibt das Reinvermögen, das im Jahr 2019 bei 3,92 Billionen Schweizer Franken lag. Seit 2009 ist es kontinuierlich gestiegen.

Der Stellenwert Schweizer Banken

Den Banken in der Schweiz kommt bei der Vermögensverwaltung eine bedeutende Rolle zu. Sie verwalteten im Jahr 2019 ein Vermögen von rund 7,8 Billionen Schweizer Franken. In der globalen grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung ist der Finanzplatz Schweiz mit einem verwalteten Vermögen von 2,3 Billionen Schweizer Franken weltweit führend. Die Schweizer Banken werden nach Tätigkeit und Merkmalen in acht Gruppen unterteilt. Zu den Gruppen gehören beispielsweise die Groß- und Kantonalbanken aber auch Privatbankiers. Insgesamt gab es 2019 246 Banken, die eine Bilanzsumme von 3,32 Billionen Schweizer Franken erzielten. Gemessen am Verwaltungsvermögen im Jahr 2019 nahm die Großbank UBS mit einem Vermögen von 903 Milliarden Schweizer Franken den ersten Rang ein. Auf den folgenden Plätzen lagen die Pictet (576 Mrd. CHF) und die Credit Suisse (438 Mrd. CHF).

Traditionsreiche Schweizer Privatbankiers

Zu den traditionsreichsten und ältesten Schweizer Banken mit langjähriger Geschichte gehören Privatbankiers, welche als Vermögensverwalter für in- und ausländische Kunden tätig sind. Sie stellen aufgrund ihrer unbeschränkten Haftung eine Besonderheit im Private Banking dar. Anders als andere Banken sind Privatbankiers in der Form der Einzelgesellschaft, der Kollektivgesellschaft oder der Kommanditgesellschaft organisiert. Darüber hinaus haften die Gesellschafter mit ihrem persönlichen Vermögen und sind alleine entscheidungsbefugt. Viele ehemalige Privatbankiers haben infolge der Finanzkrise und neuen regulatorischen und steuertechnischen Risiken im Jahr 2014 ihre Rechtsstruktur und Gesellschaftsform geändert. Diese Umstrukturierungen wirkten sich deutlich auf die Zahlen aus. Die Bankengruppe Privatbankiers wies nach der Umstrukturierung im Jahr 2014 eine Bilanzsumme von 7,4 Mrd. Franken aus. Verglichen zum Vorjahr 2013 bedeutet dies einen Rückgang von 58,23 Mrd. Franken. Im Jahr 2019 erzielten die fünf bestehenden Privatbankiers einen Gewinn von 66,05 Mio. Franken und beschäftigten 534 Mitarbeitende.

Unabhängige Vermögensverwalter

Im Gegensatz zu Schweizer Banken sind unabhängige Vermögensverwalter nicht direkt der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die unabhängigen Vermögensverwalter gehören zwar nicht zu einer Bank und sind insofern unabhängig, jedoch stehen sie mit Banken in Verbindung. So wird beispielsweise das Anlagegeld der Kunden auf den so genannten Depotbanken platziert. Der Berufsverband der Vermögensverwalter in der Schweiz (VSV) zählte im Jahr 2019 1.428 unabhängige Vermögensverwalter. Rund 55 Prozent verwalteten zum genannten Zeitpunkt ein Vermögen von über 100 Mio. Schweizer Franken.

Schweizer Fondsmarkt

Das Vermögen der Anlagefonds in der Schweiz erreichte Ende 2020 einen Gesamtwert von 1.324,6 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 86,3 Milliarden Franken oder 6,5 Prozent. Auf Jahresbasis betrugen die Mittelzuflüsse im Schweizerischen Fondsmarkt rund 28,7 Milliarden Schweizer Franken. Die Fonds umfassen Aktien-, Obligationen-, Geldmarkt-, Anlagestrategie-, Rohstoff-, Immobilien- und andere Fonds sowie alternative Anlagen. Am meisten Gelder wurden dabei in Obligationen-bzw. Aktienfonds investiert. Aktienfonds erreichten im Jahr 2020 mit Abstand am meisten Volumen mit 583,8 Milliarden Schweizer Franken, gefolgt von Obligationenfonds (405,3 Mrd. CHF) und Anlagestrategiefonds (138,2 Mrd. CHF).

Trend der Nachhaltigen Geldanlage

Bei nachhaltigen Geldanlagen liegt der Fokus auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Unternehmen oder Projekten. Neben den finanziellen Aspekten stehen ökologische, gesellschaftliche und ethische Aspekte im Vordergrund. Das Volumen nachhaltiger Investmentfonds und Mandate in der Schweiz belief sich im Jahr 2019 auf zusammen 626 Milliarden Schweizer Franken. Zu den am weitesten verbreiteten nachhaltigen Anlagestrategien gehörten 2019 ESG Integration, Ausschlüsse und Engagement. Das Volumen von Ausschlüssen etwa kam auf 403 Milliarden Schweizer Franken. Bei diesem Ansatz werden systematisch bestimmte Investments oder Investmentklassen wie Unternehmen, Branchen oder Länder vom Investment-Universum ausgeschlossen, wenn diese gegen spezifische Kriterien verstoßen. Zu den Top 10 der Ausschlusskriterien bei nachhaltigen Anlagen in der Schweiz zählten beispielsweise Waffen und Rüstung, Kernenergie oder Arbeitsrechtsverletzungen. Mit 42 Prozent waren Aktien die Assetklasse, in der nachhaltige Anlagen im Jahr 2019 am häufigsten investiert waren.

Digitalisierung der Vermögensverwaltung - Robo Advisor

Ein Robo-Advisor ist ein Online-Tool zur automatisierten Vermögensverwaltung. Charakteristisch für Robo-Advice sind grundsätzlich zwei Merkmale:
  • Die (nahezu vollständig) fehlende menschliche Interaktion. Der Kunde kommuniziert ausschließlich mit einem Computer, menschliche Eingriffe in den Beratungsprozess fehlen quasi komplett.
  • Die erbrachte Dienstleistung beruht auf einem Algorithmus. Auf Basis der Dateneingabe durch den Kunden (beispielsweise Alter, Beruf und Anlageziel) wird diesem eine individuelle Lösung vorgeschlagen.
Laut des Statista Digital Market Outlooks wird sich das verwaltete Vermögen der Robo-Advisors weltweit bis zum Jahr 2021 auf rund 1,21 Billionen Euro erhöhen. Die Anzahl der Robo-Advice-Nutzer soll im entsprechenden Jahr bei etwa 293 Millionen liegen. Mit der wachsenden Nutzeranzahl geht weltweit gleichzeitig ein Anstieg des durchschnittlichen Pro-Kopf-Anlagevolumens einher.
In der Schweiz zeichnet sich gemäß des Statista DMOs ein ähnliches Bild, allerdings in geringeren Dimensionen. Bis zum Jahr 2021 wird das verwaltete Vermögen der Robo-Advisors auf rund 3,02 Milliarden ansteigen. Die Anzahl der Nutzer wird bis 2021 auf ca. 4,4 Millionen wachsen. Ähnlich des durchschnittlichen Pro-Kopf-Anlagevolumens weltweit ist bis zum Jahr 2021 in der Schweiz ein Anstieg des selbigen zu verzeichnen.


Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Vermögensverwaltung und Private Banking in der Schweiz" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Vermögensbilanz

Privater Reichtum

Banken

Privatbankiers

Unabhängige Vermögensverwalter

Fondsmarkt

Nachhaltige Geldanlage

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Interessante Statistiken

In den folgenden 9 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 56 Statistiken aus dem Thema "Vermögensverwaltung und Private Banking in der Schweiz".

Vermögensverwaltung und Private Banking in der Schweiz

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Vermögensverwaltung und Private Banking in der Schweiz

Die Schweiz zählt unter anderem aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Stabilität sowie der langen Tradition von Finanzgeschäften zu einem der bedeutendsten Finanzplätze der Welt. Die Bruttowertschöpfung der Finanzdienstleistungsbranche betrug im Jahr 2019 38,17 Milliarden Schweizer Franken, was einem Anteil an der gesamten Schweizerischen Bruttowertschöpfung von 5,4 Prozent entsprach. Sie trägt somit einen wesentlichen Anteil zur Wertschöpfung und damit zum Wohlstand der gesamten Bevölkerung bei.

In mehreren Hinsichten zählt die Schweiz zu den wohlhabendsten Ländern der Welt, u.a. beim Privatvermögen. Im weltweiten Vergleich nimmt die Schweiz eine der vorderen Ränge ein, gemessen an den meisten Milliardären bzw. Millionären. Das Vermögen der 300 reichsten Personen in der Schweiz bezifferte sich 2020 auf 707 Milliarden Euro. Im Jahr 2019 lag das private Brutto-Geldvermögen bei rund 2,53 Billionen Euro, was einem Pro-Kopf-Geldvermögen (netto) von 195.388 Euro entsprach.
Nicht zuletzt durch den herausragenden Ruf der Finanzbranche und dem hohen Vermögensniveau der Bevölkerung spielt die Vermögensverwaltung und das Private Banking eine erhebliche Rolle. Das Private Banking umfasst alle kundenorientierten, bedürfnisorientierten, beratungsintensiven, individuellen und qualitativ hochwertigen Dienstleistungen für die vermögende Privatklientel. Dabei sind die Kerndienstleistungen die Vermögensverwaltung und die Anlageberatung. Das Private Banking zeichnet sich durch eine persönliche, langfristige, auf Vertrauen und Diskretion basierende Beziehung zwischen Anbietern und Kunden aus. Der Zugang zu einem solchen Private Banking ist begrenzt, aber nicht klar definiert. In der Regel liegt die Einstiegsgröße jedoch zwischen 100.000 und 5 Millionen Schweizer Franken. Darüber hinaus spielt nicht nur das Vermögen eine wichtige Rolle, sondern auch das Potenzial, welches von den Kunden ausgeht. Kunden, die ein Potenzial dieser Größe aufweisen, bezeichnet man auch als High-Net-Worth-Individual bzw. Ultra-High-Net-Worth-Individual.

Die Vermögensbilanz in der Schweiz

Die Vermögensbilanz der privaten Haushalte in der Schweiz umfasst auf der Aktivseite die zu Marktpreisen bewerteten Immobilien und die Forderungen (Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionkassen, Bargeld und Einlagen, Aktien und andere Anteilsrechte, Anteile an kollektiven Kapitalanlagen, Schuldtitel). Auf der Passivseite werden die Verpflichtungen (Kredite und sonstige Verpflichtungen) dargestellt. Außerdem ist dort, als Saldo, das Reinvermögen dargestellt.
Anders ausgedrückt: die Summe aus Forderungen und Immobilien abzüglich der Verpflichtungen ergibt das Reinvermögen, das im Jahr 2019 bei 3,92 Billionen Schweizer Franken lag. Seit 2009 ist es kontinuierlich gestiegen.

Der Stellenwert Schweizer Banken

Den Banken in der Schweiz kommt bei der Vermögensverwaltung eine bedeutende Rolle zu. Sie verwalteten im Jahr 2019 ein Vermögen von rund 7,8 Billionen Schweizer Franken. In der globalen grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung ist der Finanzplatz Schweiz mit einem verwalteten Vermögen von 2,3 Billionen Schweizer Franken weltweit führend. Die Schweizer Banken werden nach Tätigkeit und Merkmalen in acht Gruppen unterteilt. Zu den Gruppen gehören beispielsweise die Groß- und Kantonalbanken aber auch Privatbankiers. Insgesamt gab es 2019 246 Banken, die eine Bilanzsumme von 3,32 Billionen Schweizer Franken erzielten. Gemessen am Verwaltungsvermögen im Jahr 2019 nahm die Großbank UBS mit einem Vermögen von 903 Milliarden Schweizer Franken den ersten Rang ein. Auf den folgenden Plätzen lagen die Pictet (576 Mrd. CHF) und die Credit Suisse (438 Mrd. CHF).

Traditionsreiche Schweizer Privatbankiers

Zu den traditionsreichsten und ältesten Schweizer Banken mit langjähriger Geschichte gehören Privatbankiers, welche als Vermögensverwalter für in- und ausländische Kunden tätig sind. Sie stellen aufgrund ihrer unbeschränkten Haftung eine Besonderheit im Private Banking dar. Anders als andere Banken sind Privatbankiers in der Form der Einzelgesellschaft, der Kollektivgesellschaft oder der Kommanditgesellschaft organisiert. Darüber hinaus haften die Gesellschafter mit ihrem persönlichen Vermögen und sind alleine entscheidungsbefugt. Viele ehemalige Privatbankiers haben infolge der Finanzkrise und neuen regulatorischen und steuertechnischen Risiken im Jahr 2014 ihre Rechtsstruktur und Gesellschaftsform geändert. Diese Umstrukturierungen wirkten sich deutlich auf die Zahlen aus. Die Bankengruppe Privatbankiers wies nach der Umstrukturierung im Jahr 2014 eine Bilanzsumme von 7,4 Mrd. Franken aus. Verglichen zum Vorjahr 2013 bedeutet dies einen Rückgang von 58,23 Mrd. Franken. Im Jahr 2019 erzielten die fünf bestehenden Privatbankiers einen Gewinn von 66,05 Mio. Franken und beschäftigten 534 Mitarbeitende.

Unabhängige Vermögensverwalter

Im Gegensatz zu Schweizer Banken sind unabhängige Vermögensverwalter nicht direkt der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die unabhängigen Vermögensverwalter gehören zwar nicht zu einer Bank und sind insofern unabhängig, jedoch stehen sie mit Banken in Verbindung. So wird beispielsweise das Anlagegeld der Kunden auf den so genannten Depotbanken platziert. Der Berufsverband der Vermögensverwalter in der Schweiz (VSV) zählte im Jahr 2019 1.428 unabhängige Vermögensverwalter. Rund 55 Prozent verwalteten zum genannten Zeitpunkt ein Vermögen von über 100 Mio. Schweizer Franken.

Schweizer Fondsmarkt

Das Vermögen der Anlagefonds in der Schweiz erreichte Ende 2020 einen Gesamtwert von 1.324,6 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 86,3 Milliarden Franken oder 6,5 Prozent. Auf Jahresbasis betrugen die Mittelzuflüsse im Schweizerischen Fondsmarkt rund 28,7 Milliarden Schweizer Franken. Die Fonds umfassen Aktien-, Obligationen-, Geldmarkt-, Anlagestrategie-, Rohstoff-, Immobilien- und andere Fonds sowie alternative Anlagen. Am meisten Gelder wurden dabei in Obligationen-bzw. Aktienfonds investiert. Aktienfonds erreichten im Jahr 2020 mit Abstand am meisten Volumen mit 583,8 Milliarden Schweizer Franken, gefolgt von Obligationenfonds (405,3 Mrd. CHF) und Anlagestrategiefonds (138,2 Mrd. CHF).

Trend der Nachhaltigen Geldanlage

Bei nachhaltigen Geldanlagen liegt der Fokus auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Unternehmen oder Projekten. Neben den finanziellen Aspekten stehen ökologische, gesellschaftliche und ethische Aspekte im Vordergrund. Das Volumen nachhaltiger Investmentfonds und Mandate in der Schweiz belief sich im Jahr 2019 auf zusammen 626 Milliarden Schweizer Franken. Zu den am weitesten verbreiteten nachhaltigen Anlagestrategien gehörten 2019 ESG Integration, Ausschlüsse und Engagement. Das Volumen von Ausschlüssen etwa kam auf 403 Milliarden Schweizer Franken. Bei diesem Ansatz werden systematisch bestimmte Investments oder Investmentklassen wie Unternehmen, Branchen oder Länder vom Investment-Universum ausgeschlossen, wenn diese gegen spezifische Kriterien verstoßen. Zu den Top 10 der Ausschlusskriterien bei nachhaltigen Anlagen in der Schweiz zählten beispielsweise Waffen und Rüstung, Kernenergie oder Arbeitsrechtsverletzungen. Mit 42 Prozent waren Aktien die Assetklasse, in der nachhaltige Anlagen im Jahr 2019 am häufigsten investiert waren.

Digitalisierung der Vermögensverwaltung - Robo Advisor

Ein Robo-Advisor ist ein Online-Tool zur automatisierten Vermögensverwaltung. Charakteristisch für Robo-Advice sind grundsätzlich zwei Merkmale:
  • Die (nahezu vollständig) fehlende menschliche Interaktion. Der Kunde kommuniziert ausschließlich mit einem Computer, menschliche Eingriffe in den Beratungsprozess fehlen quasi komplett.
  • Die erbrachte Dienstleistung beruht auf einem Algorithmus. Auf Basis der Dateneingabe durch den Kunden (beispielsweise Alter, Beruf und Anlageziel) wird diesem eine individuelle Lösung vorgeschlagen.
Laut des Statista Digital Market Outlooks wird sich das verwaltete Vermögen der Robo-Advisors weltweit bis zum Jahr 2021 auf rund 1,21 Billionen Euro erhöhen. Die Anzahl der Robo-Advice-Nutzer soll im entsprechenden Jahr bei etwa 293 Millionen liegen. Mit der wachsenden Nutzeranzahl geht weltweit gleichzeitig ein Anstieg des durchschnittlichen Pro-Kopf-Anlagevolumens einher.
In der Schweiz zeichnet sich gemäß des Statista DMOs ein ähnliches Bild, allerdings in geringeren Dimensionen. Bis zum Jahr 2021 wird das verwaltete Vermögen der Robo-Advisors auf rund 3,02 Milliarden ansteigen. Die Anzahl der Nutzer wird bis 2021 auf ca. 4,4 Millionen wachsen. Ähnlich des durchschnittlichen Pro-Kopf-Anlagevolumens weltweit ist bis zum Jahr 2021 in der Schweiz ein Anstieg des selbigen zu verzeichnen.


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