Statistiken zu Nachhaltigen Geldanlagen und Banken in der Schweiz

Bei nachhaltigen Geldanlagen liegt der Fokus auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Unternehmen oder Projekten. Neben den finanziellen Aspekten stehen ökologische, gesellschaftliche und ethische Aspekte im Vordergrund. Das Volumen nachhaltiger Anlagen in der Schweiz belief sich im Jahr 2016 auf rund 266,3 Milliarden Schweizer Franken. Es setzte sich zusammen aus nachhaltigem Vermögen von Asset Ownern (104,5 Milliarden Schweizer Franken), nachhaltigen Mandaten (97,6 Milliarden Schweizer Franken) sowie nachhaltigen Investmentfonds (64,2 Milliarden Schweizer Franken). Von 2008 bis 2016 war bei nachhaltigen Investmentfonds und Mandaten ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen, von 20,3 auf 161,8 Milliarden Schweizer Franken. Die Marktanteile der drei größten Asset Manager in der Schweiz bei nachhaltigen Geldanlagen betrugen im Jahr 2016 16,7 Prozent (J. Safra Sarasin), 14,6 Prozent (UBS) und 11 Prozent (Credit Suisse).

Nachhaltige Banken sind Geldinstitute, deren Geschäftstätigkeit sich nicht auf die Gewinnmaximierung konzentriert, sondern auf die Finanzierung ökologischer, sozialer und ethischer Projekte. Entsprechend prägen soziale und ökologische Grundsätze ihr Investitions-, Anlage- und Finanzierungsgeschäft. So machen nachhaltige Geldinstitute etwa nur Geschäfte mit ethisch vertretbaren Unternehmen.

Die Freie Gemeinschaftsbank arbeitet, basierend auf anthroposophischen Erkenntnissen, mit Personen und Institutionen zusammen, die sich für Mensch, Tier, Pflanze und Erde einsetzen. Sie will gemeinnützige bzw. der Allgemeinheit dienende Initiativen fördern. Ihre Bilanzsumme belief sich im Jahr 2016 auf rund 271,93 Millionen Schweizer Franken. Ihr Kreditvolumen betrug im gleichen Jahr rund 197,85 Millionen Schweizer Franken, wobei die drei Kreditbereiche Wohnen, freie Schulen und Kindergärten sowie überprüfte biologische Landwirtschaft mit insgesamt 128,7 Millionen Schweizer Franken den größten Teil ausmachten. Im Jahr 2016 hatten die Kundengelder der Freien Gemeinschaftsbank eine Höhe von rund 251,91 Millionen Schweizer Franken. Die Bank zählte rund 5.000 Kunden und etwa 20 Mitarbeiter.

Die Alternative Bank Schweiz ist eine sozial und ökologisch orientierte Bank, die ihre ethischen Grundsätze stets in den Fokus rückt. Kundengelder investiert sie langfristig in Projekte und Unternehmen, die ihrer Ausrichtung entsprechen. Bei den Arbeitsbedingungen legt sie Wert auf die Gleichstellung der Geschlechter und arbeitet ohne Bonussystem. Im Jahr 2016 betrug ihre Bilanzsumme rund 1,65 Milliarden Schweizer Franken. Die Kundengelder beliefen sich auf rund 1,5 Milliarden Schweizer Franken. Die Kundenausleihungen erreichten eine Höhe von 1,21 Milliarden Schweizer Franken, wobei 84 Prozent der Kredite einen sozialen bzw. ökologischen Mehrwert hatten. Etwa 100 Mitarbeiter betreuten circa 31.600 Kunden.

Die Bank Coop bzw. Bank Cler (seit 20. Mai 2017), die Zürcher Kantonalbank sowie die Privatbank J. Safra Sarasin sind zwar keine klassischen Nachhaltigkeitsbanken, haben aber einen starken Nachhaltigkeitsfokus. Die Bank Coop/Bank Cler hebt ihr soziales Gewissen hervor und legt Wert auf partnerschaftliche Beziehungen zu ihren Kunden. Die Zürcher Kantonalbank vereint wirtschaftliches Handeln mit Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. J. Safra Sarasin gilt als Vorreiter im Bereich nachhaltiger Finanzanlagen.

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Nachhaltige Geldanlagen und Banken in der Schweiz - Wichtige Statistiken

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