Statistiken zu Nachhaltigen Geldanlagen und Banken in der Schweiz

Bei nachhaltigen Geldanlagen liegt der Fokus auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Unternehmen oder Projekten. Neben den finanziellen Aspekten stehen ökologische, gesellschaftliche und ethische Aspekte im Vordergrund.

Das Volumen nachhaltiger Investmentfonds und Mandate in der Schweiz belief sich im Jahr 2017 auf zusammen 108,6 Milliarden Schweizer Franken. Zu den am weitesten verbreiteten nachhaltigen Anlagestrategien gehörten 2017 Ausschlüsse, ESG Integration und normbasiertes Screening. Das Volumen von Ausschlüssen etwa kam auf 98,7 Milliarden Schweizer Franken. Bei diesem Ansatz werden systematisch bestimmte Investments oder Investmentklassen wie Unternehmen, Branchen oder Länder vom Investment-Universum ausgeschlossen, wenn diese gegen spezifische Kriterien verstoßen. Zu den Top 10 der Ausschlusskriterien bei nachhaltigen Anlagen in der Schweiz zählten beispielsweise Waffen und Rüstung, Kernenergie oder Arbeitsrechtsverletzungen. Mit 59 Prozent waren Aktien die Assetklasse, in der nachhaltige Anlagen im Jahr 2017 am häufigsten investiert waren.

Nachhaltige Banken sind Geldinstitute, deren Geschäftstätigkeit sich nicht auf die Gewinnmaximierung konzentriert, sondern auf die Finanzierung ökologischer, sozialer und ethischer Projekte. Entsprechend prägen soziale und ökologische Grundsätze ihr Investitions-, Anlage- und Finanzierungsgeschäft. So machen nachhaltige Geldinstitute etwa nur Geschäfte mit ethisch vertretbaren Unternehmen.

Die Alternative Bank Schweiz ist eine sozial und ökologisch orientierte Bank, die ihre ethischen Grundsätze stets in den Fokus rückt. Kundengelder investiert sie langfristig in Projekte und Unternehmen, die ihrer Ausrichtung entsprechen. Bei den Arbeitsbedingungen legt sie Wert auf die Gleichstellung der Geschlechter und arbeitet ohne Bonussystem. Im Jahr 2017 betrug ihre Bilanzsumme 1,74 Milliarden Schweizer Franken. Die Kundengelder beliefen sich auf rund 1,56 Milliarden Schweizer Franken. Die Kundenausleihungen erreichten eine Höhe von 1,33 Milliarden Schweizer Franken, wobei 84 Prozent der Kredite einen sozialen bzw. ökologischen Mehrwert hatten. 107 Mitarbeiter betreuten 32.831 Kunden.

Die Freie Gemeinschaftsbank arbeitet, basierend auf anthroposophischen Erkenntnissen, mit Personen und Institutionen zusammen, die sich für Mensch, Tier, Pflanze und Erde einsetzen. Sie fördert verantwortungsvolle und zukunftsgerichtete gemeinnützige Initiativen. Ihre Bilanzsumme belief sich im Jahr 2017 auf 275,01 Millionen Schweizer Franken. Ihr Kreditvolumen betrug im gleichen Jahr 216,43 Millionen Schweizer Franken, wobei die drei Kreditbereiche Wohnen, freie Schulen und Kindergärten sowie gemeinschaftliches Wohnen mit insgesamt 146,3 Millionen Schweizer Franken den größten Teil ausmachten. Im Jahr 2017 hatten die Kundengelder der Freien Gemeinschaftsbank eine Höhe von 254,81 Millionen Schweizer Franken. Die Bank zählte 4.974 Kunden und 23 Mitarbeiter.

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