Statistiken zur Politik in der Schweiz

In der Schweiz spielen die direkte Demokratie und damit die Volksabstimmungen eine wichtige Rolle im politischen System: Bis zu vier Mal im Jahr wird auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene über verschiedene Gesetze und Volksinitiativen abgestimmt. Im Jahr 2017 wurde über 7 landesweite Vorlagen abgestimmt, wobei sich im Durchschnitt 45,6 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten. Die bisher höchste Stimmbeteiligung erreichte mit 78,7 Prozent die Abstimmung über einen Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) am 6. Dezember 1992 (abgelehnt).

Die wichtigste politische Institution in der Schweiz ist der Nationalrat, die Abgeordnetenkammer des Parlaments (die Länderkammer ist der Ständerat). Bei der letzten Nationalratswahl am 18. Oktober 2015 erreichte die SVP mit 29,4 Prozent die meisten Stimmen, gefolgt von der SP mit 18,8 Prozent und der FDP mit 16,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,4 Prozent. Eine Legislaturperiode dauert vier Jahre. Zwischen den Wahlterminen wird die aktuelle Parteipräferenz über die Sonntagsfrage ermittelt. Im Gegensatz zu anderen Ländern setzt sich die siebenköpfige Regierung, in der Schweiz Bundesrat genannt, nicht auf Basis einer Koalition zusammen, sondern wird nach dem Konkordanzprinzip ("Zauberformel") besetzt: Die drei stärksten Parteien stellen jeweils zwei, die viertgrößte einen Bundesrat. Diese sind mit Ministern vergleichbar; der Posten des vorsitzenden Bundespräsidenten wechselt jährlich unter den Regierungsmitgliedern.

Die mitgliederstärkste Partei in der Schweiz ist nach Zahlen aus dem Februar 2015 - neuere Werte liegen nicht vor - die FDP mit 120.000 Mitgliedern, gefolgt von der CVP mit 100.000 und der SVP mit 90.000. Die Partei mit der höchsten Glaubwürdigkeit ist laut einer Anfang 2018 durchgeführten Umfrage die SVP: 29 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass sie sich voll und ganz für die Themen und Werte einsetze, die sie nach außen vertritt. Allerdings waren auch 35 Prozent genau gegenteiliger Ansicht. Die höchste Kompetenz wird der SVP laut einer weiteren Erhebung aus dem September 2018 in den Bereichen Sicherheit, Migration, Europa und Arbeitslosigkeit zugesprochen. Die SP kann hier auf den Feldern Gesundheit und Altersvorsorge punkten, die FDP bei der Digitalisierung und die GPS bei Klimawandel und Umweltschutz.

35 Prozent der Schweizer zeigten sich in einer Ende 2017 durchgeführten Befragung zufrieden mit der Politik in der Schweiz, 45 Prozent hingegen waren unzufrieden. Eine weitere Umfrage im April 2018 ergab, dass 48 Prozent einfache Anpassungen und 34 Prozent sogar grundlegende Veränderungen des politischen Systems für notwendig halten. Als wichtigste Probleme der Schweiz wurden im Sommer 2017 die Altersvorsorge, die Arbeitslosigkeit sowie die Ausländer genannt.

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