Statistiken zu den Staatsfinanzen in Österreich

Die Staatsfinanzen umfassen die Haushalte des Bundes, der Bundesländer, der Gemeinden sowie der Sozialversicherungen. Die Staatsverschuldung von Österreich betrug im Jahr 2020 rund 315,2 Milliarden Euro und stieg damit aufgrund der Einnahmeausfälle und staatlichen Hilfszahlungen während der Corona-Pandemie erheblich gegenüber dem Vorjahr. Die entsprechende Staatsschuldenquote schnellte auf 83,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Höhe. Im EU-Vergleich der Schuldenquoten liegt Österreich zwar weiter unter dem Durchschnitt aller Länder, aber deutlich über dem sog. Maastricht-Kriterium von 60 Prozent. Bei einer im Sommer 2020 durchgeführten Umfrage stimmten 62 Prozent der Österreicher der Aussage zu, dass Maßnahmen zur Verringerung des öffentlichen Defizits und der Verschuldung in Österreich keinen Aufschub duldeten - vor der Corona-Krise hatten dies im Herbst 2019 noch 79 Prozent so gesehen; die Prioritäten haben sich hier also sichtlich geändert.

Staatlicher Haushaltssaldo

Statistik: Öffentlicher Haushaltssaldo von Österreich | Statista Der öffentliche Haushaltssaldo von Österreich, also die Differenz zwischen Staatseinnahmen und Staatsausgaben, lag 2020 mit rund -33,2 Milliarden Euro so tief im Minus wie noch nie zuvor, aus den oben genannten Gründen. Daraus ergab sich eine Defizitquote von -8,9 Prozent des BIP, was ebenfalls einen Negativrekord darstellt. Im europäischen Vergleich befand sich Österreich damit unter jenen Ländern, die pandemiebedingt besonders tiefe Lücken im Staatshaushalt aufwiesen.

Staatseinnahmen und Staatsausgaben

Im Jahr 2020 nahm der Staat in Österreich rund 184,2 Milliarden Euro ein und gab circa 217,4 Milliarden Euro aus. Die Abgabenquote, d.h. das Verhältnis der Staatseinnahmen zum BIP, lag bei 49 Prozent und die Staatsquote, die das gleiche für die Staatsausgaben misst, bei 57,9 Prozent. Während die Einnahmen damit aufgrund des Wirtschaftsabschwungs merklich sanken, wurden die Ausgaben massiv ausgeweitet, um Unternehmen und Arbeitnehmer in der Corona-Krise zu unterstützen. So baute der Staat seine ohnehin schon starke Position in der nationalen Volkswirtschaft weiter aus; die Staatsquote ist die vierthöchste in der EU. Die wichtigste Einnahmequelle des österreichischen Staats waren die Sozialbeiträge mit rund 61 Milliarden Euro; den mit Abstand größten Ausgabeposten stellte die Soziale Sicherung mit circa 86,8 Milliarden Euro dar.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Staatsfinanzen in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

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Statistiken zu den Staatsfinanzen in Österreich

Die Staatsfinanzen umfassen die Haushalte des Bundes, der Bundesländer, der Gemeinden sowie der Sozialversicherungen. Die Staatsverschuldung von Österreich betrug im Jahr 2020 rund 315,2 Milliarden Euro und stieg damit aufgrund der Einnahmeausfälle und staatlichen Hilfszahlungen während der Corona-Pandemie erheblich gegenüber dem Vorjahr. Die entsprechende Staatsschuldenquote schnellte auf 83,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Höhe. Im EU-Vergleich der Schuldenquoten liegt Österreich zwar weiter unter dem Durchschnitt aller Länder, aber deutlich über dem sog. Maastricht-Kriterium von 60 Prozent. Bei einer im Sommer 2020 durchgeführten Umfrage stimmten 62 Prozent der Österreicher der Aussage zu, dass Maßnahmen zur Verringerung des öffentlichen Defizits und der Verschuldung in Österreich keinen Aufschub duldeten - vor der Corona-Krise hatten dies im Herbst 2019 noch 79 Prozent so gesehen; die Prioritäten haben sich hier also sichtlich geändert.

Staatlicher Haushaltssaldo

Statistik: Öffentlicher Haushaltssaldo von Österreich | Statista Der öffentliche Haushaltssaldo von Österreich, also die Differenz zwischen Staatseinnahmen und Staatsausgaben, lag 2020 mit rund -33,2 Milliarden Euro so tief im Minus wie noch nie zuvor, aus den oben genannten Gründen. Daraus ergab sich eine Defizitquote von -8,9 Prozent des BIP, was ebenfalls einen Negativrekord darstellt. Im europäischen Vergleich befand sich Österreich damit unter jenen Ländern, die pandemiebedingt besonders tiefe Lücken im Staatshaushalt aufwiesen.

Staatseinnahmen und Staatsausgaben

Im Jahr 2020 nahm der Staat in Österreich rund 184,2 Milliarden Euro ein und gab circa 217,4 Milliarden Euro aus. Die Abgabenquote, d.h. das Verhältnis der Staatseinnahmen zum BIP, lag bei 49 Prozent und die Staatsquote, die das gleiche für die Staatsausgaben misst, bei 57,9 Prozent. Während die Einnahmen damit aufgrund des Wirtschaftsabschwungs merklich sanken, wurden die Ausgaben massiv ausgeweitet, um Unternehmen und Arbeitnehmer in der Corona-Krise zu unterstützen. So baute der Staat seine ohnehin schon starke Position in der nationalen Volkswirtschaft weiter aus; die Staatsquote ist die vierthöchste in der EU. Die wichtigste Einnahmequelle des österreichischen Staats waren die Sozialbeiträge mit rund 61 Milliarden Euro; den mit Abstand größten Ausgabeposten stellte die Soziale Sicherung mit circa 86,8 Milliarden Euro dar.

Interessante Statistiken

In den folgenden 3 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 18 Statistiken aus dem Thema "Staatsfinanzen in Österreich".

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