Statistiken zum Markt für Speisefische und Meeresfrüchte

Fisch gilt aufgrund seines Gehalts an Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß und Mineralstoffen als gesundes Lebensmittel. Über 14 Kilogramm Fisch isst ein:e Verbraucher:in in Deutschland im Durchschnitt. Im weltweiten Vergleich ist der Pro-Kopf-Konsum von Fisch hierzulande aber eher niedrig. So liegt der Verbrauch von Fisch weltweit bei 20 Kilogramm pro Person. Während der Konsum in Deutschland in den letzten Jahren stagniert, wächst der Verbrauchermarkt für Fischerzeugnisse weltweit. Die international anziehende Nachfrage nach Fisch trägt zu steigenden Verbraucherpreisen in Deutschland bei. Auch geringe Fischbestände (z.B. durch Überfischung, klimatische Veränderungen), Produktionsausfälle in Aquafarmen (z.B. durch Schädlinge) und Fangquoten stellen für diese Entwicklung weitere Ursachen dar. Bei kaum einem anderen Nahrungsmittel sind die Verbraucherpreise im Vergleich zu den 1990er Jahren so stark gestiegen wie bei Fischwaren. Auch im EU-weiten Vergleich ist Fisch in Deutschland überdurchschnittlich teuer. Nur in Dänemark und Österreich müssen die Verbraucher:innen mehr für ihren Fisch bezahlen.

Fisch kommt vor allem aus dem Ausland

Innerhalb Deutschlands erfreut sich der Fischkonsum insbesondere in norddeutschen Bundesländern wie Hamburg und Bremen großer Beliebtheit. Der Großteil der Konsument:innen kauft dabei jedoch keinen Frischfisch, sondern greift auf Tiefkühlfisch oder Konserven und Marinaden zurück. Rund 8,8 Millionen Verbraucher:innen in Deutschland konsumieren abgepackten Fisch aus dem Kühlregal mindestens einmal die Woche. Die beliebtesten Fischarten sind dabei der Lachs, der Thunfisch und der Alaska-Seelachs.
Bei der Versorgung mit Fisch ist Deutschland auf Importe aus dem Ausland angewiesen: Der Selbstversorgungsgrad lag zuletzt bei 19 Prozent. Mehr als 145.000 Tonnen Fisch und Fischerzeugnisse hat Deutschland zuletzt aus dem Ausland importiert. In erster Linie werden dabei Fischfilets und anderes Fischfleisch importiert. Die Fischimporte stammen dabei vor allem aus Dänemark, Norwegen und den Niederlanden.

Maßnahmen für nachhaltige Fischerei

Der global wachsende Bedarf an Fisch hat, wie bereits erwähnt, auch seine Schattenseiten: So trägt dieser zur Überfischung der Meere und sinkende Fischbestände bei. Deshalb waren Herausforderungen wie illegale Fischerei sowie die Überfischung in der Vergangenheit immer wieder ein Thema in der Politik und der Fischereibranche. Zugleich besteht seitens der Verbraucher:innen in Deutschland ein wachsendes Interesse an einem nachhaltigen Fischkonsum. Vor diesem Hintergrund wurden Maßnahmen entwickelt, die zu einer nachhaltigeren Fischerei beitragen sollen.
  • Fangquoten: Um die Zukunftsfähigkeit der Fischerei zu sichern und Umwelt- und Tierschutzstandards einzuhalten, müssen sich die Akteure in der Fischereibranche an entsprechende Regeln halten. Beispielsweise weist die Europäische Union daher jährlich neue Fangquoten aus, mit denen die Fangmenge von Wassertieren in einem bestimmten Gebiet und Zeitraum für den Fischfang festgelegt wird.
  • Hohe Auflagen für Aquakulturbetriebe: Neben Fangquoten für die Hochseefischerei folgt auch der Betrieb von Aquakulturen in der EU und in Deutschland einigen Vorschriften. Während weltweit immer mehr Fische in Aquakulturen gezüchtet werden, lässt sich in Deutschland der entgegengesetzte Trend beobachten: So wurden im Jahr 1999 noch nahezu 80.000 Tonnen Fisch in deutschen Aquakulturen erzeugt. Im Jahr 2020 waren es nur noch etwa 32.000 Tonnen. Ein zunehmender Bürokratieaufwand, höhere Auflagen und gestiegene Betriebs- und Produktionskosten stellen einige der Ursachen der Unternehmensaufgaben dar. Zusätzlich gilt auch die Genehmigung für Neuzulassungen von Aquakulturbetrieben als äußerst anspruchsvoll.
  • Gütesiegel und Nachhaltigkeitszertifikate: Zudem gibt es mittlerweile eine Reihe von Gütesiegeln für Fischprodukte aus nachhaltiger Erzeugung. Dazu zählen Siegel von MSC, ASC, GGN, Naturland und EU Bio. So sind etwa 93 Prozent der Aquakulturprodukte im deutschen Einzelhandel mit einem Nachhaltigkeitszertifikat versehen – allein 72 Prozent mit dem ASC-Siegel. Beim beliebten Lachs lag der ASC-Siegel-Anteil jedoch nur bei 48 Prozent. Geprüft werden beim ASC-Siegel u.a. die Wasserqualität und Mortalitätsräte der Fische in den Aquakulturfarmen.


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