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Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen je Mitglied in Deutschland bis 2017

Durchschnittliche Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2017 (AU-Tage je BKK-Mitglied)

von Rainer Radtke, zuletzt geändert am 25.04.2019
Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen je Mitglied in Deutschland bis 2017 2017 entfielen durchschnittlich 17,2 Arbeitsunfähigkeitstage auf jedes BKK-Mitglied (ohne Rentner) und damit 0,2 Tage weniger als im Vorjahr. Der Aufwärtstrend der letzten zehn Jahre – mit Ausnahme der Jahre 2014 und 2015 – scheint damit vorerst gestoppt zu sein. Im Vergleich zum Jahr 2006 hat sich das durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitsvolumen dennoch um rund 50 Prozent erhöht.
AU-Geschehen und Einflussfaktoren

Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind ein wichtiger Indikator für die gesundheitliche Lage der Erwerbstätigen. Das AU-Geschehen wird jedoch durch eine Reihe von Faktoren verzerrt. So werden in der Regel nur Fehlzeiten mit einer Dauer von mehr als drei Tagen an die Krankenkassen gemeldet. Darüber hinaus nimmt in Zeiten hoher Arbeitslosenquoten die Bereitschaft der Beschäftigten ab, sich überhaupt krank zu melden. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass eine Krankmeldung sowohl gesundheitliche als auch nicht gesundheitliche Gründe haben kann. Die Entwicklung AU-Kennzahlen muss also immer vor dem Hintergrund externer und individueller Einflussfaktoren interpretiert werden.

Wichtigste Diagnosen

Schätzungen zufolge liegt der durch Arbeitsunfähigkeit verursachte volkswirtschaftliche Schaden im hohen zweistelligen Milliardenbereich. Dabei sind es vor allem Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und unter diesen in erster Linie Rückenbeschwerden, die für den größten Arbeitsausfall verantwortlich sind. Häufigste Ursache einer Krankschreibung sind Krankheiten des Atmungssystems. In den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hat vor allem der Bereich der psychischen Erkrankungen. Gemessen am Volumen des Arbeitsausfalls sind psychische Erkrankungen seit einigen Jahren zu einer der wichtigsten Ursache für Arbeitsunfähigkeit aufgestiegen.
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Durchschnittliche Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2017 (AU-Tage je BKK-Mitglied)

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von Rainer Radtke, zuletzt geändert am 25.04.2019
2017 entfielen durchschnittlich 17,2 Arbeitsunfähigkeitstage auf jedes BKK-Mitglied (ohne Rentner) und damit 0,2 Tage weniger als im Vorjahr. Der Aufwärtstrend der letzten zehn Jahre – mit Ausnahme der Jahre 2014 und 2015 – scheint damit vorerst gestoppt zu sein. Im Vergleich zum Jahr 2006 hat sich das durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitsvolumen dennoch um rund 50 Prozent erhöht.
AU-Geschehen und Einflussfaktoren

Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind ein wichtiger Indikator für die gesundheitliche Lage der Erwerbstätigen. Das AU-Geschehen wird jedoch durch eine Reihe von Faktoren verzerrt. So werden in der Regel nur Fehlzeiten mit einer Dauer von mehr als drei Tagen an die Krankenkassen gemeldet. Darüber hinaus nimmt in Zeiten hoher Arbeitslosenquoten die Bereitschaft der Beschäftigten ab, sich überhaupt krank zu melden. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass eine Krankmeldung sowohl gesundheitliche als auch nicht gesundheitliche Gründe haben kann. Die Entwicklung AU-Kennzahlen muss also immer vor dem Hintergrund externer und individueller Einflussfaktoren interpretiert werden.

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Schätzungen zufolge liegt der durch Arbeitsunfähigkeit verursachte volkswirtschaftliche Schaden im hohen zweistelligen Milliardenbereich. Dabei sind es vor allem Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und unter diesen in erster Linie Rückenbeschwerden, die für den größten Arbeitsausfall verantwortlich sind. Häufigste Ursache einer Krankschreibung sind Krankheiten des Atmungssystems. In den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hat vor allem der Bereich der psychischen Erkrankungen. Gemessen am Volumen des Arbeitsausfalls sind psychische Erkrankungen seit einigen Jahren zu einer der wichtigsten Ursache für Arbeitsunfähigkeit aufgestiegen.
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Dr. Felix Wunderer

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