Corporate-Lösungen testen?
+49 (40) 284841-968
kundenservice@statista.com

Statistiken zum öffentlichen Dienst in Deutschland

Die berufliche Bandbreite im öffentlichen Dienst ist groß und reicht von der Bundeswehr über die öffentliche Verwaltung, dem Bildungs- und (mancherorts) dem Gesundheitswesen, Feuerwehr und Polizei sowie vielen weiteren öffentlichen Institutionen. Der öffentliche Dienst umfasst alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in öffentlichen Stellen, die Art der Beschäftigung ist dabei nicht relevant und umfasst entsprechend sowohl privatvertraglich gebundene Arbeitnehmer:innen, Personal mit Beamtenstatus sowie Auszubildende. In Deutschland sind rund fünf Millionen Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt, davon rund zwei Drittel in Vollzeit- und ein Drittel in Teilzeitbeschäftigung. Die Aufgaben des öffentlichen Dienstes können auf kommunaler, auf Landes- oder Bundesebene gefasst werden, dabei sind die meisten Personen auf Länderebene angestellt. Ein weiterer Beschäftigungsbereich des öffentlichen Dienstes stellt die Sozialversicherungen wie die gesetzliche Krankenversicherung oder die Deutsche Rentenversicherung dar.

Beamtenstatus – Die Besonderheit im öffentlichen Dienst

Die personelle Besonderheit des öffentlichen Diensts ist die Unterscheidung zwischen dem Personal im „klassisch privatrechtlichen“ Angestelltenverhältnis und dem Beamtenstatus. Von den rund 4,9 Millionen Beschäftigten haben etwa 1,8 Millionen Personen den Beamtenstatus (inklusive Soldat:innen und Richter:innen). Zwischen beiden Angestelltenverhältnissen bestehen rechtliche Unterschiede, mit einigen Besonderheiten des Beamtenstatus: So fallen angestellte Personen nach ihrer Verbeamtung aus den staatlichen Versicherungen wie Renten-, Arbeitslosen und gesetzlicher Krankenversicherung raus. Beamte müssen sich entsprechend privat krankenversichern und erhalten im Altersruhestand keine Rente, sondern beziehen eine Pension. Die Ausgaben des deutschen Staates für Pensionen beliefen sich zuletzt auf über 76 Milliarden Euro. Zudem müssen Beamte einen Diensteid ablegen und verpflichten sich als Repräsentant:innen des Staates dem Wohlverhalten, auch das Bürgerrecht des Streikens ist für Beamte aufgehoben. Dennoch sind viele Beamte Mitglied in Gewerkschaften: In der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sind rund 175.000 Mitglieder verbeamtet.

Ein weiterer Unterschied ist die Bezahlung: Während angestellte Personen des öffentlichen Dienstes Gehalt beziehen, erhalten Beamte einen Sold. Die meisten Beamten befinden sich in der Besoldungsstufe A13 (vor allem durch das Lehrpersonal), die monatliche Summe unterscheidet sich jedoch von Gebietskörperschaft und Bundesland. Bei den Personen im Angestelltenverhältnis beziehen die meisten Angestellten des öffentlichen Dienstes ihr Gehalt in der Gehaltsstufe E 9. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt von Vollzeit-Beschäftigten im Bereich „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung“ beträgt rund 50.800 Euro.

Wahrnehmung des öffentlichen Diensts

Bei der Vielschichtigkeit des öffentlichen Dienstes können nur schwer allgemeine Aussagen zur Leistungsfähigkeit oder dem entgegengebrachten Vertrauen in diesen beruflichen Sektor getroffen werden. Das öffentliche Bild des Beamtentums ist in erster Linie positiv: Zu den am häufigsten genannten Eigenschaften von Beamtinnen und Beamten zählen Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Rechtschaffenheit. Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2020 zum Vertrauen in verschiedene Institutionen des öffentlichen Lebens schnitt die Polizei hinter mittleren und kleineren Unternehmen am besten ab. Im Rahmen einer Umfrage des Eurobarometers gaben im Frühjahr 2021 rund 67 Prozent der Befragten an, Vertrauen in die öffentliche Verwaltung Deutschlands zu haben. In vielen Ländern ist Korruption im öffentlichen Sektor weit verbreitet, in Deutschland wurde im Jahr 2020 in 5.510 Korruptionsstraftaten polizeilich ermittelt, etwa die Hälfte der Fälle konnte dem Zielbereich der allgemeinen öffentlichen Verwaltung zugeordnet werden, etwa 13 Prozent der Strafverfolgungs- und Justizbehörden, ein Anteil von zwei Prozent dem politischen Bereich.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Öffentlicher Dienst in Deutschland" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Tätigkeitsfelder

Gehalt, Sold, Pension

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 34 Statistiken aus dem Thema "Öffentlicher Dienst in Deutschland".

Öffentlicher Dienst in Deutschland

Dossier zum Thema

Alle wichtigen Statistiken redaktionell aufbereitet - direkt downloadbar als PPT & PDF!
TOP SELLER

Statistiken zum öffentlichen Dienst in Deutschland

Die berufliche Bandbreite im öffentlichen Dienst ist groß und reicht von der Bundeswehr über die öffentliche Verwaltung, dem Bildungs- und (mancherorts) dem Gesundheitswesen, Feuerwehr und Polizei sowie vielen weiteren öffentlichen Institutionen. Der öffentliche Dienst umfasst alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in öffentlichen Stellen, die Art der Beschäftigung ist dabei nicht relevant und umfasst entsprechend sowohl privatvertraglich gebundene Arbeitnehmer:innen, Personal mit Beamtenstatus sowie Auszubildende. In Deutschland sind rund fünf Millionen Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt, davon rund zwei Drittel in Vollzeit- und ein Drittel in Teilzeitbeschäftigung. Die Aufgaben des öffentlichen Dienstes können auf kommunaler, auf Landes- oder Bundesebene gefasst werden, dabei sind die meisten Personen auf Länderebene angestellt. Ein weiterer Beschäftigungsbereich des öffentlichen Dienstes stellt die Sozialversicherungen wie die gesetzliche Krankenversicherung oder die Deutsche Rentenversicherung dar.

Beamtenstatus – Die Besonderheit im öffentlichen Dienst

Die personelle Besonderheit des öffentlichen Diensts ist die Unterscheidung zwischen dem Personal im „klassisch privatrechtlichen“ Angestelltenverhältnis und dem Beamtenstatus. Von den rund 4,9 Millionen Beschäftigten haben etwa 1,8 Millionen Personen den Beamtenstatus (inklusive Soldat:innen und Richter:innen). Zwischen beiden Angestelltenverhältnissen bestehen rechtliche Unterschiede, mit einigen Besonderheiten des Beamtenstatus: So fallen angestellte Personen nach ihrer Verbeamtung aus den staatlichen Versicherungen wie Renten-, Arbeitslosen und gesetzlicher Krankenversicherung raus. Beamte müssen sich entsprechend privat krankenversichern und erhalten im Altersruhestand keine Rente, sondern beziehen eine Pension. Die Ausgaben des deutschen Staates für Pensionen beliefen sich zuletzt auf über 76 Milliarden Euro. Zudem müssen Beamte einen Diensteid ablegen und verpflichten sich als Repräsentant:innen des Staates dem Wohlverhalten, auch das Bürgerrecht des Streikens ist für Beamte aufgehoben. Dennoch sind viele Beamte Mitglied in Gewerkschaften: In der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sind rund 175.000 Mitglieder verbeamtet.

Ein weiterer Unterschied ist die Bezahlung: Während angestellte Personen des öffentlichen Dienstes Gehalt beziehen, erhalten Beamte einen Sold. Die meisten Beamten befinden sich in der Besoldungsstufe A13 (vor allem durch das Lehrpersonal), die monatliche Summe unterscheidet sich jedoch von Gebietskörperschaft und Bundesland. Bei den Personen im Angestelltenverhältnis beziehen die meisten Angestellten des öffentlichen Dienstes ihr Gehalt in der Gehaltsstufe E 9. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt von Vollzeit-Beschäftigten im Bereich „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung“ beträgt rund 50.800 Euro.

Wahrnehmung des öffentlichen Diensts

Bei der Vielschichtigkeit des öffentlichen Dienstes können nur schwer allgemeine Aussagen zur Leistungsfähigkeit oder dem entgegengebrachten Vertrauen in diesen beruflichen Sektor getroffen werden. Das öffentliche Bild des Beamtentums ist in erster Linie positiv: Zu den am häufigsten genannten Eigenschaften von Beamtinnen und Beamten zählen Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Rechtschaffenheit. Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2020 zum Vertrauen in verschiedene Institutionen des öffentlichen Lebens schnitt die Polizei hinter mittleren und kleineren Unternehmen am besten ab. Im Rahmen einer Umfrage des Eurobarometers gaben im Frühjahr 2021 rund 67 Prozent der Befragten an, Vertrauen in die öffentliche Verwaltung Deutschlands zu haben. In vielen Ländern ist Korruption im öffentlichen Sektor weit verbreitet, in Deutschland wurde im Jahr 2020 in 5.510 Korruptionsstraftaten polizeilich ermittelt, etwa die Hälfte der Fälle konnte dem Zielbereich der allgemeinen öffentlichen Verwaltung zugeordnet werden, etwa 13 Prozent der Strafverfolgungs- und Justizbehörden, ein Anteil von zwei Prozent dem politischen Bereich.

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Wir helfen gerne.
Statista Locations
Kontakt Jens Weitemeyer
Jens Weitemeyer
Customer Relations

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (CET)

Kontakt Vianny Gutierrez-Cruz
Vianny Gutierrez-Cruz
Sales Manager– Kontakt (Vereinigte Staaten)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)

Kontakt Ziyan Zhang
Ziyan Zhang
Customer Relations– Kontakt (Asien)

Mo - Fr, 11:30 - 22:00 Uhr (IST)

Kontakt Kisara Mizuno
Kisara Mizuno
Customer Success Manager– Kontakt (Asien)

Mo - Fr, 9:30 - 17:30 Uhr (JST)

Kontakt Lodovica Biagi
Lodovica Biagi
Director of Operations– Kontakt (Europa)

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (GMT)

Kontakt Catalina Rodriguez
Catalina Rodriguez
Key Account Manager - LAC– Kontakt (Lateinamerika)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)