Statistiken zu Antriebstechnologien für Pkw

Schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts verfügten die ersten Fahrzeuge über Antriebsformen, welche die Muskelkraft oder äußere Kräfte, wie beispielsweise Wind als Antrieb ablösten und eine unabhängigere Individualmobilität ermöglichten. Zu nennen wäre an dieser Stelle der 1769 von Nocholas Cugnot erbaute Dampfwagen oder auch Étienne Lenoirs Hippomobile. Allerdings gilt Carl Benz mit seinem Benz Patent Motorwagen Nummer 1 von 1886 als der Erfinder des Verbrennungsmotors, da dieser in die Serienproduktion ging.

Der Verbrennungsmotor etablierte sich in der Folge als die gängigste Antriebsform für Personenkraftwagen. Als Kraftstoff dienen dabei in der Regel Benzin oder Diesel. In Deutschland verfügten im Jahr 2017 rund 57 Prozent der neuzugelassenen Personenkraftwagen über einen Benzinantrieb. Etwa 40 Prozent der neuzugelassenen Pkw wurden mit Dieselkraftstoff angetrieben. Die restlichen Zulassungen entfielen auf Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Hier dominierten besonders die Hybride mit rund 85.000 Neuzulassungen im Jahr 2017 vor Pkw mit Elektroantrieb sowie Verbrennern von Erd- oder Flüssiggas. Die Anzahl der Elektroautozulassungen ist seit dem Jahr 2010 stetig angestiegen. Waren es im genannten Jahr noch 541 neu zugelassene Autos mit Elektroantrieb, so konnten im Jahr 2017 mehr als 25.000 Zulassungen von elektrisch betriebenen Autos verbucht werden.

Mehr als 50 Prozent der Deutschen bevorzugten 2017 den Benzinmotor als Antrieb, unabhängig davon, ob Sie selber einen fuhren. 14 Prozent waren vom Hybridantrieb überzeugt. Neben den Aspekten Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen spielt der Anschaffungspreis bei der Wahl des Automobilantriebs eine zentrale Rolle. Plug-in-Hybride waren im Jahr 2017 dabei mit einem durchschnittlichen Listenpreis von knapp 53.000 Euro die teuersten Fahrzeuge in der Anschaffung. Benziner stellten mit einem durchschnittlichen Listenpreis von 27.360 Euro die günstigste Antriebsform bezogen auf den Anschaffungspreis da. In Bezug auf die Klimabilanz weisen die Antriebstechnologien bei Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus des Fahrzeuge ebenfalls große Unterschiede auf. So betrug im Jahr 2018 die CO2-Emission eines Batterieelektroautos der oberen Mittelklasse, welches seinen Strom aus dem deutschen Strommix bezog, nach einer Gesamtfahrleistung von 150.000 Kilometern rund 21.500 Kilogramm CO2 bedingt durch die Bereitstellung des Stroms. Emissionen durch den Verbrauch von Kraftstoffen entstanden dabei nicht. Der durch die Produktion sowie die Entsorgung bedingte Ausstoß von Kohlenstoffdioxid belief sich bei dem genannten Fahrzeug auf 19.800 Kilogramm. Der Gesamtausstoß von CO2 viel damit höher aus als bei einem dieselbetriebenen Fahrzeug des gleichen Segments, welches die gleiche Fahrleistung erbrachte.

Laut einer Prognose sollen die Anteile von Verbrennungsmotoren an der Gesamtproduktion von Automobilantrieben bis zum Jahr 2030 deutlich abnehmen. Im genannten Jahr sollen nur noch fünf Prozent der produzierten Automobile über einen Diesel- und 47 Prozent der Automobile über einen Benzinantrieb verfügen.

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