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Statistiken zu Landes-Hypothekenbanken in Österreich

Die Landes-Hypothekenbanken in Österreich gehören neben den Aktienbanken, Bausparkassen und Sonderbanken zu den einstufigen Sektorbanken. Ihre satzungsmäßige Aufgabe zu Gründungszeiten belief sich auf die Förderung des Geld- und Kreditverkehrs im jeweiligen Bundesland. Dabei lag der Fokus im Besonderen auf dem Grund- und Kommunalkredit. Die erste Landes-Hypothekenanstalt wurde im Jahr 1888 gegründet und der Großteil der weiteren Landesbanken folgte um die Jahrhundertwende. Aktuell gibt es in Österreich 8 Landes-Hypothekenbanken, die neben ihrer Spezialisierung auf die Gewährung von Hypotheken- bzw. Kommunaldarlehen und die Ausgabe von Pfandbriefen weitere Felder erschließen. Mittlerweile gelten sie als regionale Universalbanken, die sich auch dem Firmen- und Privatkundengeschäft angenähert haben.

Im Vergleich der Bankengruppen in Österreich nach Bilanzsumme im Jahr 2019 nahmen die Landes-Hypothekenbanken mit einer durchschnittlichen Bilanzsumme von 53,9 Milliarden Euro den 5. Platz ein. Die Raiffeisenbanken trugen mit einer Bilanzsumme von rund 287 Milliarden Euro den größten Teil zur Gesamtbilanz der österreichischen Banken von 876 Milliarden Euro bei.

Die Bilanz setzt sich aus der Summe der Aktiva bzw. Passiva zusammen. Mit den Aktiva bzw. Passiva werden die Vermögenswerte einer Bank auf unterschiedliche Art und Weise abgebildet. Die Aktiva beschreiben die Verwendung des Kapitals und lassen sich in Anlage- bzw. Umlaufkapital unterteilen. Zu diesem Kapital zählen beispielsweise Barreserven oder Wertpapiere, wie Aktien und Staatsanleihen. Die Kapitalherkunft wird durch die Passiva dargestellt. Die Passiva setzen sich aus dem Eigen- und Fremdkapital zusammen, wie beispielsweise Kapitalrücklagen, Einlagen und Verbindlichkeiten.

Die Forderungen der Landeshypothekenbanken an inländische Nichtbanken betrugen 2019 rund 36 Milliarden Euro. Die Einlagen mit und ohne Bindung bezifferten sich auf fast 19 Milliarden Euro.

Der Betriebsertrag der Landeshypothekenbanken lag bei 800,27 Millionen Euro und die Betriebsaufwendungen bezifferten sich auf 541,22 Millionen Euro. Aus dem Saldo des Betriebsertrags und der Betriebsaufwendungen ergab sich ein Betriebsergebnis im Jahr 2019 von 259,05 Millionen Euro. Der erwartete Jahresüberschuss betrug 156,98 Millionen Euro. Wie bereits bei der Bilanzsumme lagen die Raiffeisenbanken mit einem Ertrag von rund 1,67 Milliarden Euro vor allen anderen Bankengruppen.

Das gesamte österreichische Bankwesen beschäftigte im Jahr 2019 73.203 Personen und unterhielt 4.094 Banken. Auf die Bankengruppe der Landes-Hypothekenbanken verteilten sich rund 3.500 Beschäftigte auf 144 Banken.

Die beiden führenden Landes-Hypothekenbanken nach Bilanzsumme waren 2019 die Hypo NOE & Wien sowie die Hypo Vorarlberg.

Mit einer Bilanzsumme von 14,57 Milliarden Euro belegte die Hypo NOE nicht nur den ersten Platz unter den Landes-Hypothekenbanken, sondern zählte 2018 zu den 10 größten Banken in Österreich. Sie erwirtschaftete einen Gewinn von 30,4 Millionen Euro. Ihr Eigenkapital bezifferte sich auf 683,5 Millionen Euro und die Cost-Income-Ratio lag bei 59,51 Prozent. Die im Jahr 1888 gegründete Bank, die seit 2007 wieder im Besitz des Landes ist, betrieb 2019 27 Filialen und beschäftigte 742 Mitarbeiter.

Die Hypo Vorarlberg lag mit einer Bilanzsumme von 13,98 Milliarden Euro dicht hinter der Hypo NOE Landesbank. Die Bank wurde 1897 gegründet und verfolgt ein bodenständiges und achtsames Geschäftsmodell mit der Ausrichtung auf Stabilität und Nachhaltigkeit. Sie erwirtschaftete einen Gewinn von 70,38 Millionen Euro. Die Bank verfügte über Eigenmittel in Höhe von 1,51 Milliarden Euro und die Cost-Income-Ratio lag bei 53,24 Prozent. Im Jahr 2019 beschäftigte die Hypo Vorarlberg 719 Personen.

Interessante Statistiken

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Landes-Hypothekenbanken in Österreich

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Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Landes-Hypothekenbanken in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Aktiva und Passiva

Ertragslage

Strukturelle Daten

Hypo NOE Landesbank

Hypo Vorarlberg

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