Statistiken zu Landes-Hypothekenbanken in Österreich

Die Landes-Hypothekenbanken in Österreich gehören neben den Aktienbanken, Bausparkassen und Sonderbanken zu den einstufigen Sektorbanken. Ihre satzungsmäßige Aufgabe zu Gründungszeiten belief sich auf die Förderung des Geld- und Kreditverkehrs im jeweiligen Bundesland. Dabei lag der Fokus im Besonderen auf dem Grund- und Kommunalkredit. Die erste Landes-Hypothekenanstalt wurde im Jahr 1888 gegründet und der Großteil der weiteren Landesbanken folgte um die Jahrhundertwende. Aktuell gibt es in Österreich 8 Landes-Hypothekenbanken, die neben ihrer Spezialisierung auf die Gewährung von Hypotheken- bzw. Kommunaldarlehen und die Ausgabe von Pfandbriefen weitere Felder erschließen. Mittlerweile gelten sie als regionale Universalbanken, die sich auch dem Firmen- und Privatkundengeschäft angenähert haben.

Im Vergleich der Bankengruppen in Österreich nach Bilanzsumme im Jahr 2018 nahmen die Landes-Hypothekenbanken mit einer durchschnittlichen Bilanzsumme von 52,82 Milliarden Euro den 5. Platz ein. Die Raiffeisenbanken trugen mit einer Bilanzsumme von rund 269 Milliarden Euro den größten Teil zur Gesamtbilanz der österreichischen Banken von 843 Milliarden Euro bei.

Die Bilanz setzt sich aus der Summe der Aktiva bzw. Passiva zusammen. Mit den Aktiva bzw. Passiva werden die Vermögenswerte einer Bank auf unterschiedliche Art und Weise abgebildet. Die Aktiva beschreiben die Verwendung des Kapitals und lassen sich in Anlage- bzw. Umlaufkapital unterteilen. Zu diesem Kapital zählen beispielsweise Barreserven oder Wertpapiere, wie Aktien und Staatsanleihen. Die Kapitalherkunft wird durch die Passiva dargestellt. Die Passiva setzen sich aus dem Eigen- und Fremdkapital zusammen, wie beispielsweise Kapitalrücklagen, Einlagen und Verbindlichkeiten.

Die Forderungen der Landeshypothekenbanken an inländische Nichtbanken betrugen 2018 rund 35 Milliarden Euro. Die Einlagen mit und ohne Bindung bezifferten sich auf knapp 18 Milliarden Euro.

Der Betriebsertrag der Landeshypothekenbanken lag bei 773,85 Millionen Euro und die Betriebsaufwendungen bezifferten sich auf 532,83 Millionen Euro. Aus dem Saldo des Betriebsertrags und der Betriebsaufwendungen ergab sich ein Betriebsergebnis im Jahr 2018 von 241,02 Millionen Euro. Der erwartete Jahresüberschuss betrug 176,64 Millionen Euro. Wie bereits bei der Bilanzsumme lagen die Raiffeisenbanken mit einem Ertrag von 2 Milliarden Euro vor allen anderen Bankengruppen.

Das gesamte österreichische Bankwesen beschäftigte im Jahr 2018 73.508 Personen und unterhielt 4.236 Banken. Auf die Bankengruppe der Landes-Hypothekenbanken verteilten sich rund 3.500 Beschäftigte auf 144 Banken.

Die beiden führenden Landes-Hypothekenbanken nach Bilanzsumme waren 2018 die Hypo NOE & Wien sowie die Hypo Vorarlberg.

Mit einer Bilanzsumme von 14,06 Milliarden Euro belegte die Hypo NOE nicht nur den ersten Platz unter den Landes-Hypothekenbanken, sondern zählte auch zu den 10 größten Banken in Österreich. Sie erwirtschaftete einen Gewinn von 36,44 Millionen Euro. Ihr Eigenkapital bezifferte sich auf 663,4 Millionen Euro und die Cost-Income-Ratio lag bei 66,96 Prozent. Die im Jahr 1888 gegründete Bank, die seit 2007 wieder im Besitz des Landes ist, betrieb 2018 27 Filialen und beschäftigte 789 Mitarbeiter.

Die Hypo Vorarlberg lag mit einer Bilanzsumme von 13,75 Milliarden Euro dicht hinter der Hypo NOE Landesbank. Die Bank wurde 1897 gegründet und verfolgt ein bodenständiges und achtsames Geschäftsmodell mit der Ausrichtung auf Stabilität und Nachhaltigkeit. Sie erwirtschaftete einen Gewinn von 29,18 Millionen Euro. Die Bank verfügte über Eigenmittel in Höhe von 1,38 Milliarden Euro und die Cost-Income-Ratio lag bei 61,22 Prozent. Im Jahr 2018 beschäftigte die Hypo Vorarlberg 727 Personen.

Interessante Statistiken

In den folgenden 6 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 60 Statistiken aus dem Thema "Landes-Hypothekenbanken in Österreich".

Landes-Hypothekenbanken in Österreich

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Aktiva und Passiva

Ertragslage

Strukturelle Daten

Hypo NOE Landesbank

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