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Statistiken zu Landes-Hypothekenbanken in Österreich

Die Landes-Hypothekenbanken in Österreich gehören neben den Aktienbanken, Bausparkassen und Sonderbanken zu den einstufigen Sektorbanken. Ihre satzungsmäßige Aufgabe zu Gründungszeiten belief sich auf die Förderung des Geld- und Kreditverkehrs im jeweiligen Bundesland. Dabei lag der Fokus im Besonderen auf dem Grund- und Kommunalkredit. Die erste Landes-Hypothekenanstalt wurde im Jahr 1888 gegründet und der Großteil der weiteren Landesbanken folgte um die Jahrhundertwende. Aktuell gibt es in Österreich 8 Landes-Hypothekenbanken, die neben ihrer Spezialisierung auf die Gewährung von Hypotheken- bzw. Kommunaldarlehen und die Ausgabe von Pfandbriefen weitere Felder erschließen. Mittlerweile gelten sie als regionale Universalbanken, die sich auch dem Firmen- und Privatkundengeschäft angenähert haben.

Im Vergleich der Bankengruppen in Österreich nach Bilanzsumme im Jahr 2020 nahmen die Landes-Hypothekenbanken mit einer durchschnittlichen Bilanzsumme von 57,17 Milliarden Euro den 5. Platz ein. Die Raiffeisenbanken trugen mit einer Bilanzsumme von rund 308 Milliarden Euro den größten Teil zur Gesamtbilanz der österreichischen Banken von 948 Milliarden Euro bei.

Die Bilanz setzt sich aus der Summe der Aktiva bzw. Passiva zusammen. Mit den Aktiva bzw. Passiva werden die Vermögenswerte einer Bank auf unterschiedliche Art und Weise abgebildet. Die Aktiva beschreiben die Verwendung des Kapitals und lassen sich in Anlage- bzw. Umlaufkapital unterteilen. Zu diesem Kapital zählen beispielsweise Barreserven oder Wertpapiere, wie Aktien und Staatsanleihen. Die Kapitalherkunft wird durch die Passiva dargestellt. Die Passiva setzen sich aus dem Eigen- und Fremdkapital zusammen, wie beispielsweise Kapitalrücklagen, Einlagen und Verbindlichkeiten.

Die Forderungen der Landeshypothekenbanken an inländische Nichtbanken betrugen 2019 rund 36 Milliarden Euro. Die Einlagen mit und ohne Bindung bezifferten sich 2020 auf gut 19 Milliarden Euro.

Der Betriebsertrag der Landeshypothekenbanken lag bei 846,02 Millionen Euro und die Betriebsaufwendungen bezifferten sich auf 535,85 Millionen Euro. Aus dem Saldo des Betriebsertrags und der Betriebsaufwendungen ergab sich ein Betriebsergebnis im Jahr 2020 von 310,16 Millionen Euro. Der erwartete Jahresüberschuss betrug 1148,38 Millionen Euro. Wie bereits bei der Bilanzsumme lagen die Raiffeisenbanken mit einem Ertrag von rund 1,12 Milliarden Euro vor allen anderen Bankengruppen.

Das gesamte österreichische Bankwesen beschäftigte im Jahr 2020 72.996 Personen und unterhielt 3.667 Banken. Auf die Bankengruppe der Landes-Hypothekenbanken verteilten sich rund 3.500 Beschäftigte auf 143 Banken.

Die beiden führenden Landes-Hypothekenbanken nach Bilanzsumme waren 2020 die Hypo Vorarlberg sowie die Hypo NOE & Wien.

Mit einer Bilanzsumme von 12,27 Milliarden Euro belegte die Hypo NOE den zweiten Platz unter den Landes-Hypothekenbanken. Damit verlor sie ihren Spitzenplatz, der sie 2019 noch zu den 10 größten Banken in Österreich zählte an die Hypo Vorarlberg. Die Hypo NOE erwirtschaftete einen Gewinn von 31,88 Millionen Euro. Ihr Eigenkapital bezifferte sich auf 710,36 Millionen Euro und die Cost-Income-Ratio lag bei 53,29 Prozent. Die im Jahr 1888 gegründete Bank, die seit 2007 wieder im Besitz des Landes ist, betrieb 2020 27 Filialen und beschäftigte 714 Mitarbeiter.

Die Hypo Vorarlberg lag mit einer Bilanzsumme von 14,63 Milliarden Euro deutlich vor der Hypo NOE Landesbank. Die Bank wurde 1897 gegründet und verfolgt ein bodenständiges und achtsames Geschäftsmodell mit der Ausrichtung auf Stabilität und Nachhaltigkeit. Sie erwirtschaftete einen Gewinn von 37,33 Millionen Euro. Die Bank verfügte über Eigenmittel in Höhe von 1,54 Milliarden Euro und die Cost-Income-Ratio lag bei 51,18 Prozent. Im Jahr 2020 beschäftigte die Hypo Vorarlberg 694 Personen.

Interessante Statistiken

In den folgenden 6 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 60 Statistiken aus dem Thema "Landes-Hypothekenbanken in Österreich".

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