Statistiken zum Thema Familie in Österreich

In Österreich gab es im Jahr 2018 rund 2,38 Millionen Familienhaushalte (Ein- und Mehrfamilienhaushalte). In rund 18 Prozent der Privathaushalte lebten in Österreich im selben Jahr mindestens 4 Personen. Die Anzahl der Eheschließungen lag 2018 mit 46.468 auf dem höchsten Stand der letzten zehn Jahre. Im selben Jahr wurden 464 eingetragene Partnerschaften in Österreich geschlossen. Im Jahr 2010 trat das Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare in Kraft. Seit Januar 2019 dürfen auch gleichgeschlechtliche Paare offiziell auf dem Standesamt heiraten; die unterschiedlichen Regelungen für verschieden- und gleichgeschlechtliche Paare, wie zum Beispiel bei der Adoption, wurden aufgehoben. Eine Umfrage aus dem Jahr 2015 zeigte, dass Geborgenheit, Liebe und Zusammenhalt am häufigsten mit dem Begriff Familie assoziiert wurden. Kinder wurden dagegen weniger oft mit dem Begriff Familie in Verbindung gebracht.

Auch wenn die durchschnittliche Anzahl der Personen je Haushalt zuletzt konstant sank und im Jahr 2018 bei 2,22 lag, bleibt der Wunsch nach einer Familiengründung für viele Österreicher dennoch wichtig.

Gab es 2008 in Österreich 77.752 Geburten, waren es 10 Jahre später 85.535. Diese Entwicklung spiegelte sich in der Geburtenbilanz wider. Diese ergibt sich aus den Geburten abzüglich der Sterbefälle und wird auch als natürliche Bevölkerungsentwicklung bezeichnet. So betrug im Jahr 2018 der Geburtenüberschuss 1.560 Personen. Die Bundesländer Wien und Tirol hatten den höchsten Geburtenüberschuss, die Steiermark und Niederösterreich die stärksten Geburtendefizite.

Elternschaft und Kindererziehung bringen besondere Herausforderungen mit sich. Im einer Umfrage aus dem Jahr 2015 gaben rund 71 Prozent der Befragten an, dass es Eltern heute eher schwerer bzw. sogar viel schwerer haben als früher. Trotz der gestiegenen Anforderungen war der überwiegende Teil der Befragten eher bis sehr zufrieden mit sich als Elternteil. Gleichgeschlechtliche Paare werden von 55 Prozent der Österreicher als genauso gute Eltern wie gemischtgeschlechtliche Paare angesehen.

Laut einer 2018 durchgeführten Umfrage sind Eltern bei der Kindererziehung besonders bei der Vermittlung guter Manieren und von Verantwortungsgefühl gefordert. Daneben ist das Heranführen an elektronische Medien ein wichtiger Punkt in der heutigen Erziehung. Je nach Bildungsabschluss der Eltern variierte ihre Meinung deutlich, ab wann Kinder erste Erfahrungen etwa mit einem PC oder Tablet sammeln sollten. So waren rund 33 Prozent der Eltern mit einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss der Meinung, dass Kinder ersten Kontakt damit bereits ab 3 Jahren haben sollten. Zu hoher Medienkonsum war im Jahr 2016 eines der größten Streitthemen zwischen Eltern und Kindern. Gewalt spielt in Familien eine nicht zu unterschätzende Rolle. Strafbare Handlungen gegen Ehe und Familie lagen 2018 laut der Bundesanstalt Statistik Österreich auf Platz 10 der häufigsten Deliktarten.

Generell ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der Jobauswahl für gut 90 Prozent der Arbeitnehmer in Österreicher wichtig bis sehr wichtig. Allerdings sieht nur ein geringer Teil eine gute Kombination dieser beiden Lebensaspekte als gegeben an. Die Elternkarenz von Vätern schätzten lediglich 11 Prozent der Österreicher als gesellschaftlich sehr akzeptiert ein, wie eine Umfrage aus dem Jahr 2016 zeigt. Ein berufstätiger Vater, der seine Kinder betreut, wurde zu 32 Prozent als sehr positiv bewertet. Mehr als 80 Prozent der Eltern nahmen im Jahr 2018 Kinderbildungs- und -betreuungsangebote in Anspruch, wie zum Beispiel Kindergarten oder Ganztagsschule.

Im Jahr 2019 hatten 35 Prozent der Jungfamilien in Österreich (Haushalte mit Kind/ern unter 14 Jahren) ein monatliches Haushalts-Netto-Einkommen zwischen 2.501 und 3.750 Euro. Im Vergleich hatten 32 Prozent der Jungfamilien weniger (bis zu 2.500 Euro monatlich) und 21 Prozent mehr (über 3.750 Euro monatlich) zur Verfügung. Insofern bewerteten 87 Prozent ihr Auskommen als gut oder sehr gut. Auch in Hinsicht auf die zukünftigen finanziellen Erwartungen waren 86 Prozent der Befragten positiv gestimmt.

Anmerkung: In den vorliegenden Statistiken wird überwiegend das "traditionelle" Familienkonzept dargestellt, da die Datenlage für alternative Familienmodelle erst langsam zunimmt. Unsere Redaktion wird entsprechende Inhalte zu gegebener Zeit ergänzen.

Interessante Statistiken

In den folgenden 10 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 66 Statistiken aus dem Thema "Familie in Österreich".

Familie in Österreich

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