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Statistiken zu Kuba

Die Republik Kuba ist ein Archipel bzw. Inselstaat der Karibik, der aus der Hauptinsel Isla de Cuba, der wesentlich kleineren Insel Isla de la Juventud und weiteren, rund 1.600 kleineren und kleinsten Inseln besteht. Kuba wird aufgrund seiner geografischen Umrisse auch als "grüner Kaiman der Karibik" bezeichnet. Geografisch ist Kuba - wie die gesamte Karibik - dem mittelamerikanischen Subkontinent zugeordnet.

Kuba ist mit einer Gesamtbevölkerung von 11,33 Millionen Menschen im Jahr 2019 der bevölkerungsreichste Staat der Karibik und die Hauptinsel Isla de Cuba ist die größte Insel der Karibik. Regierungssitz und Hauptstadt ist die Metropole La Habana (Havanna), die mit rund 2,1 Millionen Einwohnern zugleich auch die bevölkerungsreichste Stadt Kubas ist.
Trotz des kontinuierlich negativen Migrationssaldos – es wandern mehr Menschen aus Kuba aus als im gleichen Zeitraum Menschen nach Kuba einwandern – war die Gesamtbevölkerungsentwicklung Kubas jahrelang positiv. Seit 2018 ist die Entwicklung jedoch wieder negativ und belief sich 2019 auf -0,04 Prozent. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt in Kuba lag 2017 für die Gesamtbevölkerung bei 78,7 Jahren und damit deutlich über der durchschnittlichen Lebenserwartung für die Länder Lateinamerikas und der Karibik, die bei rund 76 Jahren liegt. Kuba besitzt mit 7,5 Ärzten je 1.000 Einwohner die höchste Ärztedichte weltweit.

Kubas Wirtschaft ist aufgrund des politischen Systems streng reguliert und durch die seit über 50 Jahren aktiven US-amerikanischen Wirtschafts- und Handelssanktionen charakterisiert. 2018 betrug das kubanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) rund 100 Milliarden US-Dollar und rund 8.821 US-Dollar pro Kopf. Das Wirtschaftswachstum in Kuba lag 2018 bei circa 2,25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote in Kuba belief sich 2018 auf geschätzt rund 1,7 Prozent. Damit gehört sie zu den 20 niedrigsten Arbeitslosenquoten weltweit.

Kuba exportierte 2020 Waren im Wert von geschätzt rund 2,18 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich: EU-Mitglied Zypern erreicht mit Exporten im Wert von umgerechnet rund 3,06 Milliarden US-Dollar ein höheres Ergebnis. Im selben Zeitraum hat Kuba Waren im Wert von 8,04 Milliarden US-Dollar importiert. Somit ist die Handelsbilanz von Kuba, wie auch in den vorangegangenen Jahren, negativ. Mit einem Anteil von rund 12,8 Prozent an den gesamten Exporten Kubas war Venezuela im Jahr 2006 der wichtigste Handelspartner im Export. Mit einem Anteil von rund 22 Prozent an den gesamten Importen Kubas war China 2017 der mit Abstand wichtigste Importpartner für Kuba. Hauptexportprodukte Kubas sind Erze wie Kobalt und Nickel, ferner Agrarprodukte wie Tabak, Zucker, Honig und Kaffee.

Die Staatsverschuldung Kubas lag 2017 bei circa 47,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Auslandsverschuldung Kubas betrug 2017 circa 30,06 Milliarden US-Dollar.

Im Dezember 2014 verkündeten die damaligen Präsidenten Kubas und der USA, Raúl Castro und Barack Obama, nach über 50 Jahren die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen und den Abbau bestehender Reise- und Wirtschaftsrestriktionen. Im März 2015 wurden auch die Verhandlungen mit der Europäischen Union wieder aufgenommen.
Während sich die Beziehungen zwischen Kuba und der USA seit Amtsantritt des US-Präsidenten Donald Trump zunehmend verschlechtern, bekräftigt die EU den Willen, die Verhandlungen voranzutreiben. Insbesondere eine Aufhebung US-amerikanischer Wirtschaftssanktionen würde voraussichtlich zu einem erheblich Aufschwung der Wirtschaft Kubas führen.

Die Hauptprobleme Kubas sind zum einen die maroden Staatsbetriebe, deren Produktionsmethoden als nicht wettbewerbsfähig angesehen werden. Gut drei Millionen, der insgesamt rund 4,6 Millionen Erwerbstätigen Kubas (2018) arbeiten in den Staatsbetrieben. Die vermeintliche Aufhebung der Wirtschafts- und Handelssanktionen ginge für Kuba, neben zahlreichen Vorteilen, auch mit neuen Wettbewerbssituationen einher, denen sich die Staatsbetriebe stellen müssten. Zum anderen weist Kuba im internationalen Vergleich auch in einigen sozialen und demokratischen Punkten hohe Defizite auf, die wiederum durch eine zunehmende Öffnung des Landes stärker in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit geraten würden. Kuba belegte im Dezember 2021 Platz 6 der Rangliste der Länder mit der größten Anzahl an Inhaftierten in Relation zur Gesamtbevölkerung weltweit. Kuba gehört weltweit zu den Ländern mit der niedrigsten Pressefreiheit 2021 und auch hinsichtlich der Internetfreiheit gilt Kuba im globalen Vergleich 2020 als eines der unfreiesten Länder.

Wichtige Kennzahlen

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Kuba

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Die Republik Kuba ist ein Archipel bzw. Inselstaat der Karibik, der aus der Hauptinsel Isla de Cuba, der wesentlich kleineren Insel Isla de la Juventud und weiteren, rund 1.600 kleineren und kleinsten Inseln besteht. Kuba wird aufgrund seiner geografischen Umrisse auch als "grüner Kaiman der Karibik" bezeichnet. Geografisch ist Kuba - wie die gesamte Karibik - dem mittelamerikanischen Subkontinent zugeordnet.

Kuba ist mit einer Gesamtbevölkerung von 11,33 Millionen Menschen im Jahr 2019 der bevölkerungsreichste Staat der Karibik und die Hauptinsel Isla de Cuba ist die größte Insel der Karibik. Regierungssitz und Hauptstadt ist die Metropole La Habana (Havanna), die mit rund 2,1 Millionen Einwohnern zugleich auch die bevölkerungsreichste Stadt Kubas ist.
Trotz des kontinuierlich negativen Migrationssaldos – es wandern mehr Menschen aus Kuba aus als im gleichen Zeitraum Menschen nach Kuba einwandern – war die Gesamtbevölkerungsentwicklung Kubas jahrelang positiv. Seit 2018 ist die Entwicklung jedoch wieder negativ und belief sich 2019 auf -0,04 Prozent. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt in Kuba lag 2017 für die Gesamtbevölkerung bei 78,7 Jahren und damit deutlich über der durchschnittlichen Lebenserwartung für die Länder Lateinamerikas und der Karibik, die bei rund 76 Jahren liegt. Kuba besitzt mit 7,5 Ärzten je 1.000 Einwohner die höchste Ärztedichte weltweit.

Kubas Wirtschaft ist aufgrund des politischen Systems streng reguliert und durch die seit über 50 Jahren aktiven US-amerikanischen Wirtschafts- und Handelssanktionen charakterisiert. 2018 betrug das kubanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) rund 100 Milliarden US-Dollar und rund 8.821 US-Dollar pro Kopf. Das Wirtschaftswachstum in Kuba lag 2018 bei circa 2,25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote in Kuba belief sich 2018 auf geschätzt rund 1,7 Prozent. Damit gehört sie zu den 20 niedrigsten Arbeitslosenquoten weltweit.

Kuba exportierte 2020 Waren im Wert von geschätzt rund 2,18 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich: EU-Mitglied Zypern erreicht mit Exporten im Wert von umgerechnet rund 3,06 Milliarden US-Dollar ein höheres Ergebnis. Im selben Zeitraum hat Kuba Waren im Wert von 8,04 Milliarden US-Dollar importiert. Somit ist die Handelsbilanz von Kuba, wie auch in den vorangegangenen Jahren, negativ. Mit einem Anteil von rund 12,8 Prozent an den gesamten Exporten Kubas war Venezuela im Jahr 2006 der wichtigste Handelspartner im Export. Mit einem Anteil von rund 22 Prozent an den gesamten Importen Kubas war China 2017 der mit Abstand wichtigste Importpartner für Kuba. Hauptexportprodukte Kubas sind Erze wie Kobalt und Nickel, ferner Agrarprodukte wie Tabak, Zucker, Honig und Kaffee.

Die Staatsverschuldung Kubas lag 2017 bei circa 47,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Auslandsverschuldung Kubas betrug 2017 circa 30,06 Milliarden US-Dollar.

Im Dezember 2014 verkündeten die damaligen Präsidenten Kubas und der USA, Raúl Castro und Barack Obama, nach über 50 Jahren die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen und den Abbau bestehender Reise- und Wirtschaftsrestriktionen. Im März 2015 wurden auch die Verhandlungen mit der Europäischen Union wieder aufgenommen.
Während sich die Beziehungen zwischen Kuba und der USA seit Amtsantritt des US-Präsidenten Donald Trump zunehmend verschlechtern, bekräftigt die EU den Willen, die Verhandlungen voranzutreiben. Insbesondere eine Aufhebung US-amerikanischer Wirtschaftssanktionen würde voraussichtlich zu einem erheblich Aufschwung der Wirtschaft Kubas führen.

Die Hauptprobleme Kubas sind zum einen die maroden Staatsbetriebe, deren Produktionsmethoden als nicht wettbewerbsfähig angesehen werden. Gut drei Millionen, der insgesamt rund 4,6 Millionen Erwerbstätigen Kubas (2018) arbeiten in den Staatsbetrieben. Die vermeintliche Aufhebung der Wirtschafts- und Handelssanktionen ginge für Kuba, neben zahlreichen Vorteilen, auch mit neuen Wettbewerbssituationen einher, denen sich die Staatsbetriebe stellen müssten. Zum anderen weist Kuba im internationalen Vergleich auch in einigen sozialen und demokratischen Punkten hohe Defizite auf, die wiederum durch eine zunehmende Öffnung des Landes stärker in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit geraten würden. Kuba belegte im Dezember 2021 Platz 6 der Rangliste der Länder mit der größten Anzahl an Inhaftierten in Relation zur Gesamtbevölkerung weltweit. Kuba gehört weltweit zu den Ländern mit der niedrigsten Pressefreiheit 2021 und auch hinsichtlich der Internetfreiheit gilt Kuba im globalen Vergleich 2020 als eines der unfreiesten Länder.

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