Statistiken zum Elektro- und Metallgewerbe im Handwerk

Veröffentlicht von Julia Hubert, 24.07.2019
Laut der alten Handwerksordnung HwO gehören zum Handwerk in Deutschland die sieben Handwerksgruppen Bau- und Ausbaugewerbe, Elektro- und Metallgewerbe, Holzgewerbe, Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe, Lebensmittelgewerbe, Gesundheits- und Körperpflege mit Reinigungsgewerbe sowie Glas-, Papier-, keramische und sonstige Gewerbe. Mit der Novellierung der Handwerksordnung 2004 erfolgte eine neue Gruppierung der Gewerbezweige auf Grundlage der Erfordernisse für die Konjunkturberichtserstattung. Die Gewerbegruppen laut Konjunkturberichterstattung unterteilen sich in das Bauhauptgewerbe, Ausbaugewerbe, Kraftfahrzeuggewerbe, Lebensmittelgewerbe, Gesundheitsgewerbe, sowie in die Handwerke für den gewerblichen und den privaten Bedarf. Die Berufe des Elektro- und Metallgewerbes finden sich in der neuen Unterteilung vorwiegend im Kraftfahrzeuggewerbe, Ausbaugewerbe sowie dem Gewerbe für den gewerblichen und den privaten Bedarf wieder.

Zum Elektro- und Metallgewerbe zählen alle Berufe, die mit Elektronik oder Metall zu tun haben, darunter beispielsweise Goldschmied/-in, Klempner/-in, Informationstechniker/-in oder Kraftfahrzeugtechniker/-in. In Deutschland gab es zum Ende des Jahres 2018 rund 268.200 Betriebe im Elektro- und Metallgewerbe. Darunter waren mit rund 62.000 die meisten Betriebe in der Berufsgruppe der Kraftfahrzeugtechniker einzuordnen, gefolgt von Elektrotechnikern sowie Installateuren und Heizungsbauern. Im Vergleich zu den anderen Gewerbegruppen ist das Elektro- und Metallgewerbe in Deutschland das Handwerk mit der höchsten Anzahl an Betrieben. Ebenso ist das Elektro- und Metallgewerbe in Hinblick auf den Lehrlingsbestand mit großem Abstand das Gewerbe mit den meisten Lehrlingen.

Die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse im Elektro- und Metallgewerbe ist nach einem konstanten Abfall in den letzten Jahren seit 2017 wieder leicht angestiegen und lag zuletzt bei rund 185.100 Ausbildungsplätzen. Die meisten Neuverträge zur Ausbildung im Elektro- und Metallgewerbe wurden in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg geschlossen. Mit über 62.900 Lehrlingen , darunter 21.200 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2018, ist der Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker/-in der lehrlingsstärkste – auch im bundesweiten Vergleich zu anderen Handwerksberufen. Die Zahl der abgeschlossenen Meisterprüfungen ist in den letzten fünf Jahren jedoch zurückgegangen und lag im Jahr 2018 bei etwa 10.400 Meisterprüfungen im Elektro- und Metallgewerbe, davon die meisten ebenfalls als Kraftfahrzeugtechniker/-in.

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