Todesfälle aufgrund von Essstörungen in Deutschland nach Diagnose in den Jahren 2015 bis 2017
Todesfälle aufgrund von Essstörungen in Deutschland nach Diagnose bis 2017
Im Jahr 2017 forderte Anorexia nervosa – gemeinhin bekannt als Magersucht (ICD-10: F50.0 und F50.1) - bundesweit 46 Menschenleben. 2017 wurden in deutschen Krankenhäusern insgesamt 7.821 Fälle von Anorexie und 1.864 Fälle von Bulimie diagnostiziert. Damit ist die Zahl stationär behandelter Anorexie-Fälle in den vergangenen zehn Jahren um knapp 30 Prozent gestiegen.

Worin unterscheiden sich Bulimie und Anorexie?

Grundsätzlich handelt es sich bei beiden Essstörungen um eine Störung der eigenen Körperwahrnehmung. Menschen, die unter Anorexie nervosa leiden, haben oft panische Angst vor dem Zudicksein. Die Nahrungsaufnahme stellt für viele Betroffene eine Qual dar. Häufig werden Medikamente zum Unterdrücken des Hungergefühls oder zum Abführen bereits aufgenommener Nahrung eingesetzt – extremes Untergewicht ist nicht selten die Folge. Im Gegensatz zu Magersüchtigen sind Bulimie-Erkrankte (ICD-10: F50.2 und F50.3) meist normalgewichtig. Häufig essen Betroffene in kurzer Zeit überdurchschnittlich viel, gefolgt von gegenregulatorischen Maßnahmen. Aus Schuldgefühlen und der Angst vor Kontrollverlust erbrechen Erkrankte, greifen zu Abführmitteln oder sonstigen extremen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion.

Welche Gründe haben Essstörungen?

Essstörungen werden von den Betroffenen – überwiegend Mädchen – bereits in jungen Jahren, häufig vor oder während der Pubertät ausgebildet, wobei in der Regel mehrere Faktoren zusammenwirken. Großen Einfluss hat zum einen die genetische Prädisposition der Betroffenen. Entscheidend sind jedoch häufig ein geringes Selbstwertgefühl und die Sorge um das eigene Aussehen angesichts bestimmter massenmedial verbreiteter Schönheitsideale. Die steigende Zahl stationärer Fälle korrespondiert dabei mit einer gesellschaftlich stark gestiegenen Bedeutung psychischer Erkrankungen insgesamt. Die Gesundheitsberichterstattung der Krankenkassen zeigt, dass sich das Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten vervielfacht hat. Psychische Erkrankungen sind damit zu einer der wichtigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit aufgestiegen.
Todesfälle aufgrund von Essstörungen in Deutschland nach Diagnose in den Jahren 2015 bis 2017
201520162017
Essstörungen insgesamt (F50)755278
Essstörung, nicht näher bezeichnet F50.9)171213
Sonstige Essstörungen (F50.8)2-17
Atypische Bulimia nervosa (F50.3)---
Bulimia nervosa (F50.2)762
Atypische Anorexia nervosa (F50.1)---
Anorexia nervosa (F50.0)493446
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Quelle

Statistisches Bundesamt

Veröffentlichungsdatum

Juli 2019

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

2015 bis 2017

Todesfälle aufgrund von Essstörungen in Deutschland nach Diagnose bis 2017
Im Jahr 2017 forderte Anorexia nervosa – gemeinhin bekannt als Magersucht (ICD-10: F50.0 und F50.1) - bundesweit 46 Menschenleben. 2017 wurden in deutschen Krankenhäusern insgesamt 7.821 Fälle von Anorexie und 1.864 Fälle von Bulimie diagnostiziert. Damit ist die Zahl stationär behandelter Anorexie-Fälle in den vergangenen zehn Jahren um knapp 30 Prozent gestiegen.

Worin unterscheiden sich Bulimie und Anorexie?

Grundsätzlich handelt es sich bei beiden Essstörungen um eine Störung der eigenen Körperwahrnehmung. Menschen, die unter Anorexie nervosa leiden, haben oft panische Angst vor dem Zudicksein. Die Nahrungsaufnahme stellt für viele Betroffene eine Qual dar. Häufig werden Medikamente zum Unterdrücken des Hungergefühls oder zum Abführen bereits aufgenommener Nahrung eingesetzt – extremes Untergewicht ist nicht selten die Folge. Im Gegensatz zu Magersüchtigen sind Bulimie-Erkrankte (ICD-10: F50.2 und F50.3) meist normalgewichtig. Häufig essen Betroffene in kurzer Zeit überdurchschnittlich viel, gefolgt von gegenregulatorischen Maßnahmen. Aus Schuldgefühlen und der Angst vor Kontrollverlust erbrechen Erkrankte, greifen zu Abführmitteln oder sonstigen extremen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion.

Welche Gründe haben Essstörungen?

Essstörungen werden von den Betroffenen – überwiegend Mädchen – bereits in jungen Jahren, häufig vor oder während der Pubertät ausgebildet, wobei in der Regel mehrere Faktoren zusammenwirken. Großen Einfluss hat zum einen die genetische Prädisposition der Betroffenen. Entscheidend sind jedoch häufig ein geringes Selbstwertgefühl und die Sorge um das eigene Aussehen angesichts bestimmter massenmedial verbreiteter Schönheitsideale. Die steigende Zahl stationärer Fälle korrespondiert dabei mit einer gesellschaftlich stark gestiegenen Bedeutung psychischer Erkrankungen insgesamt. Die Gesundheitsberichterstattung der Krankenkassen zeigt, dass sich das Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten vervielfacht hat. Psychische Erkrankungen sind damit zu einer der wichtigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit aufgestiegen.
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