Daten und Fakten zu Kolumbien

Kolumbien ist bevölkerungsmäßig der zweitgrößte Staat in Südamerika und gehört zu den 30 größten Ländern der Welt nach Fläche (Rang 26). Kolumbien ist eines der Länder mit dem höchsten Grad an Biodiversität, im südamerikanischen Land finden sich beispielsweise die zweitmeisten Baumarten weltweit nach Brasilien. Kolumbien grenzt an den Pazifischen Ozean und das Karibische Meer – und beherbergt neben Savannen und Andenwäldern auch Teile des Amazonas.

Kolumbiens Gesamtbevölkerung betrug im Jahr 2021 rund 51,05 Millionen, davon leben über 80 Prozent in Städten. Alleine 7,9 Millionen Kolumbianer:innen wohnen in der Hauptstadt Bogotá, der größten Stadt in Kolumbien und der viertgrößten Stadt in Südamerika. Gemessen an der Bevölkerung ist Kolumbien das drittgrößte Land in den Staaten Lateinamerikas und der Karibik.

Kolumbien wählt: Erster Präsident der politischen Linken

Am 19. Juni ging die zweite Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien zu Ende. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wurde mit Gustavo Petro ein Präsident der politischen Linken gewählt. Petro ist Volkswirt, ehemaliger Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá und ehemaliges Mitglied der Guerilla-Gruppe Movimiento 19 de Abril (Bewegung 19. April). Aufgrund der langjährigen Konflikten mit linken Guerilla-Gruppen hatten linke Kandidat:innen bei vergangenen Wahlen kaum Erfolgsaussichten.
Als Vizepräsidentin trat gemeinsam mit Petro die Afro-Kolumbianische Politikerin und Aktivistin Francia Márquez an, die die erste Afrokolumbianerin an der Spitze des Landes sein wird. Beide möchten Kolumbien weniger von Rohstoffexporten abhängig machen und die Armut im Land beispielsweise durch eine Beschäftigungsgarantie im öffentlichen Sektor bekämpfen. Dafür plädierten sie im Wahlkampf für umfangreiche Wirtschaftsreformen. Petro wurde besonders von jungen und ärmeren Menschen sowie Minderheiten gewählt.

Kolumbiens Bevölkerungswachstum seit Jahren langsam

Das Bevölkerungswachstum in Kolumbien ist positiv, wenn auch gering. In den letzten zehn Jahren pendelte das Wachstum der Bevölkerung um etwa ein bis zwei Prozent. Das hängt unter anderem mit der geringen Fertilitätsrate zusammen, die im Jahr 2020 etwa 1,77 geborene Kinder je Frau betrug. Dies reicht aus, um ein langsames Wachstum zu ermöglichen. Auch die Lebenserwartung steigt langsam an und beträgt im Jahr 2020 etwa 77,5 Jahren. Die Kindersterblichkeit ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gesunken und beträgt noch etwa 13 Todesfälle je 1.000 Geburten.
Kolumbiens Bevölkerung ist mit einem Medianalter von 31,3 Jahren (Stand: 2020) auf einem vergleichbaren Niveau wie andere südamerikanische Staaten. Während das Medianalter in Staaten wie Argentinien, Brasilien und Uruguay leicht höher ist als in Kolumbien ist es in Ländern wie Paraguay noch niedriger. Das Medianalter bedeutet, dass eine Hälfte der kolumbianischen Bevölkerung jünger als 31,3 ist und eine Hälfte älter. Zum Vergleich hat die Bevölkerung in Japan, einem der Länder mit der ältesten Bevölkerung, einen Altersmedian von 48,4 Jahren.
Vor der Kolonialzeit war das Gebiet des heutigen Kolumbiens ethnisch divers. Während der Kolonialzeit hat sich die indigene Bevölkerung des Landes mit spanischen Kolonisten und importierten Sklaven, vor allem aus Sub-Sahara Afrika, gemischt. Der größte ethnische Anteil der kolumbianischen Bevölkerung in der heutigen Zeit sind Mestizen und Weiße (rund 87,6 Prozent). Mestizen bezeichnen Kolumbianer:innen deren Vorfahren Indigene und Europäer sind. Weitere etwa 6,8 Prozent sind Afro-Kolumbianer:innen und etwa 4,3 Prozent gehören insgesamt über 100 verschiedenen indigenen Volksgruppen an. Ein großer Teil der kolumbianischen Bevölkerung gehören christlichen Glaubensgemeinschaften an. Im Jahr 2020 waren rund 48,15 Millionen Kolumbianer:innen Christen.
Kolumbiens Bevölkerung ist zudem von Immigration und Migration geprägt, besonders von der Dynamik zwischen Kolumbien und dem Nachbarn Venezuela. Im Jahr 2020 leben rund 3 Millionen Kolumbianer:innen im Ausland, davon etwa 918.000 in Venezuela und 818.000 in den USA. Kolumbien ist zudem weltweit das Land, das die zweitmeisten Flüchtlinge aufgenommen hat (Stand: Ende 2021). Die rund 1,8 Millionen Flüchtlinge, die Anfang 2022 in Kolumbien lebten sind zum großen Teil aus Venezuela. Während der Jahrzehnte der bewaffneten Konflikte zwischen der kolumbianischen Regierung und bewaffneten Guerilla-Gruppen flohen viele Kolumbianer:innen aus den Konfliktregionen nach Venezuela; seit der Wirtschaftskrise in Venezuela, die 2013 begann, kam es dann zu einer Massenemigration von bis zu 6 Millionen Flüchtlingen, von denen viele in Kolumbien blieben.

Kolumbiens Wirtschaft: Hohe Wachstumsraten, Probleme mit Arbeitslosigkeit

Kolumbien erwirtschaftete im Jahr 2021 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von geschätzt rund 314,3 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2022 wird ein BIP von etwa 351,3 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Nach Argentinien und Brasilien ist Kolumbien die drittgrößte Volkswirtschaft auf den südamerikanischen Kontinent. Pro Kopf kommt Kolumbien 2021 auf ein BIP von etwa 6.156 US-Dollar. Das Wirtschaftswachstum in Kolumbien war in den meisten Jahren hoch und erreichte teilweise Werte von über fünf Prozent. Nach einem negativen Wachstum im Corona-Jahr 2020 konnte Kolumbiens Wirtschaft im Jahr 2021 um 10,56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Für das Jahr 2022 wird ein Wachstum des BIP von rund 5,8 Prozent prognostiziert.
Die Inflationsrate belief sich 2021 auf etwa 3,5 Prozent, soll im Jahr 2022 aber ansteigen. Ein größeres Problem für Kolumbien ist die Arbeitslosenquote. Diese beträgt 2021 rund 13,7 Prozent, was rund drei Prozentpunkte weniger sind als im Vorjahr. Dennoch lag die Arbeitslosenquote in Kolumbien seit der Jahrtausendwende zumeist im zweistelligen Bereich. Zudem sind viele Arbeitsplätze in Kolumbien informell. Auch die Reallöhne sind in den letzten Jahren nur wenig angestiegen. Dies zeigt sich auch bei einem näheren Blick auf die Armutsverhältnisse im Land. Trotz des hohen Wirtschaftswachstum lebt ein großer Teil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Im Jahr 2020 lebten rund 10,3 Prozent der Bevölkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze von 1,9 US-Dollar (angepasst an die Kaufkraftparität) pro Tag. Zum Vergleich: in der Region Lateinamerika und der Karibik lag der Durchschnitt im Jahr 2019 bei etwa vier Prozent.

Außenhandel (Import/Export) von Kolumbien

Kolumbien importierte im Jahr 2021 Waren im Wert von etwa 61,1 Milliarden US-Dollar und exportierte gleichzeitig rund 40,3 Milliarden US-Dollar Warenwert. Damit verzeichnete Kolumbien zum 11. Jahr in Folge ein Handelsbilanzdefizite, zuletzt war dieses auf dem Rekordniveau von rund 20,8 Milliarden US-Dollar. Kolumbien gehört somit zu den 20 Ländern mit dem größten Handelsbilanzdefizit im Jahr 2021.
Kolumbiens Außenhandel im Exportbereich wird von fossilen Rohstoffen dominiert. Im Jahr 2021 setzte sich ein Drittel von Kolumbiens Exporten alleine aus Erdöl und dessen Erzeugnissen zusammen. Kohle machte einen weiteren großen Teil der Exporte aus. Kaffee, Früchte, Schnittblumen sowie Gold und weitere Rohstoffe exportiert Kolumbien.

Kolumbiens wichtigste Exportgüter:

  • Erdöl, Erdölerzeugnisse und verwandte Waren (SITC Abschnitt 33): 33,31%
  • Kohle, Koks und Briketts (SITC Abschnitt 32): 13,94%
  • Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze und Waren daraus (SITC Abschnitt 07): 8,96%
Kolumbiens wichtigstes Importgut im Jahr 2021 sind Straßenfahrzeuge. Darüber hinaus importiert Kolumbien medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse und Geräte für Nachrichtentechnik, wie beispielsweise Smartphones.

Kolumbiens wichtigste Importgüter:

  • Straßenfahrzeuge (einschl. Luftkissenfahrzeuge) (SITC Abschnitt 78): 7,99%
  • Medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse (SITC Abschnitt 54): 6,92%
  • Geräte für die Nachrichtentechnik; Bild- und Tonaufzeichnungs- und -wiedergabegeräte (SITC Abschnitt 76): 6,59%
Die Vereinigten Staaten sind mit großem Abstand der wichtigste Handelspartner Kolumbiens. Im Jahr 2021 gingen rund 28,1 Prozent von Kolumbiens Exporten in die USA. China ist mit einem Anteil von 8,85 Prozent der nächstwichtige Handelspartner im Ausfuhrhandel. Bei den Importen liegt China mit einem Anteil von rund 24,2 Prozent vor den USA, die einen Anteil von etwa 23,2 Prozent an Kolumbiens Importen im Jahr 2021 hatten. Mit den USA schloss Kolumbien im Mai 2012 ein Freihandelsabkommen ab. Aufgrund der geringen Exportdiversifizierung Kolumbiens kann das südamerikanische Land jedoch den Marktzugang nicht voll ausnutzen.

Kolumbiens Abhängigkeit von Rohstoffen für den Außenhandel

Rund 47 Prozent der kolumbianischen Exporte im Jahr 2021 kamen aus dem Erdöl- oder Kohlesektor. Im Bereich Kohle ist Kolumbien der weltweit sechstgrößte Exporteur (Stand: 2020) mit einer Exportmenge von etwa 52,1 Millionen Tonnen. Bei Erdöl ist Kolumbien auf Rang 17 der weltweiten Exporteure (Stand: 2020). Weitere wichtige Exportgüter im Bergbaubereich sind Nickel, Smaragde und Gold. Jedoch hat besonders der Kohleabbau in Kolumbien weitreichende Konsequenzen für die Umwelt und die lokale Bevölkerung – insbesondere indigene Bevölkerungsteile – gehabt. Grundwasserverschmutzung, die Umleitung von Gewässern und die Verletzung von Menschenrechten und Arbeiterrechten haben in den vergangenen Jahren eine Debatte um die Rolle von Kohle in Kolumbien eingeleitet, die auch bei der Präsidentschaftswahl 2022 eine Rolle spielte.

Kolumbiens Agrarsektor und der Freihandel

Weiterhin eine große Rolle spielen Agrarexporte eine wichtige Rolle in Kolumbien. Besonders bekannt ist Kolumbien dabei für Kaffee. Weltweit war Kolumbien im Jahr 2020 der drittgrößte Exporteur von Kaffee nach Brasilien und Vietnam. Dabei betrug der Anteil Kolumbiens an der weltweiten Kaffeeernte rund 8,16 Prozent. Die Kaffeeproduktion hat sich zuletzt nur langsam gesteigert, da Effekte des Klimawandels sich in manchen Jahren auf die Kaffeeproduktion auswirken. Steigende Temperaturen oder starke Regenfälle während der Erntesaison können dazu führen, das traditionelle Gebiete der Kaffeeproduktion in Zukunft nicht mehr zur Kultivierung der Kaffeepflanze geeignet sind. Neben Kaffee exportiert Kolumbien Südfrüchte und Zuckerrohr bzw. Produkte daraus. Kolumbien ist der fünftgrößte Exporteur von Bananen (Stand: 2020) und unter den zehn führenden Exportländern von Zucker. Im Dezember 2012 schloss Kolumbien ein Freihandelsabkommen mit Peru und der Europäischen Union ab, das vor allem darauf abzielt die Exporte von Zucker, Kaffee, Schnittblumen, Früchten, Fleisch und Rohstoffen in die EU zu erleichtern durch zollfreie Kontingente. Kolumbien ist im Jahr 2021 der zweitwichtigste Lieferant Deutschlands für Bananen und das viertwichtigste Importland von Avocados (Stand: 2021).

5 Jahre Friedensprozess in Kolumbien

Als die Regierung Kolumbiens am 26. September 2016 ein Friedensabkommen mit der größten Guerilla-Gruppe Kolumbiens, den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC), schloss, dauerte der bewaffnete Konflikt im Land bereits 52 Jahre an. Das Abkommen wurde zunächst in einem nicht-bindenden Volksentscheid abgelehnt. Jedoch bestanden Zweifel, dass der zuvor geschlossene Waffenstillstand lange aufrecht gehalten werden konnte. Guerilla-Gruppen wie die FARC finanzieren sich teils durch kriminelle Aktivitäten, wie Drogenhandel oder Entführungen. Im November 2016 wurde schließlich ein weiterer Friedensvertrag in Havanna geschlossen und vom Kongress ratifiziert. Im Anschluss an das Abkommen richteten die Vereinten Nationen eine zivile Friedensmission (UN Mission in Kolumbien) ein, um die Umsetzung des Abkommens sowie die Entwaffnung von Kämpfer:innen zu überwachen. Auch die USA erhöhten ihre Hilfeleistungen für Kolumbien nach 2016 deutlich, wovon ein großer Teil in den militärischen Bereich und die Bekämpfung des Drogenhandels fließt. Das Abkommen erntete Kritik in der Bevölkerung und von Menschenrechtsorganisationen, da insbesondere das Opferabkommen Defizite aufwies und potenzielle Kriegsverbrecher durch Geständnisse teils nur mit gemeinnütziger Arbeit bestraft würden.
Zwischen 1985 und 2022 sind in Kolumbien über 9,2 Millionen Menschen Opfer interner bewaffneter Konflikte geworden. Im selben Zeitraum wurden über 270.000 Menschen ermordet. Im Zeitraum zwischen 2001 und 2005 sind in Kolumbien die meisten Menschen Opfer bewaffneter Konflikte geworden. Im Zeitraum von 2016 bis 2020, nach dem Friedensabkommen, ist die Anzahl der Opfer weiter gesunken, allerdings sank sie auch in den vorherigen Zeiträumen. Weiterhin gibt es Probleme mit der Umsetzung des Abkommens. Obwohl FARC 2016 demobilisiert wurden, haben sich kleinere Rebellengruppen abgespalten und sind weiterhin beispielsweise in den Grenzregionen zu Venezuela aktiv. Auch gibt es beispielsweise Gefahren für Menschen durch Landminen. Insgesamt wurden laut der UN Mission rund 13.000 ehemalige Kämpfer:innen akkreditiert, von denen über 10.000 außerhalb der speziell eingerichteten Areale für Reintegration und Ausbildung leben. Ende März 2022 arbeiteten 3.855 davon in kollektiven Produktionsprojekten und 4.736 in individuellen Projekten. Die Auswirkungen des jahrzehntelangen Konflikts sind weiterhin zu spüren. Verhandlungen mit anderen Gruppen wurden zeitweise nach Anschlägen im Jahr 2021 unterbrochen.

Rechtsstaatlichkeit

Kolumbien wird vom Bertelsmann Transformationsindex (BTI) im Jahr 2022 als defekte Demokratie bezeichnet. Auch in den Bereichen Marktwirtschaft und politisches Management sieht der BTI Probleme. Der Index für politisches Management ist zwischen 2018 und 2022 unter der Regierung des ehemaligen Präsidenten Duque stark gefallen.
Während der Corona-Krise gab es schwere Proteste gegen die Regierung aufgrund steigender Steuern und Korruption. Korruption ist ein langjähriges Problem in Kolumbien. Im Korruptionsindex von Transparency International wurde ist Kolumbien auf Platz 87 von 180 untersuchten Staaten.
In der Untersuchung Fragile States Index in der Ausgabe 2021 des Fund for Peace ist Kolumbien auf Platz 61 von 179 untersuchten Staaten. Insgesamt wird Kolumbien mit dem Status Warning (Warnung) bewertet. Im Fragile States Index hat sich die Situation in Kolumbien während der Corona-Krise leicht verschlechtert. Während der Proteste in den Jahren 2019 bis 2021 kam es unter anderem zu Todesfällen unter den Demonstranten und vielen Fällen an Polizeigewalt. Zudem sind in den letzten Jahren vermehrt Menschenrechts- und Umweltaktivist:innen in Kolumbien ermordet worden.

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