Corporate-Lösungen testen?
+49 (40) 284841-968
kundenservice@statista.com

Geographische Daten unserer Erde

Unsere Welt befindet sich im stetigen Wandel und das trifft nicht nur auf kulturelle, politische und soziale Dimensionen zu. Auch die physische Umwelt, also Flüsse, Seen, Wälder und sogar Gebirge und ganze Kontinente befinden sich in einem anhaltenden Prozess der Umformung. All diese Bereiche werden unter dem Begriff der physischen Geographie zusammengefasst und untersucht. Viele dieser Prozesse, wie die Bildung von Gebirgen, sind ausgesprochen langsam und dauern Jahrmillionen an. Dennoch passieren sie in jedem Moment und sind von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beobachtbar.

Die Erde besteht aus verschiedenen Platten, die sich mit bis zu zehn Zentimeter pro Jahr bewegen. Der wissenschaftliche Begriff dazu lautet Plattentektonik und geht auf Alfred Wegener zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts bemerkte er, dass die Kontinente wie Puzzleteile ineinanderpassen und schloss daraus, dass sie einst zusammen einen einzelnen Superkontinent bildeten. Diesen Superkontinent nannte er Pangäa. Heute wissen wir, dass Alfred Wegener mit seiner Theorie recht hatte. Mit Satellitendaten kann die Bewegung der Kontinente beobachtet werden und man weiß, dass es vor Pangäa bereits mehrere Superkontinente gab. Man unterscheidet zwischen den schweren ozeanischen und den leichteren kontinentalen Platten. Die Platten können sich voneinander weg, aufeinander zu oder aneinander vorbeibewegen. Je nachdem wie sich die Platten zueinander bewegen, können sie Meere entstehen oder verschwinden lassen, Gebirge auftürmen oder Erdbeben und Vulkanausbrüche auslösen.

Häufig wird die Erde als der "blaue Planet" bezeichnet, da sie zu einem Großteil von Wasser bedeckt ist. Knapp 71 Prozent der Erdoberfläche besteht aus Ozeanen. Der größte ist der Pazifische Ozean und der kleinste das Nordpolarmeer. Die Weltmeere umgeben und trennen die Kontinente voneinander. Seen hingegen liegen in Gänze innerhalb einer Landmasse, aber können trotzdem gigantische Ausmaße annehmen. Der größte See der Welt, das Kaspische Meer (das eigentlich Kaspischer See heißen müsste), hat eine Fläche von 371.000 km² und ist damit größer als Deutschland. Seen werden meist von Flüssen gespeist, die in der Regel auch aus dem See wieder hinaus und bis zum Meer fließen. In und aus dem Bodensee, dem größten See Deutschlands, fließt zum Beispiel der Rhein. Der längste Fluss der Welt ist der Nil. Er entspringt in den Bergen von Ruanda, von wo er gen Norden, durch Tansania, Uganda, den Sudan und Ägypten bis ins Mittelmeer fließt. Auf einem Großteil der Strecke fließt der Nil damit durch trockene, niederschlagsarme Gebiete und sogar Wüsten. Auf einem Großteil seines Weges bekommt der Nil deshalb kein neues Wasser, weswegen er zwar der längste Fluss der Welt ist, aber bei weitem nicht der wasserreichste. Der wasserreichste Fluss der Welt ist der Amazonas in Südamerika. Jede Sekunde transportiert der Amazonas 209.000 m³ Wasser - das entspricht dem Volumen von rund 84 olympischen Schwimmbecken.

Gebirge sind häufig der Ursprungsort von Flüssen, da sich an ihnen Wolken abregnen und sich so große Mengen an Wasser sammeln. Genauso wie Gebirge Barrieren für Wolken sind, verhindern sie den Luft- und damit Wärmeaustausch, weswegen sich die Natur auf der einen Seite eines Gebirges meistens sehr von der Natur auf der anderen Seite unterscheidet. Durch ihren massiven Einfluss auf Niederschlagsmuster und lokale Klimata prägen sie so die Flora und Fauna ganzer Regionen. Berge werden als Teil eines Gebirges durch kollidierende tektonische Platten aufgetürmt oder sie sind das Zeugnis eines Vulkans, der immer wieder flüssiges Gestein an die Erdoberfläche befördert und so über die Zeit einen Berg entstehen lässt. Der größte Berg der Welt, der Mount Everest, ist die Folge der Kollision der indischen und eurasischen Platte. Seit Millionen von Jahren bewegen sich diese Platten aufeinander zu und haben so das Himalaya-Gebirge, von dem der Mount-Everest ein Teil ist, aufgetürmt. Auch heute noch hält dieser Prozess an. Jedes Jahr wächst der Mount Everest um wenige Millimeter.

In den Regenwäldern der Tropen tummelt sich ein Großteil des Lebens unseres Planeten. Sie sind eine Schatzkammer der Biodiversität und damit auch für uns Menschen von größter Bedeutung, weil sie durch ihre Vielfalt helfen, das Gleichgewicht des globalen Ökosystems zu stabilisieren. Deswegen ist es umso erschreckender, dass Regenwälder abgeholzt werden und die weltweite Waldfläche seit Jahren schrumpft. Das Ökosystem Regenwald droht vielerorts zu kippen, sollte diese Entwicklung anhalten. Wie Regionen mit minimalen oder sogar nicht existenten Ökosystem aussehen können, zeigen uns die Wüsten der Erde. Extreme Trockenheit sorgt dort dafür, dass kaum Leben möglich ist. Die größte Wüste ist nicht – wie viele fälschlicherweise annehmen – die Sahara, sondern die Antarktis. In der Antarktis findet aufgrund der niedrigen Temperatur kaum Verdunstung statt, weswegen die Niederschlagsmengen sehr gering sind. Wenn Wasser vom Himmel kommt, dann zudem meist in gefrorener Form, wodurch das Wasser nicht nutzbar für Pflanzen ist. Dies führt dazu, dass die trockensten und lebensfeindlichsten Orte der Welt in der Antarktis liegen.

Genau wie sich die Erdoberfläche im stetigen Wandel befindet, ist auch das Weltklima seit Anbeginn der Erde in einem andauernden Änderungsprozess. Unter dem Einfluss von uns Menschen ist die Geschwindigkeit dieser Änderungen jedoch dramatisch gestiegen. Die steigenden CO2-Werte in der Erdatmosphäre führen zu einer extrem schnellen Erderwärmung. Auch in der erdzeitgeschichtlichen Vergangenheit gab es viele Temperaturschwankungen, sie zogen sich aber stets über Tausende oder gar Millionen von Jahren. Heute erleben wir diese Entwicklung durch den menschengemachten Klimawandel im Zeitraffer. Zu schnell, als dass sich die Natur daran anpassen könnte. Die Folge: steigende Temperaturen, zurückgehendes Packeis in der Arktis und Antarktis und damit verbunden ein rasant steigender Meeresspiegel.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Die Naturräume der Erde" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Erdoberfläche

Gewässer

Wald

Vulkane & Erdbeben

Auswirkungen des Klimawandels

Berge

Weitere interessante Statistiken

Geographische Daten unserer Erde

Unsere Welt befindet sich im stetigen Wandel und das trifft nicht nur auf kulturelle, politische und soziale Dimensionen zu. Auch die physische Umwelt, also Flüsse, Seen, Wälder und sogar Gebirge und ganze Kontinente befinden sich in einem anhaltenden Prozess der Umformung. All diese Bereiche werden unter dem Begriff der physischen Geographie zusammengefasst und untersucht. Viele dieser Prozesse, wie die Bildung von Gebirgen, sind ausgesprochen langsam und dauern Jahrmillionen an. Dennoch passieren sie in jedem Moment und sind von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beobachtbar.

Die Erde besteht aus verschiedenen Platten, die sich mit bis zu zehn Zentimeter pro Jahr bewegen. Der wissenschaftliche Begriff dazu lautet Plattentektonik und geht auf Alfred Wegener zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts bemerkte er, dass die Kontinente wie Puzzleteile ineinanderpassen und schloss daraus, dass sie einst zusammen einen einzelnen Superkontinent bildeten. Diesen Superkontinent nannte er Pangäa. Heute wissen wir, dass Alfred Wegener mit seiner Theorie recht hatte. Mit Satellitendaten kann die Bewegung der Kontinente beobachtet werden und man weiß, dass es vor Pangäa bereits mehrere Superkontinente gab. Man unterscheidet zwischen den schweren ozeanischen und den leichteren kontinentalen Platten. Die Platten können sich voneinander weg, aufeinander zu oder aneinander vorbeibewegen. Je nachdem wie sich die Platten zueinander bewegen, können sie Meere entstehen oder verschwinden lassen, Gebirge auftürmen oder Erdbeben und Vulkanausbrüche auslösen.

Häufig wird die Erde als der "blaue Planet" bezeichnet, da sie zu einem Großteil von Wasser bedeckt ist. Knapp 71 Prozent der Erdoberfläche besteht aus Ozeanen. Der größte ist der Pazifische Ozean und der kleinste das Nordpolarmeer. Die Weltmeere umgeben und trennen die Kontinente voneinander. Seen hingegen liegen in Gänze innerhalb einer Landmasse, aber können trotzdem gigantische Ausmaße annehmen. Der größte See der Welt, das Kaspische Meer (das eigentlich Kaspischer See heißen müsste), hat eine Fläche von 371.000 km² und ist damit größer als Deutschland. Seen werden meist von Flüssen gespeist, die in der Regel auch aus dem See wieder hinaus und bis zum Meer fließen. In und aus dem Bodensee, dem größten See Deutschlands, fließt zum Beispiel der Rhein. Der längste Fluss der Welt ist der Nil. Er entspringt in den Bergen von Ruanda, von wo er gen Norden, durch Tansania, Uganda, den Sudan und Ägypten bis ins Mittelmeer fließt. Auf einem Großteil der Strecke fließt der Nil damit durch trockene, niederschlagsarme Gebiete und sogar Wüsten. Auf einem Großteil seines Weges bekommt der Nil deshalb kein neues Wasser, weswegen er zwar der längste Fluss der Welt ist, aber bei weitem nicht der wasserreichste. Der wasserreichste Fluss der Welt ist der Amazonas in Südamerika. Jede Sekunde transportiert der Amazonas 209.000 m³ Wasser - das entspricht dem Volumen von rund 84 olympischen Schwimmbecken.

Gebirge sind häufig der Ursprungsort von Flüssen, da sich an ihnen Wolken abregnen und sich so große Mengen an Wasser sammeln. Genauso wie Gebirge Barrieren für Wolken sind, verhindern sie den Luft- und damit Wärmeaustausch, weswegen sich die Natur auf der einen Seite eines Gebirges meistens sehr von der Natur auf der anderen Seite unterscheidet. Durch ihren massiven Einfluss auf Niederschlagsmuster und lokale Klimata prägen sie so die Flora und Fauna ganzer Regionen. Berge werden als Teil eines Gebirges durch kollidierende tektonische Platten aufgetürmt oder sie sind das Zeugnis eines Vulkans, der immer wieder flüssiges Gestein an die Erdoberfläche befördert und so über die Zeit einen Berg entstehen lässt. Der größte Berg der Welt, der Mount Everest, ist die Folge der Kollision der indischen und eurasischen Platte. Seit Millionen von Jahren bewegen sich diese Platten aufeinander zu und haben so das Himalaya-Gebirge, von dem der Mount-Everest ein Teil ist, aufgetürmt. Auch heute noch hält dieser Prozess an. Jedes Jahr wächst der Mount Everest um wenige Millimeter.

In den Regenwäldern der Tropen tummelt sich ein Großteil des Lebens unseres Planeten. Sie sind eine Schatzkammer der Biodiversität und damit auch für uns Menschen von größter Bedeutung, weil sie durch ihre Vielfalt helfen, das Gleichgewicht des globalen Ökosystems zu stabilisieren. Deswegen ist es umso erschreckender, dass Regenwälder abgeholzt werden und die weltweite Waldfläche seit Jahren schrumpft. Das Ökosystem Regenwald droht vielerorts zu kippen, sollte diese Entwicklung anhalten. Wie Regionen mit minimalen oder sogar nicht existenten Ökosystem aussehen können, zeigen uns die Wüsten der Erde. Extreme Trockenheit sorgt dort dafür, dass kaum Leben möglich ist. Die größte Wüste ist nicht – wie viele fälschlicherweise annehmen – die Sahara, sondern die Antarktis. In der Antarktis findet aufgrund der niedrigen Temperatur kaum Verdunstung statt, weswegen die Niederschlagsmengen sehr gering sind. Wenn Wasser vom Himmel kommt, dann zudem meist in gefrorener Form, wodurch das Wasser nicht nutzbar für Pflanzen ist. Dies führt dazu, dass die trockensten und lebensfeindlichsten Orte der Welt in der Antarktis liegen.

Genau wie sich die Erdoberfläche im stetigen Wandel befindet, ist auch das Weltklima seit Anbeginn der Erde in einem andauernden Änderungsprozess. Unter dem Einfluss von uns Menschen ist die Geschwindigkeit dieser Änderungen jedoch dramatisch gestiegen. Die steigenden CO2-Werte in der Erdatmosphäre führen zu einer extrem schnellen Erderwärmung. Auch in der erdzeitgeschichtlichen Vergangenheit gab es viele Temperaturschwankungen, sie zogen sich aber stets über Tausende oder gar Millionen von Jahren. Heute erleben wir diese Entwicklung durch den menschengemachten Klimawandel im Zeitraffer. Zu schnell, als dass sich die Natur daran anpassen könnte. Die Folge: steigende Temperaturen, zurückgehendes Packeis in der Arktis und Antarktis und damit verbunden ein rasant steigender Meeresspiegel.

Weitere interessante Statistiken

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Wir helfen gerne.
Statista Locations
Kontakt Jens Weitemeyer
Jens Weitemeyer
Customer Relations

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (CET)

Kontakt Hadley Ward
Hadley Ward
Sales Manager– Kontakt (Vereinigte Staaten)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)

Kontakt Ziyan Zhang
Ziyan Zhang
Customer Relations– Kontakt (Asien)

Mo - Fr, 11:30 - 22:00 Uhr (IST)

Kontakt Kisara Mizuno
Kisara Mizuno
Customer Success Manager– Kontakt (Asien)

Mon - Fri, 9:30am - 5:30pm (JST)

Kontakt Lodovica Biagi
Lodovica Biagi
Director of Operations– Kontakt (Europa)

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (GMT)

Kontakt Catalina Rodriguez
Catalina Rodriguez
Key Account Manager - LAC– Kontakt (Lateinamerika)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)