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Statistiken zu kreisfreien Städten und Landkreisen

Landkreise sind Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände. Die Anzahl der Gemeinden, die sich in einem Kreis befinden, variiert in Deutschland zwischen sechs und über 200. Kreisfreie Städte hingegen gehören keinem Landkreis an. Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 zählte die Bundesrepublik mehr als 500 Kreise, die seitdem immer wieder durch Zusammenlegungen reduziert wurden.

Zuletzt gab es in Deutschland 107 kreisfreie Städte und 294 Landkreise (Stand: September 2021). In Bayern lagen die meisten Land- und Stadtkreise. Der flächenmäßig größte Landkreis war zuletzt Mecklenburgische Seenplatte. Am dichtesten besiedelt war Ende des Jahres 2019 die Stadt München, gefolgt von der angrenzenden Gemeinde Ottobrunn und der Stadt Berlin. Zwischen dem jüngsten (Heidelberg: 40,4 Jahre) und dem ältesten Kreis (Suhl: 50,8 Jahre) lagen über zehn Jahre (Stand: 2019).

Wie geht es den Regionen in Deutschland wirtschaftlich?

Die Hauptstadt Berlin war zuletzt mit rund 185.200 Unternehmen der größte Wirtschaftsstandort in Deutschland. Auf dem zweiten und dritten Rang lagen Hamburg und München. Die Metropolregion München zeichnete sich besonders durch ihre wachsende Start-up Szene aus. Im Jahr 2019 war der Landkreis München der Kreis mit der höchsten Gründungsneigung. Außerdem zählte sowohl der Landkreis als auch die Stadt München zu den zehn erfolgreichsten Regionen Deutschlands, wobei der bayrische Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm den ersten Platz belegte. Auch in Hinblick auf die Einzelhandelskaufkraft waren die süddeutschen Land- und Stadtkreise besonders stark: Der Landkreis Starnberg lag mit etwa 34.000 Euro pro Einwohner:in auf dem ersten Rang, gefolgt vom Hochtaunuskreis in Hessen und dem Landkreis München (Stand: 2020).

In Berlin wurden zuletzt mit über zwei Millionen die meisten Erwerbstätigen in ganz Deutschland registriert. In Hamburg waren es knapp 1,3 Millionen (Stand: 2019). Die durchschnittlich höchsten Vollzeit-Bruttolöhne verdienten Arbeitnehmer:innen zuletzt in der Autostadt Wolfsburg, gefolgt von Ingolstadt und Erlangen. Die niedrigsten Löhne wurden in Görlitz in Sachsen gezahlt. Mit rund 15 Prozent war die Arbeitslosenquote im Jahr 2020 am höchsten in der Stadt Gelsenkirchen im Ruhrgebiet, das nach wie vor mit den Auswirkungen des Strukturwandels zu kämpfen hat. Der Landkreis Eichstätt in Oberbayern hatte dagegen die niedrigste Quote in ganz Deutschland.

Wie lebt es sich in den deutschen Kreisen?

In den südlichen Land- und Stadtkreisen Deutschlands ließ es sich zuletzt besonders gut leben. Die Stadt München führte das Ranking der Kreise mit der höchsten Lebenszufriedenheit an, dahinter folgten Heidelberg und der Landkreis Starnberg.

Für Familien war der Hochtaunuskreis in Hessen am attraktivsten. Er liegt in der schönen Mittelgebirgslandschaft des Taunus und ist zugleich Teil der wirtschaftsstarken Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Auch Senior*innen können dort gut leben: Auf dem Ranking der seniorenfreundlichsten Kreise landete der Hochtaunuskreis auf dem dritten Platz, ganz oben stand die kreisfreie Stadt Jena (Stand: 2019).

Große regionale Unterschiede bezüglich der Infrastruktur und Versorgung

Für viele Familien ist bei der Wahl des Wohnorts die verfügbare Kinderbetreuung ein entscheidender Faktor. Mit einer Betreuungsquote der unter 3-jährigen Kinder von rund 62,1 Prozent hatte der Landkreis Wittenberg im Jahr 2020 die höchste unter allen Kreisen. Die niedrigste Betreuungsquote hatte Duisburg – dort waren es nur etwa zehn Prozent.
Hinsichtlich der medizinischen Versorgung gibt es in Deutschland je nach Region große Unterschiede. Für die Einwohner:innen der fränkischen Stadt Gerolzhofen war die Entfernung zum nächsten Krankenhaus mit Grundversorgung zuletzt am kürzesten. Die durchschnittliche Fahrtzeit mit dem Auto betrug keine vier Minuten. Auf den Nordseeinseln und Halligen sah das anders aus: Da sich das nächstgelegene Krankenhaus auf dem Festland befindet, betrug die Fahrtzeit von der Gemeinde Gröde aus fast fünf Stunden (Stand: 2019). Die Bewohner:innen der nordfriesischen Gemeinde hatten zuletzt auch deutschlandweit den längsten Weg zum nächsten Supermarkt oder Discounter.

In vielen ländlichen Regionen Deutschlands gibt es immer noch Probleme mit der Internetanbindung. Keppeshausen und Roth an der Our in Rheinland-Pfalz waren Anfang des Jahres 2020 die traurigen Spitzenreiter: In beiden Gemeinden war kein mobiles Breitbandinternet mit LTE ab zwei Mbit/s verfügbar.

Regionale Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die Anzahl der Neuinfektionen in Deutschland ist in den letzten Wochen wieder deutlich angestiegen. Mittlerweile zählt die Mehrheit aller Kreise in Deutschland als Risikogebiet (über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen in den vergangen sieben Tagen). Mitte September 2020 gab es lediglich drei Corona-Risikogebiete. Waren es zu Beginn zeitweise hauptsächlich die Großstädte mit einer hohen 7-Tage-Inzidenz, gilt dies nun für nahezu alle Regionen Deutschlands. Zuletzt gab es in Deutschland keinen Kreis ohne Corona-Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen.

Weitere Informationen und Statistiken finden sich im Dossier Kreisfreie Städte und Landkreise.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Kreisfreie Städte und Landkreise" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

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Leben und Wohnen

Mobilität

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 43 Statistiken aus dem Thema "Kreisfreie Städte und Landkreise".

Kreisfreie Städte und Landkreise

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Landkreise sind Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände. Die Anzahl der Gemeinden, die sich in einem Kreis befinden, variiert in Deutschland zwischen sechs und über 200. Kreisfreie Städte hingegen gehören keinem Landkreis an. Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 zählte die Bundesrepublik mehr als 500 Kreise, die seitdem immer wieder durch Zusammenlegungen reduziert wurden.

Zuletzt gab es in Deutschland 107 kreisfreie Städte und 294 Landkreise (Stand: September 2021). In Bayern lagen die meisten Land- und Stadtkreise. Der flächenmäßig größte Landkreis war zuletzt Mecklenburgische Seenplatte. Am dichtesten besiedelt war Ende des Jahres 2019 die Stadt München, gefolgt von der angrenzenden Gemeinde Ottobrunn und der Stadt Berlin. Zwischen dem jüngsten (Heidelberg: 40,4 Jahre) und dem ältesten Kreis (Suhl: 50,8 Jahre) lagen über zehn Jahre (Stand: 2019).

Wie geht es den Regionen in Deutschland wirtschaftlich?

Die Hauptstadt Berlin war zuletzt mit rund 185.200 Unternehmen der größte Wirtschaftsstandort in Deutschland. Auf dem zweiten und dritten Rang lagen Hamburg und München. Die Metropolregion München zeichnete sich besonders durch ihre wachsende Start-up Szene aus. Im Jahr 2019 war der Landkreis München der Kreis mit der höchsten Gründungsneigung. Außerdem zählte sowohl der Landkreis als auch die Stadt München zu den zehn erfolgreichsten Regionen Deutschlands, wobei der bayrische Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm den ersten Platz belegte. Auch in Hinblick auf die Einzelhandelskaufkraft waren die süddeutschen Land- und Stadtkreise besonders stark: Der Landkreis Starnberg lag mit etwa 34.000 Euro pro Einwohner:in auf dem ersten Rang, gefolgt vom Hochtaunuskreis in Hessen und dem Landkreis München (Stand: 2020).

In Berlin wurden zuletzt mit über zwei Millionen die meisten Erwerbstätigen in ganz Deutschland registriert. In Hamburg waren es knapp 1,3 Millionen (Stand: 2019). Die durchschnittlich höchsten Vollzeit-Bruttolöhne verdienten Arbeitnehmer:innen zuletzt in der Autostadt Wolfsburg, gefolgt von Ingolstadt und Erlangen. Die niedrigsten Löhne wurden in Görlitz in Sachsen gezahlt. Mit rund 15 Prozent war die Arbeitslosenquote im Jahr 2020 am höchsten in der Stadt Gelsenkirchen im Ruhrgebiet, das nach wie vor mit den Auswirkungen des Strukturwandels zu kämpfen hat. Der Landkreis Eichstätt in Oberbayern hatte dagegen die niedrigste Quote in ganz Deutschland.

Wie lebt es sich in den deutschen Kreisen?

In den südlichen Land- und Stadtkreisen Deutschlands ließ es sich zuletzt besonders gut leben. Die Stadt München führte das Ranking der Kreise mit der höchsten Lebenszufriedenheit an, dahinter folgten Heidelberg und der Landkreis Starnberg.

Für Familien war der Hochtaunuskreis in Hessen am attraktivsten. Er liegt in der schönen Mittelgebirgslandschaft des Taunus und ist zugleich Teil der wirtschaftsstarken Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Auch Senior*innen können dort gut leben: Auf dem Ranking der seniorenfreundlichsten Kreise landete der Hochtaunuskreis auf dem dritten Platz, ganz oben stand die kreisfreie Stadt Jena (Stand: 2019).

Große regionale Unterschiede bezüglich der Infrastruktur und Versorgung

Für viele Familien ist bei der Wahl des Wohnorts die verfügbare Kinderbetreuung ein entscheidender Faktor. Mit einer Betreuungsquote der unter 3-jährigen Kinder von rund 62,1 Prozent hatte der Landkreis Wittenberg im Jahr 2020 die höchste unter allen Kreisen. Die niedrigste Betreuungsquote hatte Duisburg – dort waren es nur etwa zehn Prozent.
Hinsichtlich der medizinischen Versorgung gibt es in Deutschland je nach Region große Unterschiede. Für die Einwohner:innen der fränkischen Stadt Gerolzhofen war die Entfernung zum nächsten Krankenhaus mit Grundversorgung zuletzt am kürzesten. Die durchschnittliche Fahrtzeit mit dem Auto betrug keine vier Minuten. Auf den Nordseeinseln und Halligen sah das anders aus: Da sich das nächstgelegene Krankenhaus auf dem Festland befindet, betrug die Fahrtzeit von der Gemeinde Gröde aus fast fünf Stunden (Stand: 2019). Die Bewohner:innen der nordfriesischen Gemeinde hatten zuletzt auch deutschlandweit den längsten Weg zum nächsten Supermarkt oder Discounter.

In vielen ländlichen Regionen Deutschlands gibt es immer noch Probleme mit der Internetanbindung. Keppeshausen und Roth an der Our in Rheinland-Pfalz waren Anfang des Jahres 2020 die traurigen Spitzenreiter: In beiden Gemeinden war kein mobiles Breitbandinternet mit LTE ab zwei Mbit/s verfügbar.

Regionale Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die Anzahl der Neuinfektionen in Deutschland ist in den letzten Wochen wieder deutlich angestiegen. Mittlerweile zählt die Mehrheit aller Kreise in Deutschland als Risikogebiet (über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen in den vergangen sieben Tagen). Mitte September 2020 gab es lediglich drei Corona-Risikogebiete. Waren es zu Beginn zeitweise hauptsächlich die Großstädte mit einer hohen 7-Tage-Inzidenz, gilt dies nun für nahezu alle Regionen Deutschlands. Zuletzt gab es in Deutschland keinen Kreis ohne Corona-Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen.

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