Statistiken zu bargeldlosen Zahlungen in Österreich

Bargeldloser Zahlungsverkehr bezeichnet die Abwicklung von Zahlungen ohne Verwendung von Bargeld, d.h. von Konto zu Konto. Im Jahr 2015 wurden in Österreich über 1,5 Milliarden unbare Zahlungen gezählt. Das entspricht rund 180 Transaktionen pro Kopf und Jahr, damit liegt Österreich im EU-Vergleich im unteren Mittelfeld. Bargeld ist nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel der Österreicher.

Es gibt verschiedene Formen des unbaren Zahlungsverkehrs. So können Buchgeldzahlungen mittels Lastschrift, Überweisung oder Scheck erfolgen. Hierbei wird das Konto des Zahlungspflichtigen um den zu zahlenden Betrag belastet, während selbiger Zahlungsbetrag auf dem Konto des Zahlungsempfängers gutgeschrieben wird. Eine weitere Form der bargeldlosen Zahlung ist die Kartenzahlung durch Debit- oder Kreditkarten. Der Anteil dieser Zahlungsform am bargeldlosen Zahlungsverkehr nimmt kontinuierlich zu. Beispielsweise hat sich die Anzahl der Transaktionen mit Kreditkarten in Österreich seit 2005 verdreifacht und beträgt derzeit über 140 Millionen Transaktionen jährlich. Auch das Volumen der Kreditkartenzahlungen in Österreich hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt, es beträgt derzeit über 12 Milliarden Euro pro Jahr.

In den letzten Jahren hat die Internetnutzung kontinuierlich zugenommen. Damit einhergehend ist ebenfalls ein Wachstum im elektronischen Handel (E-Commerce) zu verzeichnen. Einer noch größeren Beliebtheit erfreut sich das Smartphone. In Folge dieser Innovationen steigt auch die Menge der Zahlungen, die über das Internet sowie über das Mobiltelefon (M-Commerce) vorgenommen werden. Im E-Commerce sind die beliebtesten Zahlungsmittel der Österreicher eine Lieferung auf Rechnung, gefolgt von Kreditkarte, Paypal und der Zahlung per Vorabüberweisung. Der Umsatz im M-Commerce in Österreich ist innerhalb der letzten vier Jahre auf das Dreifache gestiegen und beträgt derzeit jährlich über 500 Millionen Euro.

Zwei weitere zu beobachtende Trends sind kontaktlose Zahlungsvorgänge und Kryptowährungen. Bei kontaktlosen Zahlungsvorgängen werden die Informationen zwischen Karte und Zahlungsterminal via drahtloser Kommunikationstechnologie kommuniziert. Dabei ist es nicht mehr erforderlich, die Karte in das Terminal einzuführen, sondern in kurzem Abstand ohne direkten Kontakt an das Terminal zu halten. Die gleichen Transaktionsdaten können auch in einem Chip, der sich in einem Mobilfunktelefon befindet, ausgetauscht werden. Dies wird durch die Technologie „Near Field Communication“ (NFC) ermöglicht. Während Zahlungen per NFC in den USA und in Asien sich großer Beliebtheit erfreuen, ist die Implementierung in Österreich sehr zögerlich. So gaben in einer Umfrage im Jahr 2016 nur 5 Prozent der Befragten an, NFC bereits genutzt zu haben.

Kryptowährungen wie z.B. Bitcoin oder Ethereum sind digitale Währungen. Bei ihnen kommen Prinzipien der Kryptographie (digitale Verschlüsselung) zur Anwendung, um ein dezentrales und sicheres digitales Zahlungssystem zu ermöglichen. Die Bekanntheit und Nutzung von Kryptowährungen in Österreich variiert stark nach Geschlecht und Alter. So haben 8 Prozent der männlichen Österreicher diese bereits genutzt, aber nur 3 Prozent der Frauen. Rund 20 Prozent der Österreicher unter 30 Jahren geben an, recht gut über Kryptowährungen informiert zu sein, aber nur 4 Prozent derjenigen im Alter von über 60 Jahren.



Bargeldloser Zahlungsverkehr in Österreich - Wichtige Statistiken

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