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Drogentote in Deutschland nach Bundesländern bis 2019

2019 starben deutschlandweit 1.398 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Davon entfielen 292 Todesopfer auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Das Bundesland Bayern hatte 2018 jedoch im Hinblick auf Nordrhein-Westfalen eine noch größere Anzahl an Drogentoten zu verzeichnen. Laut dem Bundeskriminalamt waren rund 85 Prozent der Verstorbenen männlich. Das Durchschnittsalter zeigt eine leicht ansteigende Tendenz und lag 2017 bei 39 Jahren.

Woran sterben Drogenkonsumenten?

Nach wie vor lassen sich die meisten Todesfälle auf Vergiftungen mit Opiaten und Opioiden zurückführen. So starben 2018 bundesweit 629 Menschen durch Heroin und Morphin. 2017 waren es 707 Personen. Auch der bis zum Jahr 2016 sprunghaft angestiegene tödliche Missbrauch von „Neuen psychoaktiven Substanzen“ (NPS) ist deutlich zurückgegangen. Forderten die in Form von Kräuter- oder Duftmischung vor allem unter Jugendlichen beliebten „Designer-Drogen“ 2016 noch 76 Menschenleben, waren es 2017 noch 28. Angestiegen sind die Todeszahlen hingegen aufgrund von psychoaktiven Medikamenten, wie beispielsweise Benzodiazepinen.

Heroin nach wie vor gefährlichste Droge

Mehr als die Hälfte der Drogentoten starben nach dem Konsum von Heroin oder Morphin. Bei Heroin handelt es sich um ein halbsynthetisches stark analgetisches Opioid. Opioide interagieren mit Rezeptoren im zentralen Nervensystem was zum einen das Schmerzempfinden lindert und zum anderen euphorisierend, entspannend und beruhigend wirkt. Neben einer möglichen tödlichen Überdosierung ist Heroin vor allem aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotentials gefährlich. Ein weiteres zentrales Gesundheitsproblem bei intravenösem Drogengebrauch stellen Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV dar. So sind in Deutschland rund zehn Prozent der HIV-Neuinfektionen und 75 Prozent der Hepatitis-C-Neuinfektionen auf intravenösen Drogenkonsum zurückzuführen.

Anzahl der Drogentoten in Deutschland nach Bundesländern in den Jahren 2017 bis 2019

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Quellen

Veröffentlichungsdatum

September 2020

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

2017 bis 2019

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