Drogentote in Deutschland nach Bundesländern bis 2017

Anzahl der Drogentoten in Deutschland nach Bundesländern in den Jahren 2011 bis 2017

Drogentote in Deutschland nach Bundesländern bis 2017 2017 starben deutschlandweit 1.272 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Damit ist die Zahl erstmals seit fünf Jahren wieder gesunken. Davon entfielen 308 Todesopfer auf das Bundesland Bayern. Der Freistaat hat damit seit 2012 Nordrhein-Westfalen als Bundesland mit den meisten Drogentoten abgelöst. Laut dem Bundeskriminalamt waren rund 85 Prozent der Verstorbenen männlich. Das Durchschnittsalter zeigt eine leicht ansteigende Tendenz und lag 2017 bei 39 Jahren.
Woran sterben Drogenkonsumenten?

Nach wie vor lassen sich die meisten Todesfälle auf Vergiftungen mit Opiaten und Opioiden zurückführen. So starben 2018 bundesweit 629 Menschen durch Heroin und Morphin. 2017 waren es 707 Personen. Auch der bis zum Jahr 2016 sprunghaft angestiegene tödliche Missbrauch von „Neuen psychoaktiven Substanzen“ (NPS) ist deutlich zurückgegangen. Forderten die in Form von Kräuter- oder Duftmischung vor allem unter Jugendlichen beliebten „Designer-Drogen“ 2016 noch 76 Menschenleben, waren es 2017 noch 28. Angestiegen sind die Todeszahlen hingegen aufgrund von psychoaktiven Medikamenten, wie beispielsweise Benzodiazepinen.

Heroin nach wie vor gefährlichste Droge

Mehr als die Hälfte der Drogentoten starben nach dem Konsum von Heroin oder Morphin. Bei Heroin handelt es sich um ein halbsynthetisches stark analgetisches Opioid. Opioide interagieren mit Rezeptoren im zentralen Nervensystem was zum einen das Schmerzempfinden lindert und zum anderen euphorisierend, entspannend und beruhigend wirkt. Neben einer möglichen tödlichen Überdosierung ist Heroin vor allem aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotentials gefährlich. Ein weiteres zentrales Gesundheitsproblem bei intravenösem Drogengebrauch stellen Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV dar. So sind in Deutschland rund zehn Prozent der HIV-Neuinfektionen und 75 Prozent der Hepatitis-C-Neuinfektionen auf intravenösen Drogenkonsum zurückzuführen.
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Anzahl der Drogentoten in Deutschland nach Bundesländern in den Jahren 2011 bis 2017

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2011201320152017
Bayern177230314308
Nordrhein-Westfalen216198182203
Berlin114119153168
Baden-Württemberg139121142160
Hessen908810495
Niedersachsen52607066
Hamburg57625960
Rheinland-Pfalz41384851
Schleswig-Holstein35234236
Brandenburg251030
Saarland12111927
Bremen1771919
Sachsen12142716
Thüringen8161915
Sachsen-Anhalt991313
Mecklenburg-Vorpommern5155
Insgesamt9861.0021.2261.272
2011201320152017
Bayern177230314308
Nordrhein-Westfalen216198182203
Berlin114119153168
Baden-Württemberg139121142160
Hessen908810495
Niedersachsen52607066
Hamburg57625960
Rheinland-Pfalz41384851
Schleswig-Holstein35234236
Brandenburg251030
Saarland12111927
Bremen1771919
Sachsen12142716
Thüringen8161915
Sachsen-Anhalt991313
Mecklenburg-Vorpommern5155
Insgesamt9861.0021.2261.272
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2017 starben deutschlandweit 1.272 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Damit ist die Zahl erstmals seit fünf Jahren wieder gesunken. Davon entfielen 308 Todesopfer auf das Bundesland Bayern. Der Freistaat hat damit seit 2012 Nordrhein-Westfalen als Bundesland mit den meisten Drogentoten abgelöst. Laut dem Bundeskriminalamt waren rund 85 Prozent der Verstorbenen männlich. Das Durchschnittsalter zeigt eine leicht ansteigende Tendenz und lag 2017 bei 39 Jahren.
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Nach wie vor lassen sich die meisten Todesfälle auf Vergiftungen mit Opiaten und Opioiden zurückführen. So starben 2018 bundesweit 629 Menschen durch Heroin und Morphin. 2017 waren es 707 Personen. Auch der bis zum Jahr 2016 sprunghaft angestiegene tödliche Missbrauch von „Neuen psychoaktiven Substanzen“ (NPS) ist deutlich zurückgegangen. Forderten die in Form von Kräuter- oder Duftmischung vor allem unter Jugendlichen beliebten „Designer-Drogen“ 2016 noch 76 Menschenleben, waren es 2017 noch 28. Angestiegen sind die Todeszahlen hingegen aufgrund von psychoaktiven Medikamenten, wie beispielsweise Benzodiazepinen.

Heroin nach wie vor gefährlichste Droge

Mehr als die Hälfte der Drogentoten starben nach dem Konsum von Heroin oder Morphin. Bei Heroin handelt es sich um ein halbsynthetisches stark analgetisches Opioid. Opioide interagieren mit Rezeptoren im zentralen Nervensystem was zum einen das Schmerzempfinden lindert und zum anderen euphorisierend, entspannend und beruhigend wirkt. Neben einer möglichen tödlichen Überdosierung ist Heroin vor allem aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotentials gefährlich. Ein weiteres zentrales Gesundheitsproblem bei intravenösem Drogengebrauch stellen Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV dar. So sind in Deutschland rund zehn Prozent der HIV-Neuinfektionen und 75 Prozent der Hepatitis-C-Neuinfektionen auf intravenösen Drogenkonsum zurückzuführen.
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Drogensucht in Deutschland
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Dr. Felix Wunderer

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VP Business Communication Products, Deutsche Telekom AG

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