Drogentote in Deutschland nach Todesursache bis 2023
2023 starben deutschlandweit 2.227 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Über 700 dieser Menschen starben aufgrund von Heroin und Morphin. Der Anteil von Opiaten und Opioiden hat sich in den letzten Jahren sukzessive erhöht und die meisten Drogentoten sind auf Vergiftungen mit diesen Substanzen zurückführen.
Woran sterben Drogenkonsumenten?
Nach wie vor sind Heroin und Langzeitfolgen des Drogenkonsums die Haupttodesursachen von Konsumenten. Unterschieden wird allgemein zwischen einer monovalenten und einer polyvalenten Vergiftung. Bei einer monovalenten Vergiftung wird mindestens ein Stoff festgestellt, es kann sich auch um Unfälle oder Langzeitschädigungen in Verbindungen mit einer Substanz handeln. Bei einer polyvalenten Vergiftung wird mehr als ein Stoff festgestellt oder aber zwei oder mehr Substanzen derselben Klasse.
Heroin nach wie vor tödlichste Droge
Die meisten Drogentoten starben nach dem Konsum von Heroin oder Morphin. Bei Heroin handelt es sich um ein halbsynthetisches stark analgetisches Opioid. Opioide interagieren mit Rezeptoren im zentralen Nervensystem was zum einen das Schmerzempfinden lindert und zum anderen euphorisierend, entspannend und beruhigend wirkt. Neben einer möglichen tödlichen Überdosierung ist Heroin vor allem aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotentials gefährlich. Ein weiteres zentrales Gesundheitsproblem bei intravenösem Drogengebrauch stellen Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV dar. So sind in Deutschland rund 17 Prozent der HIV-Neuinfektionen und 75 Prozent der Hepatitis-C-Neuinfektionen auf intravenösen Drogenkonsum zurückzuführen.