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Drogentote in Deutschland nach Todesursache bis 2017

Anzahl der Drogentoten nach ausgewählten Todesursachen in Deutschland in den Jahren 2013 bis 2017

von Statista Research Department, zuletzt geändert am 09.08.2019
Drogentote in Deutschland nach Todesursache bis 2017 2017 starben deutschlandweit 1.272 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. 707 dieser Menschen starben aufgrund von Heroin und Morphin. Damit hat sich zwar der Anteil dieser Substanzen reduziert – nach wie vor jedoch lassen sich die meisten Drogentoten auf Vergiftungen mit Opiaten und Opioiden zurückführen.
Missbrauch von „Legal Highs“ gesunken

Insgesamt ist die Zahl der Drogentoten in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent leicht gesunken. Insbesondere der in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegene tödliche Missbrauch von „Neuen psychoaktiven Substanzen“ (NPS) ist deutlich zurückgegangen. Die in Form von Kräuter- oder Duftmischung unter Jugendlichen beliebten „Legal Highs“ forderten im Vorjahr noch 76 Menschenleben. Im Jahr 2017 waren es 28 Leben. Einen Anstieg gab es hingegen vor allem bei Kokain und Crack. Die Zahl der Toten stieg 2017 um knapp 20 Prozent auf 87.

Heroin nach wie vor tödlichste Droge

Mehr als die Hälfte der Drogentoten starben nach dem Konsum von Heroin oder Morphin. Bei Heroin handelt es sich um ein halbsynthetisches stark analgetisches Opioid. Opioide interagieren mit Rezeptoren im zentralen Nervensystem was zum einen das Schmerzempfinden lindert und zum anderen euphorisierend, entspannend und beruhigend wirkt. Neben einer möglichen tödlichen Überdosierung ist Heroin vor allem aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotentials gefährlich. Ein weiteres zentrales Gesundheitsproblem bei intravenösem Drogengebrauch stellen Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV dar. So sind in Deutschland rund zehn Prozent der HIV-Neuinfektionen und 75 Prozent der Hepatitis-C-Neuinfektionen auf intravenösen Drogenkonsum zurückzuführen.
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Anzahl der Drogentoten nach ausgewählten Todesursachen in Deutschland in den Jahren 2013 bis 2017

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Dr. Felix Wunderer

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VP Business Communication Products, Deutsche Telekom AG

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