Statistiken zum Thema Kfz-Versicherung

Statistiken zum Thema Kfz-Versicherung

Statistiken und Studien zur Kfz-Versicherung

Die Kfz-Versicherung (auch Kraftfahrtversicherung genannt) stellt mit knapp mehr als 110 Millionen abgeschlossenen Verträgen die größte Sparte in der Schaden- und Unfallversicherung in Deutschland dar. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflicht umfasst die Kraftfahrtversicherung auch die Kfz-Kaskoversicherungen sowie der Zweig der Kraftfahrtunfallversicherung (oder auch Kfz-Insassenunfallversicherung). Letzterer zählt zwar rechnungslegerisch zur Unfallversicherung, wird aber i.d.R. ebenfalls als Teil der Kfz-Versicherung angesehen.


Die Kfz-Haftpflichtversicherung dient der Deckung von Schadensersatzansprüchen, die einem Dritten durch den Betrieb eines Kraftfahrzeugs entstehen (Verschulden oder Gefährdungshaftung). Größter Kfz-Haftpflichtversicherer in Deutschland ist die Allianz. Mehr als 10 Prozent der rund 62 Millionen Kfz-Haftpflichtverträge in Deutschland wurden bei dem Versicherungskonzern mit Sitz in München abgeschlossen. Im Jahr 2015 betrug die zu zahlende Jahresprämie in der Kfz-Haftpflicht durchschnittlich etwa 249 Euro. Die Prämie bezeichnet das zu zahlende Entgelt des Versicherungsnehmers für den Versicherungsschutz.

Die Kaskoversicherungen bieten einen zusätzlichen Schutz zur Kfz-Haftpflichtversicherung, indem sie Schäden am Fahrzeug des Versicherungsnehmers abdecken. Die Teilkasko sichert gegen Glasbruch, Wildunfälle und Elementarschäden wie Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung sowie gegen Diebstahl des gesamten Autos oder von Autoteilen ab. Im Jahr 2015 betrug der Vertragsbestand in der deutschen Kfz-Teilkaskoversicherung rund 18,8 Millionen. Der Bestand an Vollkaskoverträgen lag um knapp 9 Millionen darüber. 20 Jahr zuvor zeichnete sich noch ein anderes Bild. Damals konnten in Deutschland mehr abgeschlossene Verträge in der Kfz-Teilkaskoversicherung als in der Vollkaskoversicherung verzeichnet werden.
Die Vollkaskoversicherung umfasst die Leistungen der Teilkaskoversicherung und darüber hinaus noch Schäden, die durch einen Unfall (Eigenverschulden) oder durch mutwillige oder böswillige Handlungen betriebsfremder Personen entstanden sind. Neben dem Haftungsumfang unterscheiden sich die Teil- und die Vollkaskoversicherung ebenfalls in der vom Versicherungsnehmer zu entrichtenden Jahresprämie. Während man aktuell als teilkaskoversicherter Fahrzeughalter im Schnitt etwa 90 Euro an jährlichen Prämienzahlungen aufwenden muss, liegt die durchschnittliche Jahresprämie in der Kfz-Vollkaskoversicherung bei etwas mehr als 300 Euro.




Foto: istockphoto.com / henrik5000

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