Statistiken zur Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung ist eine Versicherung gegen die Folgen eines Unfalls, deren Leistungen sowohl akute medizinische Notfälle als auch damit verbundene längerfristige Formen einer leichten oder schweren Invalidität umfassen. Unter Invalidität versteht man eine dauernde Beeinträchtigung der körperlichen bzw. geistigen Leistungsfähigkeit aufgrund einer Krankheit oder eines Gebrechens, die zu Berufsunfähigkeit geführt hat. Weiterhin kann die Unfallversicherung auch die Folgen eines Todesfalls sichern. Allgemein können die Unfallversicherungen, je nach Vertragsumfang, Leistungen abdecken, die Abgeltungen, Übergangs- und Pflegegelder oder Umschulungen bei branchenbedingter Berufsunfähigkeit sowie Invalidenrenten oder Sterbegelder für Hinterbliebene beinhalten.


Laut dem Verband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gab es im Jahr 2013 in Deutschland rund 78,1 Mio. gegen Arbeits-, Wege- und Schülerunfälle sowie Berufskrankheiten Versicherte. Die gesetzliche Unfallversicherung registrierte im Jahr 2013 eine Anzahl von insgesamt 1,06 Millionen Unfällen, von denen etwa 874.514 Unfälle als meldepflichtige Arbeitsunfälle zu zählen waren. Im genannten Jahr kam es in 772 Fällen zu einem tödlichen Arbeits- oder Wegunfall. Die Zahl der Fälle von anerkannten Berufskrankheiten in der gesetzlichen Unfallversicherung belief sich im Jahr 2013 auf rund 15,6 Tausend, wobei 71.579 Anzeigen mit Verdacht auf eine Berufskrankheit vermerkt wurden. Die Zahl der Todesfälle, die infolge einer Berufskrankheit aufgenommen wurden, beträgt derzeit rund 2,3 Tausend.

Im Jahr 2013 lag die Höhe der Entschädigungsleistungen gesetzlicher Unfallversicherungen bei rund 9,14 Milliarden Euro, von denen 3,64 Milliarden Euro in die Erbringung von Rehabilitationsmaßnahmen flossen. Derzeit liegt der Bestand an Renten in der gesetzlichen Unfallversicherung bei 842.902. Hiervon sind 103,8 Tausend als Witwenrenten und 11,8 Tausend als Waisenrenten ausgewiesen. Die Höhe der durchschnittlich ausgezahlten Renten an Versicherte beläuft sich auf rund 5.474 Euro.
Die Anzahl der Versicherten in der Schüler-Unfallversicherung liegt derweil bei rund 17,2 Millionen. Unter den Begriff Schüler fallen an dieser Stelle Kinder in Tagesbetreuung, Schüler von allgemeinen und beruflichen Schulen sowie Studierende. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 772 Schul- und Schulwegunfälle registriert. Die Entschädigungsleistungen der Schüler-Unfallversicherung beliefen sich im genannten Jahr auf etwa 462 Millionen Euro.

Die Zahl der privaten Unfallversicherungen lag im Jahr 2013 bei 129 Unternehmen. Zu den profitabelsten privaten Unfallversicherern in Deutschland gehören unter anderem die Württembergische, die Nürnberger Beamten, die Baden-Badener und die Arag Allgemeine. Im Jahr 2013 beliefen sich die eingenommenen Beiträge der privaten Unfallversicherungen auf rund 6,4 Millionen Euro, bei einer erbrachten Leistung von rund 3,1 Millionen Euro.

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