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Statistiken zu eHealth in Österreich

Als einer der weitreichendsten Transformationsprozesse der jüngeren Vergangenheit gilt die Digitalisierung. Im Rahmen der Überführung ehemals analoger Informationen und Dienstleistungen in digitale Systeme, einhergehend mit der rasanten Entwicklung der Telekommunikationstechnologien, entstehen auch im Gesundheitswesen in Österreich tiefgreifende Veränderungen, die unter den Begriffen Digital Health bzw. eHealth zusammengefasst werden. Dabei beschleunigte die Corona-Pandemie aufgrund diverser Einschränkungen und Maßnahmen die Nutzung digitaler Lösungen noch einmal erheblich.

Digital Health, eHealth - Zukunftsmarkt und Herausforderungen

Digital Health ist ein vergleichsweise neuer Markt, der erhebliches Potenzial besitzt, Bürger, Regierungen und Unternehmen in Zukunft noch größeren Nutzen zu bringen. Digital Health gilt als Überbegriff für ein breites Spektrum an Technologien, darunter mobile Gesundheits-Apps, vernetzte tragbare Geräte und Telemedizin. Der Digital Health Markt in Österreich erwirtschaftete im Jahr 2021 einen Umsatz von insgesamt 416 Millionen Euro. Laut den Prognosen des Statista Health Market Outlook steigt der Umsatz in den nächsten Jahren noch einmal deutlich an. Als Teil des Digital Health Marktes gilt der Bereich eHealth, welcher sich mit Produkten und Dienstleistungen befasst, die Patienten einen effizienteren Zugang zu Pflege, Behandlung und Medikamenten im Allgemeinen ermöglicht. Wie stark die Digitalisierung des Gesundheitswesens in einzelnen Industrieländern implementiert ist, misst der Digital-Health-Index der Bertelsmann Stiftung. Im Jahr 2018 zeigte der Index, dass der Digitalisierungsgrad im Gesundheitswesen je nach Industrieland stark variiert. Österreich belegte bei diesem Index einen Platz im Mittelfeld.

Elektronische Gesundheitsakte

Als ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung im Gesundheitswesen gilt die Einführung der elektronischen Gesundheitsakte. Mithilfe der digitalen Anwendung werden Gesundheitsinformationen abgelegt und bereitgestellt. Im Jahr 2019 lag der Umsatz auf dem europäischen Markt für digitale Patientenakten bei 3,35 Milliarden US-Dollar. Der Stand der Implementierung und die Ausgestaltung variierte in Europa bereits im Jahr 2017 deutlich. Österreich belegte bei der Implementierung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) den achten Rang und galt als einer der Vorreiter. Bereits im Dezember 2015 startete die schrittweise Umsetzung. Patient:innen können mit ELGA ihre eigenen Gesundheitsdaten einsehen und verwalten. Darüber hinaus erhalten behandelnde Ärzt:innen Vorbefunde, Entlassungsberichte und aktuelle Medikationen. Trotz diverser Vorbehalte waren 63 Prozent der Österreicher:innen der Meinung, dass ELGA zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen kann.

Informationsstand und Nutzung der Bevölkerung

Entscheidend für die erfolgreiche Implementierung von eHealth im Gesundheitswesen ist die Akzeptanz der Bevölkerung. In diesem Sinne ist die Bereitstellung von Informationen grundlegend. Dabei dient das Internet als wichtiges Informationsmedium. In einer im Jahr 2021 durchgeführten Befragung zu Informations- und Kommunikationstechnologien gaben rund 60 Prozent der Österreicher:innen an, gesundheitsbezogene Informationen im Internet zu nutzen. Die Bewertung von gefundenen Gesundheitsinformationen stellte die größte Herausforderung dar. Als (sehr) schwer empfanden rund 50 bzw. 47 Prozent die angebotenen Informationen nach wirtschaftlichen Interessen und nach ihrer Vertrauenswürdigkeit zu beurteilen. Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie gilt die Telemedizin als ein wichtiger Aspekt von eHealth. Die Nutzung von telemedizinischem Kontakt beruhte 2021 hauptsächlich auf telefonischem Kontakt, jedoch auch auf Online-Meetings und Videotelefonie.

Anwendungsbeispiel Telemedizin: Nutzung des Gesundheitspersonals

Als Teilaspekt von eHealth hält auch die Telemedizin zunehmend Einzug in das österreichische Gesundheitswesen. Diese umfasst die Nutzung digitaler Medien zur Überbrückung der räumlichen Distanz zwischen Arzt und Patient:in und reduziert die Notwendigkeit von face-to-face Konsultationen. Neben der Versorgung von Patient:innen aus der Entfernung sprachen in einer Umfrage aus dem Jahr 2020 77 Prozent der Ärzt:innen der Telemedizin besonderes Potenzial bei der Systemerhaltung in Krisenzeiten zu. Deutlich wurden die Potenziale und Vorzüge von Telemedizin insbesondere während der Corona-Pandemie. Das Interesse von Telemedizin unter Medizinstudierenden scheint noch recht begrenzt zu sein. Im Rahmen einer Befragung unter Medizinstudierenden konnten sich jedoch fast 40 Prozent vorstellen, telemedizinische Versorgung in ihrem zukünftigen Berufsalltag anzubieten.

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