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Statistiken zum Gesundheitswesen in Österreich

Die Gesundheitssysteme erfüllen elementare soziale Funktionen. Für die gesundheitliche Versorgung steht das übergreifende Ziel, dass der Zugang für alle Mitglieder der Bevölkerung unabhängig von Einkommen und Status gewährleistet ist. Europaweit und auch in Österreich stehen Gesundheitssysteme im Fokus politischer und gesellschaftlicher Debatten. Dabei sind besonders die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und des medizinischen Fortschrittes wichtige Themen. Die Gesundheitsausgaben in Österreich steigen stetig an und lagen im Jahr 2019 bei rund 44,16 Milliarden Euro. Der größte Anteil der öffentlichen Ausgaben wird für die stationäre Gesundheitsversorgung aufgewendet.

Pharmamarkt

Die österreichische Pharmaindustrie stellt eine große Bandbreite an Arzneimitteln und pharmazeutischen Produkte in den Bereichen der Human- und der Tiermedizin her. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Pharmaindustrie in der Alpenrepublik einen Umsatz von über 6,16 Milliarden Euro. Das nach Umsatz größte Unternehmen in Österreich war im gleichen Jahr Novartis Austria. Für den Arzneimittelmarkt werden Over-The-Counter (OTC) Produkte immer attraktiver. OTC Produkte bieten für Pharmaunternehmen den Vorteil, geringere Entwicklungskosten, niedrigere Regularien und einen geringeren Preisdruck gegenüber rezeptpflichtigen Produkten zu haben. Dies verdeutlicht die Umsatzentwicklung von OTC-Arzneimittelprodukten. Zwischen 2011 und 2019 wuchs der Umsatz mit diesen Produkten von 592,4 Millionen Euro auf rund 908 Millionen Euro.

Krankenversicherung

In Österreich herrscht eine Pflichtversicherung, die zu einem Versicherungsverhältnis der sozialen Krankenversicherung kraft Gesetz führt. Die Zahl der Versicherungsverhältnisse in der Krankenversicherung lag 2019 bei rund 7,19 Millionen. Anders als in Deutschland besteht keine freie Kassenwahl, und da es auch keine Unterschiede zwischen den Leistungen bzw. Prämien der einzelnen gesetzlichen Kassen gibt, herrscht kein ausgeprägter Wettbewerb. Die österreichische Sozialversicherung ist seit dem 1. Januar 2020 ausschließlich berufsständisch organisiert. Die bisher bei den Gebiets- und Betriebskrankenkassen Versicherten sind nun bei der Gesundheitskasse (ÖGK) versichert. Darüber hinaus sind bisher Versicherte der SVA nun in der neuen Sozialversicherungsanstalt für Selbständige (SVS) versichert. Daneben gibt es auch noch private Krankenversicherungen, deren Volumen aber deutlich geringer ist als das der sozialen Krankenversicherungen.



Statistik: Lebenserwartung bei der Geburt in Österreich nach Geschlecht von 2010 bis 2020 (in Jahren) | Statista

Gesundheitsstand österreichische Bevölkerung

Der Gesundheitstand der österreichischen Bevölkerung verbessert sich in beständiger Art und Weise. Dies lässt sich unter anderem an der Entwicklung der Lebenserwartung bei Geburt skizzieren. Die Lebenserwartung für Männer lag 2019 bei 79,3 Jahren und für Frauen bei 83,9 Jahren. Verglichen mit den letzten zehn Jahren bedeutet dies einen Anstieg von zwei Lebensjahren für Männer bzw. 1,1 Jahren für Frauen. Für das Jahr 2020 wird eine sinkende Lebenserwartung gegenüber dem Vorjahr prognostiziert, was auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie hinweist. Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten Krebserkrankungen mit 24,5 Prozent als zweithöchste Todesursache in Österreich. Bei Frauen folgten nach Brustkrebs als häufigster Lokalisation (80.492 Frauen) mit großem Abstand Darmkrebs (20.081). Für die mit Krebs lebenden Männer war die häufigste Lokalisation die Prostata mit 68.130 Fällen.

Versorgungsstruktur

Die gesundheitliche Versorgung lässt sich grundsätzlich in drei wesentliche Bereiche untergliedern, die in der Regel von verschiedenen Institutionen betreut werden. Die Primärversorgung umfasst hauptsächlich ambulante Behandlungen durch niedergelassen Ärztinnen und Ärzte. Die stationäre Versorgung wiederum wird vor allem durch die Krankenhäuser in Form der Akutversorgung abgedeckt. Darüber hinaus ist die Rehabilitation die dritte wichtige Säule, um beispielsweise einen Übergang von Pflegebedürftigen, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, gewährleisten zu können.
In österreichischen Krankenhäusern ist ein deutlicher Trend von immer kürzeren Krankenhausaufenthalten zu erkennen. Blieben im Jahr 1990 Patienten durchschnittlich noch 11,1 Tage in stationärer Behandlung, lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in österreichischen Krankenhäusern 2019 bei rund 6,3 Tagen. Dieser Trend beruht unter anderem auch auf den Rationalisierungsbemühungen, um den steigenden Kosten in Krankenhäusern entgegenzuwirken.
Betrachtet man die Versorgungsstruktur nach der Primärversorgung, verzeichnet Österreich eine hohe Arztdichte. Dabei fällt eine deutliche Diskrepanz zwischen ländlich und städtisch geprägten Regionen auf. In Wien beispielsweise kommen auf 100.000 Einwohner rund 684 Ärzte. Das Bundesland Oberösterreich hingegen bildet das Schlusslicht mit rund 425 Ärzten je 100.000 Einwohner.
Entsprechend der veränderten Altersstruktur der österreichischen Bevölkerung stieg in den letzten Jahren auch die Anzahl der durch professionelle Pflegedienste betreuten Menschen. Im Jahr 2019 gab es in Österreich etwa 1.300 Leistungserbringer in der Pflege. Die Professionelle Pflege gliedert sich in Österreich in sechs Bereiche mit unterschiedlichen Aufgabenspektren:
  • mobile Dienste: Pflegebedürftige werden zu Hause besucht und unterstützt
  • stationäre Einrichtungen: Pflegebedürftiger wird vollständig betreut
  • teilstationäre Einrichtungen: Pflegebedürftige leben zu Hause und besuchen Tageszentren oder ähnliche Einrichtungen
  • Kurzzeit-Pflege: Pflegebedürftige können für einen gewissen Zeitraum in teilstationären Einrichtungen gepflegt werden
  • alternative Wohnformen: betreute Wohnprojekte
  • Case- und Care-Management: beraten Pflegebedürftige und Angehörige und dienen als Schnittstelle zur Krankenkasse bzw. weiteren Vertragspartnern, übernehmen keine pflegenden Tätigkeiten.


Interessante Statistiken

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Gesundheitswesen in Österreich

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