Nachrichtenmedien in den USA - Daten zur Entwicklung der Nachrichtenbranche

Die Branche der Nachrichtenmedien in den USA ist groß, vielfältig und einem starken Wandel unterworfen. Zunehmend müssen sich die Publikationen jedoch dem Trend der Digitalisierung beugen, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. So verlieren die traditionsreichen und renommierten Tageszeitungen in den Vereinigten Staaten verlieren an Auflage: Wurden im Jahr 2000 täglich noch rund 55,8 Millionen Exemplare verkauft, brach die tägliche Auflage der Tageszeitungen bis zum Jahr 2020 auf rund 24,3 Millionen Exemplare ein. Damit verbunden ist ein deutlicher Rückgang der Zeitungszahl in den USA. Heute sind das Wall Street Journal, die USA Today und die New York Times die Zeitungen mit den höchsten Auflagen. Die New York Times (die "Grey Lady") gilt als eine der Printpublikationen, der die digitale Umstellung vergleichsweise gut gelingt. So konnte die Zahl der digitalen Abonnements bis auf mehr als 7,1 Millionen Exemplare gesteigert werden. Das zur News Corp gehörende Wall Street Journal setzte im Geschäftsjahr 2021 bereits mehr als 2,7 Millionen digitale Exemplare ab.
Mittlerweile macht digitale Werbung fast 40 Prozent der Werbeumsätze der US-Zeitungen aus (Stand: 2020).

Wie entwickelt sich der Fernsehmarkt?

Die Fernsehnachrichten erreichen in den USA breite Schichten der Bevölkerung. Die großen Sendernetzwerke ABC, CBS und NBC konnten in den vergangenen Jahren die Einschaltquoten ihrer Hauptnachrichten steigern - im Jahr 2020 erreichten die Hauptnachrichten der drei Sender jeweils mindestens fünf Millionen Zuschauer. Die Vereinigten Staaten sind auch das Ursprungsland der ersten reinen Nachrichtensender: Bereits 1980 nahm als erster Nachrichtensender weltweit CNN seinen Sendebetrieb auf. 1996 folgten MSNBC und Fox News. Die Hauptnachrichten bei Fox News wurden 2020 allabendlich im Durchschnitt von knapp 3,1 Millionen Bürgern gesehen und erzielen damit mit Abstand die höchsten Einschaltquoten der drei großen Nachrichtensender.

Welche Konzerne stehen hinter den Nachrichtenmedien?

Die meisten der US-Fernsehsender gehören zu großen Medienkonzernen: ABC zu Walt Disney, CBS zu ViacomCBS sowie NBC und MSNBC zur Comcast Corporation. CNN ist eine Tochter von Turner Broadcasting bzw. WarnerMedia (und damit AT&T), während Fox News zur Fox Corporation gehört. Die Fox Corporation hat über ihren Chairman Rupert Murdoch personelle Überschneidungen mit der News Corp: Murdoch ist Executive Chairman der News Corp (die wiederum unter anderem das Wall Street Journal herausgibt) und war der Gründer des Vorläufers, der News Corporation. Während die New York Times bis heute unabhängig ist, gehört die Washington Post seit 2013 zur Holding von Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Beleben Podcasts den Radiomarkt?

Das Radio verfügt auch in den USA noch über eine große (aber sinkende) Reichweite: Rund 83 Prozent der Amerikaner hörten 2020 mindestens wöchentlich UKW-Rundfunk. Das öffentlich-rechtliche Radionetzwerk National Public Radio (NPR) ist in seiner Struktur nicht mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland vergleichbar, sondern setzt sich aus einer Vielzahl lokaler Sender zusammen - gemeinsam erreichen diese wöchentlich rund 26,1 Millionen Hörerinnen und Hörer. Im Radiosegment sind Podcasts eine vergleichsweise neue Erscheinung, in den USA aber bereits weit verbreitet: Im Jahr 2020 hörten bereits rund 107 Millionen Amerikaner Podcasts, das entspricht annähernd einem Drittel der Bevölkerung. Für die kommenden Jahre wird sogar weiteres Wachstum der Hörerschaft vorhergesagt, bis 2023 wird die Zahl der Podcast-Nutzer bereits auf mehr als 131 Millionen prognostiziert.

Welche Bedeutung haben die digitalen Nachrichten?

Die Webseiten der US-Zeitungen besitzen eine stark zunehmende Bedeutung für die Nachrichtenlandschaft: Laut Pew Research Center erreichten die Seiten der Top-50-Zeitungen in den USA im vierten Quartal 2020 rund 13,9 Millionen Unique User. Demgegenüber steht eine Vielzahl reiner Online-Nachrichtenseiten, die hohen Traffic erzielen.

Polarisierung und Glaubwürdigkeit der Nachrichtenmedien

Die USA gelten als gesellschaftlich und politisch gespaltenes Land - ein Graben der sich auch gut an den Nachrichtenmedien erkennen lässt. Renommierte und einflussreiche Tageszeitungen wie die New York Times, die Washington Post und der Nachrichtensender CNN gelten als eher liberal (und der Wählerschaft der Demokratischen Partei nahestehend), während die Publikationen der News Corp oder Sender der Fox Corporation wie Fox News als eher konservativ gelten (und eher republikanische Wähler erreichen). Die Polarisierung der Medien spitzte sich unter der Präsidentschaft Donald Trumps zu, so dass die Glaubwürdigkeit der Nachrichtenmedien des vermeintlich anderen politischen Lagers nach wie vor angezweifelt wird: Im Mai 2021 erreichte kein größeres Nachrichtenmedium der USA bei der Einschätzung der Glaubwürdigkeit mehr als 60 Prozent. Die Fernseh- bzw. Nachrichtensender ABC, CBS und NBC besaßen mit 58, 56 und 54 Prozent der Befragten in den USA die größte Glaubwürdigkeit.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Nachrichtenmedien in den USA" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Zeitungen

Fernsehsender

Radio und Podcasts

Online-Nachrichten

Medienkonzerne

Interessante Statistiken

In den folgenden 6 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 49 Statistiken aus dem Thema "Nachrichtenmedien in den USA".

Nachrichtenmedien in den USA

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Nachrichtenmedien in den USA - Daten zur Entwicklung der Nachrichtenbranche

Die Branche der Nachrichtenmedien in den USA ist groß, vielfältig und einem starken Wandel unterworfen. Zunehmend müssen sich die Publikationen jedoch dem Trend der Digitalisierung beugen, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. So verlieren die traditionsreichen und renommierten Tageszeitungen in den Vereinigten Staaten verlieren an Auflage: Wurden im Jahr 2000 täglich noch rund 55,8 Millionen Exemplare verkauft, brach die tägliche Auflage der Tageszeitungen bis zum Jahr 2020 auf rund 24,3 Millionen Exemplare ein. Damit verbunden ist ein deutlicher Rückgang der Zeitungszahl in den USA. Heute sind das Wall Street Journal, die USA Today und die New York Times die Zeitungen mit den höchsten Auflagen. Die New York Times (die "Grey Lady") gilt als eine der Printpublikationen, der die digitale Umstellung vergleichsweise gut gelingt. So konnte die Zahl der digitalen Abonnements bis auf mehr als 7,1 Millionen Exemplare gesteigert werden. Das zur News Corp gehörende Wall Street Journal setzte im Geschäftsjahr 2021 bereits mehr als 2,7 Millionen digitale Exemplare ab.
Mittlerweile macht digitale Werbung fast 40 Prozent der Werbeumsätze der US-Zeitungen aus (Stand: 2020).

Wie entwickelt sich der Fernsehmarkt?

Die Fernsehnachrichten erreichen in den USA breite Schichten der Bevölkerung. Die großen Sendernetzwerke ABC, CBS und NBC konnten in den vergangenen Jahren die Einschaltquoten ihrer Hauptnachrichten steigern - im Jahr 2020 erreichten die Hauptnachrichten der drei Sender jeweils mindestens fünf Millionen Zuschauer. Die Vereinigten Staaten sind auch das Ursprungsland der ersten reinen Nachrichtensender: Bereits 1980 nahm als erster Nachrichtensender weltweit CNN seinen Sendebetrieb auf. 1996 folgten MSNBC und Fox News. Die Hauptnachrichten bei Fox News wurden 2020 allabendlich im Durchschnitt von knapp 3,1 Millionen Bürgern gesehen und erzielen damit mit Abstand die höchsten Einschaltquoten der drei großen Nachrichtensender.

Welche Konzerne stehen hinter den Nachrichtenmedien?

Die meisten der US-Fernsehsender gehören zu großen Medienkonzernen: ABC zu Walt Disney, CBS zu ViacomCBS sowie NBC und MSNBC zur Comcast Corporation. CNN ist eine Tochter von Turner Broadcasting bzw. WarnerMedia (und damit AT&T), während Fox News zur Fox Corporation gehört. Die Fox Corporation hat über ihren Chairman Rupert Murdoch personelle Überschneidungen mit der News Corp: Murdoch ist Executive Chairman der News Corp (die wiederum unter anderem das Wall Street Journal herausgibt) und war der Gründer des Vorläufers, der News Corporation. Während die New York Times bis heute unabhängig ist, gehört die Washington Post seit 2013 zur Holding von Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Beleben Podcasts den Radiomarkt?

Das Radio verfügt auch in den USA noch über eine große (aber sinkende) Reichweite: Rund 83 Prozent der Amerikaner hörten 2020 mindestens wöchentlich UKW-Rundfunk. Das öffentlich-rechtliche Radionetzwerk National Public Radio (NPR) ist in seiner Struktur nicht mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland vergleichbar, sondern setzt sich aus einer Vielzahl lokaler Sender zusammen - gemeinsam erreichen diese wöchentlich rund 26,1 Millionen Hörerinnen und Hörer. Im Radiosegment sind Podcasts eine vergleichsweise neue Erscheinung, in den USA aber bereits weit verbreitet: Im Jahr 2020 hörten bereits rund 107 Millionen Amerikaner Podcasts, das entspricht annähernd einem Drittel der Bevölkerung. Für die kommenden Jahre wird sogar weiteres Wachstum der Hörerschaft vorhergesagt, bis 2023 wird die Zahl der Podcast-Nutzer bereits auf mehr als 131 Millionen prognostiziert.

Welche Bedeutung haben die digitalen Nachrichten?

Die Webseiten der US-Zeitungen besitzen eine stark zunehmende Bedeutung für die Nachrichtenlandschaft: Laut Pew Research Center erreichten die Seiten der Top-50-Zeitungen in den USA im vierten Quartal 2020 rund 13,9 Millionen Unique User. Demgegenüber steht eine Vielzahl reiner Online-Nachrichtenseiten, die hohen Traffic erzielen.

Polarisierung und Glaubwürdigkeit der Nachrichtenmedien

Die USA gelten als gesellschaftlich und politisch gespaltenes Land - ein Graben der sich auch gut an den Nachrichtenmedien erkennen lässt. Renommierte und einflussreiche Tageszeitungen wie die New York Times, die Washington Post und der Nachrichtensender CNN gelten als eher liberal (und der Wählerschaft der Demokratischen Partei nahestehend), während die Publikationen der News Corp oder Sender der Fox Corporation wie Fox News als eher konservativ gelten (und eher republikanische Wähler erreichen). Die Polarisierung der Medien spitzte sich unter der Präsidentschaft Donald Trumps zu, so dass die Glaubwürdigkeit der Nachrichtenmedien des vermeintlich anderen politischen Lagers nach wie vor angezweifelt wird: Im Mai 2021 erreichte kein größeres Nachrichtenmedium der USA bei der Einschätzung der Glaubwürdigkeit mehr als 60 Prozent. Die Fernseh- bzw. Nachrichtensender ABC, CBS und NBC besaßen mit 58, 56 und 54 Prozent der Befragten in den USA die größte Glaubwürdigkeit.

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