Statistiken zur Dienstleistungsbranche in der Schweiz

Die Dienstleistungsbranche ist der deutlich größte Wirtschaftssektor der Schweiz: ihre Bruttowertschöpfung lag im Jahr 2017 bei 477,89 Milliarden Schweizer Franken. Dies entsprach einem Anteil von 73,8 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung. Zum Vergleich: Die Bruttowertschöpfung von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei kam 2017 auf 4,44 Milliarden Schweizer Franken, die von Industrie und Baugewerbe auf 165,38 Milliarden Schweizer Franken, anteilig also 0,7 bzw. 25,5 Prozent an der Gesamtwertschöpfung.

Der Umsatz im Dienstleistungssektor belief sich 2016 auf 1,46 Billionen Schweizer Franken. Der Großteil davon war mit 1,01 Billionen Schweizer Franken dem Großhandel zuzurechnen.

Die Schweiz hat seit Jahren eine aktive Dienstleistungsbilanz. Bei einer aktiven Dienstleistungsbilanz übersteigen die Exporte die Importe, bei einer passiven Dienstleistungsbilanz ist es umgekehrt. Im Jahr 2017 betrug der Export von Dienstleistungen aus der Schweiz 119 Milliarden US-Dollar, der Import kam auf 101,24 Milliarden US-Dollar. Daraus ergab sich die aktive Dienstleistungsbilanz von 17,76 Milliarden US-Dollar.

Im Jahr 2016 gab es in der Schweiz 456.855 Unternehmen im Dienstleistungssektor, was einem Anteil von 75,93 Prozent an allen Unternehmen in der Schweiz entsprach. Die überwiegende Mehrheit dieser Unternehmen waren sogenannte Mikrounternehmen mit 1 bis 9 Beschäftigten. Die drei größten Dienstleistungsunternehmen in der Schweiz nach Umsatz waren im Jahr 2017 die Schweizerische Post (7,93 Milliarden Schweizer Franken), die SGS Holding AG (6,35 Milliarden Schweizer Franken) und die Swissport International AG (3,1 Milliarden Schweizer Franken).

Im Dienstleistungssektor gab es 2017 insgesamt 3,81 Millionen Erwerbstätige, von denen die meisten (682.000) im Gesundheits- und Sozialwesen tätig waren. Es gab etwas mehr erwerbstätige Frauen (1,98 Millionen) als erwerbstätige Männer (1,83 Millionen). Im Jahr 2017 zählte der Sektor 99.808 Arbeitslose.

Die Personalkosten der Dienstleistungsbranche hatten im Jahr 2016 eine Höhe von 156,16 Milliarden Schweizer Franken. Groß- und Detailhandel bildeten mit 25,79 Milliarden und 17,72 Milliarden Schweizer Franken die größten Blöcke. Der monatliche Bruttolohn betrug im Jahr 2016 durchschnittlich 6.617 Schweizer Franken. Je nach Wirtschaftszweig variierten die Bruttolöhne zwischen 9.196 und 5.421 Schweizer Franken monatlich. Zwischen Männern und Frauen gab es eine Gehaltslücke: Männer verdienten über 1.000 Schweizer Franken brutto mehr im Monat als Frauen.

Die betriebsübliche Arbeitszeit im Schweizer Dienstleistungssektor liegt schon seit Jahren zwischen 41 und 42 Stunden pro Woche. Im Jahr 2017 belief sich das Jahresarbeitsvolumen auf 5,67 Milliarden Stunden.

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Dienstleistungsbranche in der Schweiz - Wichtige Statistiken

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