Statistiken zur Versicherungsbranche in der Schweiz

Eine Versicherung sichert einen Versicherten gegen ein spezifisches Risiko wie Krankheit, Unfall, Berufsunfähigkeit oder sonstige Schadensfälle ab. Dazu zahlt der Versicherungsnehmer (Versicherter) dem Versicherungsgeber (Versicherer) entweder laufend, zum Beispiel monatlich oder jährlich, oder einmalig einen bestimmten Betrag, die sogenannte Versicherungsprämie. Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff Versicherungsbranche die private Versicherungswirtschaft, d.h. die staatliche Kranken- oder Rentenversicherung ist darin nicht eingeschlossen. Die Privatassekuranz ist unterteilt in Leben-, Schaden- und Rückversicherungsgeschäft.


Im Jahr 2016 betrug die Bruttowertschöpfung der gesamten Versicherungsbranche in der Schweiz und damit ihre volkswirtschaftliche Leistung rund 29,54 Milliarden Schweizer Franken. Ihr Anteil an der gesamtschweizerischen Bruttowertschöpfung lag damit bei 4,62 Prozent. Die Bruttowertschöpfung der privaten Versicherungswirtschaft in der Schweiz belief sich im Jahr 2015 auf 20,7 Milliarden Schweizer Franken. Innerhalb der Privatassekuranz nahm die Bruttowertschöpfung der Schadenversicherung mit 9,5 Milliarden Schweizer Franken den größten Teil ein. Danach folgte die Rückversicherung mit 7,7 Milliarden Schweizer Franken; die Lebensversicherung steuerte schließlich 3,5 Milliarden Schweizer Franken bei.

Das Prämienvolumen der Schweizer Privatversicherer bezifferte sich im Jahr 2015 auf 179,2 Milliarden Schweizer Franken (Schweiz und Ausland). Das mit Abstand größte Prämienvolumen konnte Zurich für sich verbuchen (63,2 Milliarden Schweizer Franken), gefolgt von Swiss Re mit 31 Milliarden Schweizer Franken und Swiss Life mit 18,9 Milliarden Schweizer Franken (jeweils weltweit).

Im Jahr 2015 zählte die gesamte Versicherungsbranche in der Schweiz 639 Unternehmen. Die meisten davon waren in den Kantonen Zürich (158) und Bern (100) angesiedelt. Unterteilt nach Beschäftigtengrößenklassen zählte die Branche 405 Mikrounternehmen (1 bis 9 Beschäftigte), 141 kleine Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte), 63 mittlere Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) und 30 große Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte). Im Jahr 2015 gab es in der Schweiz 201 Unternehmen in der privaten Versicherungswirtschaft. Davon waren 122 Schadenversicherer, 30 Rückversicherer und 20 Lebensversicherer. Darüber hinaus gab es 29 Captives: dies sind firmeneigene Versicherungsunternehmen, die für eigene Zwecke von Firmen gegründet werden und allein der Absicherung des Mutterunternehmens dienen.

In der gesamten Schweizerische Versicherungswirtschaft waren im Jahr 2015 62.034 Beschäftigte tätig, davon 33.540 Männer und 28.494 Frauen. Die Privatassekuranz zählte 118.079 Beschäftigte, wovon 46.425 in der Schweiz und 71.654 im Ausland tätig waren. Wie in der gesamten waren auch in der privaten Versicherungswirtschaft mehr Männer als Frauen beschäftigt.

Der monatliche Bruttolohn in der Versicherungsbranche der Schweiz bemaß sich im Jahr 2014 auf 8.664 Schweizer Franken. Zwischen Männern und Frauen bestand ein deutlicher Gehaltsunterschied. Während Männer 10.295 Schweizer Franken brutto pro Monat verdienten, kamen Frauen auf 7.083 Schweizer Franken und damit auf über 3.000 Schweizer Franken weniger. Je höher die Hierarchiestufe, desto höher das Gehalt - im obersten, oberen und mittleren Kader betrug der monatliche Bruttolohn 15.010 Schweizer Franken.

Lebensversicherungen sind Versicherungen zum Schutz vor den finanziellen Folgen der Lebensrisiken Alter, Tod und Invalidität bzw. Erwerbsunfähigkeit. Das Prämienvolumen der Lebensversicherungen in der Schweiz betrug im Jahr 2016 30,67 Milliarden Schweizer Franken (gebuchte Bruttoprämien). Gemessen an den 2016 eingenommenen Bruttoprämien hatte Swiss Life in diesem Bereich mit 31,2 Prozent den größten Marktanteil.

Schadenversicherung ist eine Sammelbezeichnung für alle Versicherungszweige, die den durch einen konkreten Schaden entstandenen Mittelbedarf decken. Es gilt das Prinzip der konkreten Bedarfsdeckung; der Versicherungsnehmer darf durch die Ersatzleistung nicht bereichert werden (Bereicherungsverbot). Es wird zwischen Personen-, Sach- und Vermögensschaden unterschieden. Das Volumen der gebuchten Bruttoprämien der Schadenversicherungen in der Schweiz bezifferte sich 2016 auf 27,07 Milliarden Schweizer Franken. Führendes Versicherungsunternehmen in dieser Sparte war AXA mit einem Marktanteil von 12,1 Prozent.

Bei der Rückversicherung geht es darum, das versicherte Risiko in einem bestimmten Verhältnis auf Erst- und Rückversicherer zu verteilen. Der Versicherer, der den Vertrag mit dem Publikum abschließt, wird als Erstversicherer bezeichnet. Wenn er einen Teil seines Geschäftes an den Rückversicherer abgibt, handelt er als Zedent; der das Risiko übernehmende Rückversicherer ist der Zessionar. Denjenigen Teil des Risikos, den der Erstversicherer selbst trägt, nennt man Eigenbehalt, denjenigen Teil, den er weitergibt, Zession oder zweites Risiko. Im Jahr 2016 erreichten die gebuchten Bruttoprämien der Rückversicherungen in der Schweiz ein Volumen von 51,08 Milliarden Schweizer Franken. Swiss Re belegte in diesem Bereich mit einem Marktanteil von 45 Prozent den ersten Platz.

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Versicherungsbranche in der Schweiz - Wichtige Statistiken

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