Statistiken zur Versicherungsbranche in Österreich

Veröffentlicht von Ute Wöhrmann, 23.10.2018
Eine Versicherung sichert einen Versicherten gegen ein spezifisches Risiko wie Krankheit, Unfall, Berufsunfähigkeit oder sonstige Schadensfälle ab. Dazu zahlt der Versicherungsnehmer (Versicherter) dem Versicherungsgeber (Versicherer) entweder laufend, zum Beispiel monatlich oder jährlich, oder einmalig einen bestimmten Betrag, die sogenannte Versicherungsprämie. Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff Versicherungsbranche die private Versicherungswirtschaft, d.h. die staatliche Kranken- oder Rentenversicherung ist darin nicht eingeschlossen.

Interessante Statistiken

In den folgenden 9 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 52 Statistiken aus dem Thema "Versicherungsbranche in Österreich".


Die Bruttowertschöpfung in der Branche Finanz- und Versicherungsdienstleistungen in Österreich belief sich im Jahr 2017 auf 13,5 Milliarden Euro. Die entsprach einem Anteil von 4,1 Prozent an der gesamten österreichischen Bruttowertschöpfung. Die Versicherungsdurchdringung in Österreich betrug 2016 4,87 Prozent. Sie zeigt den Anteil der Versicherungsprämien am Bruttoinlandprodukt. Die Versicherungsdichte, also der Betrag, den jeder Einwohner jährlich für Versicherungen aufwendet, kam auf 1.949 Euro.

Die österreichische Klassifikation der Wirtschaftstätigkeiten ÖNACE 2008 umfasst für die Branche K 65 die Bereiche Versicherungen, Rückversicherungen sowie Pensionskassen und -fonds. Basierend auf dieser Definition belief sich der Umsatz der Versicherungsbranche im Jahr 2015 in Österreich auf 20,26 Milliarden Euro. Es gab insgesamt 54 Versicherungsunternehmen in Österreich, bei denen 27.652 Beschäftigte tätig waren. Für diese fiel ein Personalaufwand in Höhe von 1,74 Milliarden Euro an.

Das Prämienvolumen der privaten Versicherungswirtschaft in Österreich betrug 2016 17,03 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hatte die Lebensversicherung (35,9 Prozent), gefolgt von Schaden- (27,1 Prozent), Kfz- (18,8 Prozent), Kranken- (12 Prozent) und Unfallversicherung (6,2 Prozent). Die Versicherungen erbrachten Leistungen in Höhe von 14,64 Milliarden Euro für 6,59 Millionen Schaden- und Leistungsfälle.

Die zehn größten Versicherungen in Österreich nach abgegrenzten Prämien waren im Jahr 2016 die Vienna Insurance Group (8,19 Milliarden Euro), die UNIQA Group (4,44 Milliarden Euro) und die Wiener Städtische Versicherung (1,82 Milliarden Euro). Zusammengenommen kam das Prämienvolumen der zehn größten Versicherungen in Österreich auf 20,38 Milliarden Euro.

Versicherungsbranche in Österreich

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