Statistiken zur Versicherungsbranche in Österreich

Eine Versicherung sichert einen Versicherten gegen ein spezifisches Risiko wie Krankheit, Unfall, Berufsunfähigkeit oder sonstige Schadensfälle ab. Dazu zahlt der Versicherungsnehmer (Versicherter) dem Versicherungsgeber (Versicherer) entweder laufend, zum Beispiel monatlich oder jährlich, oder einmalig einen bestimmten Betrag, die sogenannte Versicherungsprämie. Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff Versicherungsbranche die private Versicherungswirtschaft, d.h. die staatliche Kranken- oder Rentenversicherung ist darin nicht eingeschlossen. Die private Versicherungswirtschaft ist unterteilt in Leben-, Schaden- und Rückversicherungsgeschäft.


Die österreichische Klassifikation der Wirtschaftstätigkeiten ÖNACE 2008 umfasst für die Branche unter K 65 die Bereiche Versicherungen, Rückversicherungen sowie Pensionskassen (ohne Sozialversicherung). Basierend auf dieser Definition belief sich der Umsatz der Versicherungsbranche im Jahr 2014 in Österreich auf 20,81 Milliarden Euro. Die Versicherungsarten Nichtleben und Leben kamen dabei auf 12,89 und 4,29 Milliarden Euro, die Pensionskassen, -fonds und Rückversicherungen auf 3,62 Milliarden Euro. Im Jahr 2014 gab es insgesamt 58 Versicherungsunternehmen in Österreich, bei denen 27.644 Beschäftigte tätig waren. Für diese war ein Personalaufwand in Höhe von 1,67 Milliarden Euro notwendig.

Die Versicherungsdurchdringung der privaten Versicherungswirtschaft in Österreich betrug 2015 5,17 Prozent. Sie zeigt den Anteil, den die Versicherungswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt erwirtschaftet. Die Versicherungsdichte, also der Betrag, den jeder Einwohner jährlich für Versicherungen aufwendet, kam auf 2.024 Euro.

Die UNIQA Österreich Versicherungen AG hatte im Jahr 2015 mit 14,37 Prozent den größten Marktanteil in der österreichischen privaten Versicherungswirtschaft, gefolgt von der WIENERSTÄDTISCHEN Versicherung AG - Vienna Insurance Group mit 13,66 Prozent und der Generali Versicherung AG mit 13,18 Prozent. Der Marktanteil wurde gemessen an den im Geschäftsjahr verrechneten Prämieneinnahmen aller Geschäftssegmente der Versicherungsunternehmen. Verrechnete Prämien sind die den Versicherungsnehmern vorgeschriebenen Prämien inklusive Nebenleistungen der Versicherungsnehmer, aber exklusive Versicherungs- und Feuerschutzsteuer. Davon zu unterscheiden sind die abgegrenzten Prämien. Diese sind gekürzt um den Prämienübertrag am Ende eines Geschäftsjahres und vermehrt um den Prämienübertrag zu Beginn eines Geschäftsjahres - unter Berücksichtigung von Stornorückstellungen bzw. Aktivposten für noch nicht verrechnete Prämien.

Das Prämienvolumen der privaten Versicherungswirtschaft in Österreich betrug 2015 17,45 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hatte die Lebensversicherung (38,8 Prozent), gefolgt von Schaden- (26,2 Prozent), Kfz- (17,9 Prozent), Kranken- (11,2 Prozent) und Unfallversicherung (5,9 Prozent). Die Versicherungen erbrachten Leistungen in Höhe von 15,38 Milliarden Euro für 6,46 Millionen Schaden- und Leistungsfälle.

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