Der Absatz von Wärmepumpen in Deutschland zeigt nach dem Einbruch 2024 eine deutliche Erholung im Jahr 2025. Nachdem der Gesamtmarkt im Jahr 2023 noch ein Allzeithoch erreicht hatte, gingen die Verkaufszahlen 2024 spürbar zurück. 2025 zieht die Nachfrage jedoch wieder an, getragen vor allem von Luft-Wärmepumpen, die mit Abstand das wichtigste Segment bleiben. Das zeigt die Statista-Grafik mit Daten des Bundesverbands Wärmepumpe.
Der Anstieg im Jahr 2025 dürfte vor allem auf verbesserte Förderbedingungen und mehr Planungssicherheit für Hausbesitzer zurückzuführen sein. Nach der Verunsicherung im Vorjahr wurden Investitionen offenbar nachgeholt. Zudem könnte die anhaltende Diskussion um steigende CO2-Kosten fossile Heizsysteme weiter unattraktiver gemacht haben. Das außergewöhnliche Hoch im Jahr 2023 wird mit den Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine in Verbindung gebracht. Vor dem Hintergrund der angespannten Gasversorgung in Deutschland und stark gestiegener Preise suchten viele Haushalte nach Alternativen zu fossilen Heizungen.
Mit Blick auf die Klimaziele verfolgt die Bundesregierung das Ziel, bis 2030 jährlich 600.000 Wärmepumpen zu installieren. Verglichen mit den zuletzt erreichten Absatzzahlen wird deutlich, wie groß die Lücke noch ist. Selbst im Rekordjahr 2023 blieb der Markt unter dieser Marke, während der Rückgang 2024 die Herausforderung zusätzlich verschärfte. Um das Ziel zu erreichen, wären deutlich höhere und vor allem stabile Zubauraten erforderlich. Die Entwicklung könnte daher maßgeblich davon abhängen, ob Förderpolitik, Planungssicherheit und Fachkräfteangebot ausreichend gestärkt werden.
Luft-Wärmepumpen nutzen die Außenluft als Energiequelle und gelten als vergleichsweise einfach zu installieren, da keine aufwendigen Erdarbeiten nötig sind. Sole-Wärmepumpen greifen hingegen auf im Erdreich gespeicherte Wärme zu, meist über Erdsonden oder Flächenkollektoren, und arbeiten dadurch effizienter, erfordern aber höhere Anfangsinvestitionen. Grundwasser-Wärmepumpen nutzen die konstante Temperatur des Grundwassers und bieten besonders hohe Effizienz, sind jedoch genehmigungspflichtig und technisch anspruchsvoller. Die Kategorie „Grundwasser u. sonstige“ umfasst neben klassischen Grundwasseranlagen auch spezielle Systeme, etwa mit Abwärmenutzung, die bislang nur eine Nischenrolle im Markt spielen.





















