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Statistiken zur Bildung in Österreich

Der Bildungssektor ist einer der wichtigsten Aufgabenbereiche des Staats, der entsprechend in ihn investiert: Laut den aktuellsten verfügbaren Zahlen betrugen die öffentlichen Bildungsausgaben in Österreich im Jahr 2018 rund 20,1 Milliarden Euro und überschritten damit erstmals die 20-Milliarden-Marke. Ihre Relation zur Wirtschaftsleistung hingegen ist seit einiger Zeit rückläufig und lag nur noch bei 5,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Betrachtet man die einzelnen Bildungseinrichtungen, so wird mit circa 6,3 Milliarden Euro am meisten für die Allgemein bildenden Pflichtschulen (APS) ausgegeben, gefolgt von den Universitäten mit etwa 4,7 Milliarden Euro. Doch nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch die Haushalte investieren in Bildung: 2019 beliefen sich die privaten Konsumausgaben für Bildung auf fast 2 Milliarden Euro, die in Bereiche wie Kinderbetreuung und Nachhilfe flossen.

Bildungsstand

Der Bildungsstand der Bevölkerung wird anhand des höchsten erreichten Bildungsabschlusses gemessen. Dabei zeigt sich in Österreich in den letzten Jahren ein zunehmender Anteil von akademischen Abschlüssen (Hochschule, höhere Schule), während rein berufsbildende Abschlüsse oder lediglich ein Pflichtschulabschluss rückläufig sind. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede nach Faktoren wie Bundesland, Alter und Migrationshintergrund. Außerdem stieg zuletzt der Anteil der frühen Schulabgänger wieder an, der in einem guten Bildungssystem möglichst niedrig sein sollte.

Kindertagesbetreuung

Die erste Ebene des Bildungssystems ist der Vorschul- bzw. Elementarbereich mit den Kinderbetreuungseinrichtungen. Insgesamt gab es in Österreich im Jahr 2019/2020 rund 9.410 Krippen, Kindergärten, Horte und altersgemischte Einrichtungen, in denen circa 372.000 Kinder betreut wurden. Die entsprechende Betreuungsquote lag bei 27,6 Prozent bei den 0- bis 2-Jährigen und bei 93,4 Prozent bei den 3- bis 5-Jährigen. Der Bedarf an externer Betreuung nimmt seit Jahren tendenziell zu, vor allem bei den jüngeren Kindern, weshalb auch das Personal in Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut wird.

Schulwesen

Statistik: Schüler in Österreich | Statista In Österreich besteht eine Schulpflicht von neun Klassenstufen, die in der Regel im Alter von sechs bis 15 Jahre greift und sich über mehrere Schularten erstreckt. Im Anschluss können noch höhere allgemeinbildende oder berufsbildende Schulen besucht werden. Insgesamt bestanden im Jahr 2019/2020 5.960 öffentliche und private Schulen, womit ihre Zahl so niedrig war wie zuletzt unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Allerdings kann ein Standort mehrere Schularten umfassen; der mit Abstand häufigste Schultyp sind dabei die Allgemein bildenden Pflichtschulen mit circa 4.450 Einrichtungen. Konträr zur sinkenden Zahl der Schulen steigt jene der Schüler seit einigen Jahren wieder an und betrug zuletzt etwa 1,14 Millionen. Unterrichtet werden sie von knapp 129.000 Lehrern. Abgeschlossen wird die Schulausbildung je nach Schultyp mit einer Reife- oder Diplomprüfung, von denen im Jahr 2019 über 42.000 bestanden wurden.

Berufsausbildung / Lehre

Zwischen dem Schulwesen und dem Lehrbereich besteht eine gewisse Überschneidung, denn in Österreich ist das duale System einer parallelen Ausbildung in Lehrbetrieb (Praxis) und Berufsschule (Theorie) üblich. Im Jahr 2020 gab es rund 108.000 Lehrlinge; ihre Zahl war nach einer längeren Phase mit deutlichen Rückgängen zuletzt recht stabil. Allerdings sank die Lehrlingsquote, d.h. der Anteil der Lehrlinge im ersten Lehrjahr an allen 15-Jährigen, auf einen Tiefststand von 37 Prozent, was auf eine sinkende Attraktivität der Lehrausbildung bei den Jugendlichen hinweist. In eine ähnliche Richtung weist die Lehrabbruchquote, die wiederum mit 19,7 Prozent einen Rekordwert erreichte. Dennoch besteht auf dem Ausbildungsmarkt ein Überschuss an Lehrstellensuchenden, wobei sich die Lücke zu den offenen Stellen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zuletzt vergrößert hat.

Hochschulsektor

Statistik: Studierende in Österreich | Statista Der Zugang zu einer Hochschule ist in Österreich über die allgemeine Hochschulreife (Matura), die an Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulen abgelegt wird, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung möglich. Insgesamt gab es im Jahr 2019/2020 rund 376.000 Studierende. Die wichtigste Hochschulart sind dabei die öffentlichen Universitäten mit circa 282.000 Studenten, gefolgt von den eher praxisnahen Fachhochschulen mit etwa 61.300. Daneben bestehen noch Pädagogische Hochschulen für die Lehrerausbildung, Privatuniversitäten und Theologische Lehranstalten. Die mit Abstand größte Hochschule ist die Universität Wien mit fast 84.800 ordentlichen Studierenden. Spartenübergreifend waren knapp 74.700 Lehrpersonen an den Hochschulen tätig; und 2018/2019 konnten über 71.100 Studienabschlüsse gefeiert werden.

Erwachsenenbildung / Lebenslanges Lernen

Statistik: Wichtigkeit der Bildung in Österreich | Statista Doch die Bildungsreise ist auch mit dem erfolgreichen Besuch einer Hochschule nicht unbedingt beendet: Zunehmend ist Fort- und Weiterbildung gefragt, gerade im Beruf, und laut einer Umfrage aus dem Herbst 2020 ist dies für 80 Prozent der Österreicher ein wichtiger Faktor im Leben. Allerdings hat sich die Teilnahmequote an Weiterbildungsaktivitäten aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 deutlich auf 11,7 Prozent der 25- 64-Jährigen verringert, nachdem sie bereits in den Vorjahren rückläufig gewesen war. Entsprechende Kurse und Veranstaltungen werden dabei von diversen Einrichtungen der Erwachsenenbildung angeboten; besonders relevant sind hier die Volkshochschulen.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Bildung in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Bildungsausgaben

Bildungsstand

Kindertagesbetreuung

Schulwesen

Berufsausbildung / Lehre

Hochschulsektor

Erwachsenenbildung / Lebenslanges Lernen

Interessante Statistiken

In den folgenden 7 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Bildung in Österreich".

Bildung in Österreich

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Statistiken zur Bildung in Österreich

Der Bildungssektor ist einer der wichtigsten Aufgabenbereiche des Staats, der entsprechend in ihn investiert: Laut den aktuellsten verfügbaren Zahlen betrugen die öffentlichen Bildungsausgaben in Österreich im Jahr 2018 rund 20,1 Milliarden Euro und überschritten damit erstmals die 20-Milliarden-Marke. Ihre Relation zur Wirtschaftsleistung hingegen ist seit einiger Zeit rückläufig und lag nur noch bei 5,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Betrachtet man die einzelnen Bildungseinrichtungen, so wird mit circa 6,3 Milliarden Euro am meisten für die Allgemein bildenden Pflichtschulen (APS) ausgegeben, gefolgt von den Universitäten mit etwa 4,7 Milliarden Euro. Doch nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch die Haushalte investieren in Bildung: 2019 beliefen sich die privaten Konsumausgaben für Bildung auf fast 2 Milliarden Euro, die in Bereiche wie Kinderbetreuung und Nachhilfe flossen.

Bildungsstand

Der Bildungsstand der Bevölkerung wird anhand des höchsten erreichten Bildungsabschlusses gemessen. Dabei zeigt sich in Österreich in den letzten Jahren ein zunehmender Anteil von akademischen Abschlüssen (Hochschule, höhere Schule), während rein berufsbildende Abschlüsse oder lediglich ein Pflichtschulabschluss rückläufig sind. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede nach Faktoren wie Bundesland, Alter und Migrationshintergrund. Außerdem stieg zuletzt der Anteil der frühen Schulabgänger wieder an, der in einem guten Bildungssystem möglichst niedrig sein sollte.

Kindertagesbetreuung

Die erste Ebene des Bildungssystems ist der Vorschul- bzw. Elementarbereich mit den Kinderbetreuungseinrichtungen. Insgesamt gab es in Österreich im Jahr 2019/2020 rund 9.410 Krippen, Kindergärten, Horte und altersgemischte Einrichtungen, in denen circa 372.000 Kinder betreut wurden. Die entsprechende Betreuungsquote lag bei 27,6 Prozent bei den 0- bis 2-Jährigen und bei 93,4 Prozent bei den 3- bis 5-Jährigen. Der Bedarf an externer Betreuung nimmt seit Jahren tendenziell zu, vor allem bei den jüngeren Kindern, weshalb auch das Personal in Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut wird.

Schulwesen

Statistik: Schüler in Österreich | Statista In Österreich besteht eine Schulpflicht von neun Klassenstufen, die in der Regel im Alter von sechs bis 15 Jahre greift und sich über mehrere Schularten erstreckt. Im Anschluss können noch höhere allgemeinbildende oder berufsbildende Schulen besucht werden. Insgesamt bestanden im Jahr 2019/2020 5.960 öffentliche und private Schulen, womit ihre Zahl so niedrig war wie zuletzt unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Allerdings kann ein Standort mehrere Schularten umfassen; der mit Abstand häufigste Schultyp sind dabei die Allgemein bildenden Pflichtschulen mit circa 4.450 Einrichtungen. Konträr zur sinkenden Zahl der Schulen steigt jene der Schüler seit einigen Jahren wieder an und betrug zuletzt etwa 1,14 Millionen. Unterrichtet werden sie von knapp 129.000 Lehrern. Abgeschlossen wird die Schulausbildung je nach Schultyp mit einer Reife- oder Diplomprüfung, von denen im Jahr 2019 über 42.000 bestanden wurden.

Berufsausbildung / Lehre

Zwischen dem Schulwesen und dem Lehrbereich besteht eine gewisse Überschneidung, denn in Österreich ist das duale System einer parallelen Ausbildung in Lehrbetrieb (Praxis) und Berufsschule (Theorie) üblich. Im Jahr 2020 gab es rund 108.000 Lehrlinge; ihre Zahl war nach einer längeren Phase mit deutlichen Rückgängen zuletzt recht stabil. Allerdings sank die Lehrlingsquote, d.h. der Anteil der Lehrlinge im ersten Lehrjahr an allen 15-Jährigen, auf einen Tiefststand von 37 Prozent, was auf eine sinkende Attraktivität der Lehrausbildung bei den Jugendlichen hinweist. In eine ähnliche Richtung weist die Lehrabbruchquote, die wiederum mit 19,7 Prozent einen Rekordwert erreichte. Dennoch besteht auf dem Ausbildungsmarkt ein Überschuss an Lehrstellensuchenden, wobei sich die Lücke zu den offenen Stellen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zuletzt vergrößert hat.

Hochschulsektor

Statistik: Studierende in Österreich | Statista Der Zugang zu einer Hochschule ist in Österreich über die allgemeine Hochschulreife (Matura), die an Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulen abgelegt wird, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung möglich. Insgesamt gab es im Jahr 2019/2020 rund 376.000 Studierende. Die wichtigste Hochschulart sind dabei die öffentlichen Universitäten mit circa 282.000 Studenten, gefolgt von den eher praxisnahen Fachhochschulen mit etwa 61.300. Daneben bestehen noch Pädagogische Hochschulen für die Lehrerausbildung, Privatuniversitäten und Theologische Lehranstalten. Die mit Abstand größte Hochschule ist die Universität Wien mit fast 84.800 ordentlichen Studierenden. Spartenübergreifend waren knapp 74.700 Lehrpersonen an den Hochschulen tätig; und 2018/2019 konnten über 71.100 Studienabschlüsse gefeiert werden.

Erwachsenenbildung / Lebenslanges Lernen

Statistik: Wichtigkeit der Bildung in Österreich | Statista Doch die Bildungsreise ist auch mit dem erfolgreichen Besuch einer Hochschule nicht unbedingt beendet: Zunehmend ist Fort- und Weiterbildung gefragt, gerade im Beruf, und laut einer Umfrage aus dem Herbst 2020 ist dies für 80 Prozent der Österreicher ein wichtiger Faktor im Leben. Allerdings hat sich die Teilnahmequote an Weiterbildungsaktivitäten aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 deutlich auf 11,7 Prozent der 25- 64-Jährigen verringert, nachdem sie bereits in den Vorjahren rückläufig gewesen war. Entsprechende Kurse und Veranstaltungen werden dabei von diversen Einrichtungen der Erwachsenenbildung angeboten; besonders relevant sind hier die Volkshochschulen.

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