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Statistiken zur Bildung in der Schweiz

Der Bildungssektor hat nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine ökonomische Bedeutung. So erwirtschaftete die Branche Erziehung und Unterricht in der Schweiz im Jahr 2020 eine Bruttowertschöpfung von über 4,33 Milliarden Schweizer Franken. Dies entsprach allerdings lediglich rund 0,62 Prozent der gesamten Wertschöpfung. Wesentlich wichtiger ist das Bildungswesen hingegen für die Beschäftigung: 2020 arbeiteten über 365.000 Erwerbstätige im Bereich Erziehung und Unterricht, dies waren knapp 7,2 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz und damit die fünftwichtigste Branche.

5,4 Prozent des BIP für Bildung

Das Bildungssystem ist auch ein wichtiger Investitionsbereich für den Staat: Im Jahr 2018 - Daten zu den Bildungsausgaben liegen erst knapp zwei Jahre nach dem entsprechenden Kalenderjahr vor - gaben Bund, Kantone und Gemeinden zusammen rund 38,9 Milliarden Schweizer Franken für Bildung aus. Der größte Teil entfiel dabei mit circa 24,2 Milliarden Schweizer Franken auf die Kantone. Die gesamten öffentlichen Bildungsausgaben machten etwa 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Schweiz aus; dieser Wert hat sich in den letzten Jahren nur leicht gesteigert. Nach Bildungsstufen untergliedert flossen die meisten Mittel mit rund 17,2 Milliarden Schweizer Franken in die obligatorische Schule, pro Person betrachtet waren hingegen die Hochschulen mit circa 35.000 Schweizer Franken pro Kopf am kostenintensivsten. Die Bildungsausgaben der privaten Haushalte in der Schweiz betrugen 2019 rund 3,1 Milliarden Schweizer Franken.

Mehr Akademiker, weniger Arbeiter

Der Bildungsstand der Bevölkerung im Erwerbsalter (25-64 Jahre) hat sich in der Schweiz in den letzten Jahren formal deutlich erhöht: So besaßen im Jahr 2020 30,1 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe einen Hochschulabschluss als höchsten Bildungsgrad; 2010 war die Akademikerquote mit 20,5 Prozent wesentlich niedriger gewesen. Zurückgegangen ist hingegen vor allem der Anteil der Personen mit einer Berufsbildung der Sekundarstufe II als höchster Qualifikation; er fiel von 43 Prozent in 2010 auf nunmehr 35,5 Prozent. Personen, die lediglich die obligatorische Schule beendet haben, machten 10,7 Prozent aus. Dabei gibt es soziodemografische Unterschiede: Im Geschlechtervergleich haben Männer durchschnittlich einen höheren Bildungsabschluss als Frauen (30,4 zu 29,8 Prozent Hochschulabsolventen, umgekehrt 9,8 zu 11,7 Prozent bei der obligatorischen Schule). Zudem sind jüngere Altersgruppen formal besser ausgebildet als ältere: Der Anteil der Hochschulabsolventen sinkt von 39,5 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen mit zunehmendem Alter bis auf 11,6 Prozent bei den über 74-Jährigen; jener der Abgänger der obligatorischen Schule steigt hingegen von 6 auf 25,6 Prozent an.

Schulen

Im Schuljahr 2019/2020 besuchten in der Schweiz 965.900 Schüler die obligatorische Schule und 361.450 eine Ausbildung der Sekundarstufe II. Im Jahr 2020 wurden fast 19.100 gymnasiale Maturitätszeugnisse ausgestellt, die zur Aufnahme eines Universitätsstudiums berechtigen. Insgesamt unterrichteten 2019/2020 knapp 120.800 Lehrkräfte an öffentlichen Schulen in der Schweiz; die meisten von ihnen in der Primarstufe 3-8.

Wegen Corona mehr offene Lehrstellen

Die Berufsbildung erfolgt in der Schweiz zumeist dual, d.h. in einer Kombination aus Schulunterricht und Praxis in einem Ausbildungsbetrieb. 2020 schlossen gut 70.200 Absolventen die berufliche Grundbildung der Sekundarstufe II ab; die meisten mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Die Abdeckung am Lehrstellenmarkt ist normalerweise hoch: Im Jahr 2019 waren 88 Prozent aller von den Unternehmen angebotenen Lehrstellen für das erste Lehrjahr besetzt. Im Corona-Jahr 2020 sank der Anteil der vergebenen Lehrplätze jedoch auf 70 Prozent; dementsprechend sind 30 Prozent der Lehrstellen unbesetzt geblieben. Weitergehende Qualifikationen bieten Abschlüsse der höheren Berufsbildung, an der im Jahr 2019/2020 knapp 61.600 Personen teilnahmen.

Zahl der Studierenden steigt weiter an

Zum Hochschulbereich zählen die Universitäten sowie Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen. Insgesamt gab es im Winter- bzw. Herbstsemester 2020/2021 rund 270.500 Studierende an öffentlichen Hochschulen in der Schweiz. Davon besuchten circa 164.600 eine Universität, 83.100 eine FH und 22.800 eine PH. Die Studentenzahl hat in den letzten Jahren stetig zugenommen: Noch vor zehn Jahre waren es nur rund 206.500 gewesen. Die Anzahl der Studieneintritte auf der Stufe Bachelor/Diplom betrug 2020/2021 etwa 23.200 an Universitäten und zusammen knapp 24.200 an FH und PH. 2020 gab es an den öffentlichen Schweizer Hochschulen circa 32.600 Bachelorabschlüsse, 19.600 Masterabschlüsse und 4.400 Doktorate. Im gleichen Jahr waren etwa 68.400 Mitarbeiter an den Universitäten tätig, davon mehr als 4.630 Professoren. Das Personal an FH und PH belief sich auf rund 29.500 Beschäftigte, darunter knapp 2.100 Dozierende mit Führungsverantwortung.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Bildung in der Schweiz" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Bildungssektor

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Schulen

Berufsbildung

Hochschulen

Interessante Statistiken

In den folgenden 7 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 51 Statistiken aus dem Thema "Bildung in der Schweiz".

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Der Bildungssektor hat nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine ökonomische Bedeutung. So erwirtschaftete die Branche Erziehung und Unterricht in der Schweiz im Jahr 2020 eine Bruttowertschöpfung von über 4,33 Milliarden Schweizer Franken. Dies entsprach allerdings lediglich rund 0,62 Prozent der gesamten Wertschöpfung. Wesentlich wichtiger ist das Bildungswesen hingegen für die Beschäftigung: 2020 arbeiteten über 365.000 Erwerbstätige im Bereich Erziehung und Unterricht, dies waren knapp 7,2 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz und damit die fünftwichtigste Branche.

5,4 Prozent des BIP für Bildung

Das Bildungssystem ist auch ein wichtiger Investitionsbereich für den Staat: Im Jahr 2018 - Daten zu den Bildungsausgaben liegen erst knapp zwei Jahre nach dem entsprechenden Kalenderjahr vor - gaben Bund, Kantone und Gemeinden zusammen rund 38,9 Milliarden Schweizer Franken für Bildung aus. Der größte Teil entfiel dabei mit circa 24,2 Milliarden Schweizer Franken auf die Kantone. Die gesamten öffentlichen Bildungsausgaben machten etwa 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Schweiz aus; dieser Wert hat sich in den letzten Jahren nur leicht gesteigert. Nach Bildungsstufen untergliedert flossen die meisten Mittel mit rund 17,2 Milliarden Schweizer Franken in die obligatorische Schule, pro Person betrachtet waren hingegen die Hochschulen mit circa 35.000 Schweizer Franken pro Kopf am kostenintensivsten. Die Bildungsausgaben der privaten Haushalte in der Schweiz betrugen 2019 rund 3,1 Milliarden Schweizer Franken.

Mehr Akademiker, weniger Arbeiter

Der Bildungsstand der Bevölkerung im Erwerbsalter (25-64 Jahre) hat sich in der Schweiz in den letzten Jahren formal deutlich erhöht: So besaßen im Jahr 2020 30,1 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe einen Hochschulabschluss als höchsten Bildungsgrad; 2010 war die Akademikerquote mit 20,5 Prozent wesentlich niedriger gewesen. Zurückgegangen ist hingegen vor allem der Anteil der Personen mit einer Berufsbildung der Sekundarstufe II als höchster Qualifikation; er fiel von 43 Prozent in 2010 auf nunmehr 35,5 Prozent. Personen, die lediglich die obligatorische Schule beendet haben, machten 10,7 Prozent aus. Dabei gibt es soziodemografische Unterschiede: Im Geschlechtervergleich haben Männer durchschnittlich einen höheren Bildungsabschluss als Frauen (30,4 zu 29,8 Prozent Hochschulabsolventen, umgekehrt 9,8 zu 11,7 Prozent bei der obligatorischen Schule). Zudem sind jüngere Altersgruppen formal besser ausgebildet als ältere: Der Anteil der Hochschulabsolventen sinkt von 39,5 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen mit zunehmendem Alter bis auf 11,6 Prozent bei den über 74-Jährigen; jener der Abgänger der obligatorischen Schule steigt hingegen von 6 auf 25,6 Prozent an.

Schulen

Im Schuljahr 2019/2020 besuchten in der Schweiz 965.900 Schüler die obligatorische Schule und 361.450 eine Ausbildung der Sekundarstufe II. Im Jahr 2020 wurden fast 19.100 gymnasiale Maturitätszeugnisse ausgestellt, die zur Aufnahme eines Universitätsstudiums berechtigen. Insgesamt unterrichteten 2019/2020 knapp 120.800 Lehrkräfte an öffentlichen Schulen in der Schweiz; die meisten von ihnen in der Primarstufe 3-8.

Wegen Corona mehr offene Lehrstellen

Die Berufsbildung erfolgt in der Schweiz zumeist dual, d.h. in einer Kombination aus Schulunterricht und Praxis in einem Ausbildungsbetrieb. 2020 schlossen gut 70.200 Absolventen die berufliche Grundbildung der Sekundarstufe II ab; die meisten mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Die Abdeckung am Lehrstellenmarkt ist normalerweise hoch: Im Jahr 2019 waren 88 Prozent aller von den Unternehmen angebotenen Lehrstellen für das erste Lehrjahr besetzt. Im Corona-Jahr 2020 sank der Anteil der vergebenen Lehrplätze jedoch auf 70 Prozent; dementsprechend sind 30 Prozent der Lehrstellen unbesetzt geblieben. Weitergehende Qualifikationen bieten Abschlüsse der höheren Berufsbildung, an der im Jahr 2019/2020 knapp 61.600 Personen teilnahmen.

Zahl der Studierenden steigt weiter an

Zum Hochschulbereich zählen die Universitäten sowie Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen. Insgesamt gab es im Winter- bzw. Herbstsemester 2020/2021 rund 270.500 Studierende an öffentlichen Hochschulen in der Schweiz. Davon besuchten circa 164.600 eine Universität, 83.100 eine FH und 22.800 eine PH. Die Studentenzahl hat in den letzten Jahren stetig zugenommen: Noch vor zehn Jahre waren es nur rund 206.500 gewesen. Die Anzahl der Studieneintritte auf der Stufe Bachelor/Diplom betrug 2020/2021 etwa 23.200 an Universitäten und zusammen knapp 24.200 an FH und PH. 2020 gab es an den öffentlichen Schweizer Hochschulen circa 32.600 Bachelorabschlüsse, 19.600 Masterabschlüsse und 4.400 Doktorate. Im gleichen Jahr waren etwa 68.400 Mitarbeiter an den Universitäten tätig, davon mehr als 4.630 Professoren. Das Personal an FH und PH belief sich auf rund 29.500 Beschäftigte, darunter knapp 2.100 Dozierende mit Führungsverantwortung.

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