Statistiken zum Thema Radio in Österreich

Die Rundfunkwirtschaft in Österreich, zu der auch die Radiobranche zählt, hatte im Jahr 2015 einen Umsatz von 1,32 Milliarden Euro erzielt. Einen Beitrag dazu leisteten die 118 Hörfunkveranstalter und 11 Anbieter von Internet-Radio, die es in der österreichischen Rundfunkbranche im Jahr 2016 gab. Im selben Jahr bot die Telekommunikations- und Rundfunkbranche als Arbeitgeber 19.907 Personen einen Job und 318 Lehrlingen eine Ausbildungsstelle.

In der österreichischen Hörfunkbranche gibt es zwei essentielle Hörfunksenderkategorien - die öffentlich-rechtlichen Sender des ORF wie 'Hitradio Ö3' und 'FM4' sowie die privaten Radiosender wie 'Kronehit' und 'Radio Arabella'. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben im Schnitt einen höheren Radio-Marktanteil. Der Marktanteil des stärksten ORF-Senders 'Hitradio Ö3' lag im Jahr 2017 zum Beispiel bei 31 Prozent - im Vergleich konnte der stärkste Privatsender 'Kronehit' nur 8 Prozent vom Radio-Marktanteil erreichen. Bei der Tagesreichweite sieht es ähnlich aus. Die Tagesreichweite misst wie viele Personen an einem Tag zumindest eine Viertelstunde Radio oder einen bestimmten Sender gehört haben. Dabei ist es unerheblich, wann und wie lange insgesamt Radio bzw. der bestimmte Sender gehört wurde. Der ORF-Radiosender 'Hitradio Ö3' hatte im Jahr 2017 eine Tagesreichweite von 33,3 Prozent - im Vergleich hatte der Privatsender 'Kronehit' eine Reichweite von 10,9 Prozent.

Die Senderempfangsart DAB+ (Digital Audio Broadcasting Plus), welche als störungsfreie, energie- und ressourcenschonende Alternative zum UKW-Rundfunk vermarktet wird, soll zukünftig europaweit als Hörfunkstandard gelten. Um den Digitalradiostandard auch in Österreich zu forcieren, soll bis 2019 die Anzahl der DAB+ Sender auf 26 steigen. Durch diesen Ausbau sollen demnach 87,7 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2019 Radio über DAB+ mobil empfangen können. Für die Radionutzung müssen Österreicher eine Rundfunkgebühr zahlen. Möchte der Österreicher Rundfunkgebühren fürs Radio sparen, sollte er nach Oberösterreich oder Vorarlberg ziehen - hier zahlten die Radionutzer im Jahr 2017 den geringsten Gebührenbeitrag mit 5,90 Euro im Monat.

Radio gehört mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 113 Minuten am Tag im Jahr 2017, hinter dem klassischen Fernsehen zu den beliebtesten Medien bei den Österreichern. 43 Prozent der gelegentlichen Hörfunk-Nutzer in Österreich hörten 2016 vor allem beim Aufstehen in der Früh bis 10 Uhr Radio. Unter den Österreichern die gelegentlich Nachrichten nutzen, griffen 11 Prozent der 35- bis 44-Jährigen im selben Jahr auf das Radio als Hauptnachrichtenquelle zurück.

Wie alle Medien profitiert auch die Radiobranche von Werbung. Unter den klassischen Werbemedien betrug der Bruttowerbewert des Hörfunks im Jahr 2017 226,6 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 3,9 Prozent bei den Bruttoausgaben für Hörfunk-Werbung. Im Jahr 2016 erwirtschaftete der Radiosender 'Hitradio Ö3' in Österreich einen Bruttowerbeumsatz von rund 105 Millionen Euro.

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Radio in Österreich - Wichtige Statistiken

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