Spaniens Mode-Exportschlager: Inditex und Zara

Inditex, kurz für Industria de Diseño Textil, ist ein multinationaler spanischer Textilkonzern, der die gesamte Wertschöpfungskette seiner Produkte von der Fertigung bis zum Vertrieb kontrolliert. Zu den bekanntesten Vertriebsschienen des vertikalen Textiliten gehören Zara, Bershka, Massimo Dutti und Pull and Bear. 1975 in einer der ärmsten Gegenden Spaniens gegründet, hat das Unternehmen seinen Gründer Amancio Ortega zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. Noch heute befindet sich die Firmenzentrale am Stammsitz des Unternehmens in der Provinz Galicien. Branchentypisch stehen die meisten Fertigungsbetriebe des Konzerns heute im asiatischen Raum, doch lässt Inditex auch noch im großen Stil in Europa produzieren – v. a. in Spanien und in der Türkei.

Der Erfolg von Inditex: Schnelle Anpassung der Produkte

Über alle Vertriebslinien hinweg gehört Inditex zu einem der größten Textilfilialisten Europas. Zara ist eine der wertvollsten Modemarken der Welt. Der Umsatz von Inditex hat sich in den letzten zehn Jahren etwa verdoppelt, im Geschäftsjahr 2021 verbuchte Inditex einen Konzerngewinn von mehr als 3,2 Milliarden Euro. Dabei investiert Inditex kaum in Werbung: Die Eröffnung eines Ladens in der Fifth Avenue, der teuersten Einkaufsstraße der Welt, wurde mit einer einzigen Anzeige in der New York Times angekündigt. Umso mehr Gewicht legt der Konzern auf Produktdesign und Geschwindigkeit. Die Angestellten sind angehalten, Vorschläge und Änderungswünsche der Kundinnen und Kunden systematisch an die Konzernzentrale weiterzuleiten. Die Mitarbeitenden im Einzelhandel der Inditex-Gruppe versorgen die Textilmaschinerie mit Input, der dank einer engen Verzahnung von Design und Fertigung innerhalb von zwei bis drei Wochen in neue Produkte umgesetzt werden kann. Diese Geschwindigkeit zählt als Benchmark im schnelllebigen Modegeschäft.

Europa als wichtigster Markt der Modemarken von Inditex

Inditex unterhält etwa 6.500 Filialen weltweit und ist von der Fertigung bis zum Verkauf komplett globalisiert. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt aber sowohl bezüglich der Filialen als auch hinsichtlich der Umsätze nach wie vor in Europa, was das Wachstumspotential von Inditex aufgrund der wirtschaftlichen und demographischen Entwicklung des Kontinents langfristig einschränken könnte. Mehr als ein Drittel der Verkaufsstellen in Europa findet sich auf den Stammmärkten der iberischen Halbinsel.

Zara ist die mit Abstand wichtigste Vertriebslinie des Konzerns. Zu ihr gehören allein fast ein Drittel der Filialen. Zaras Anteil am Konzernumsatz beträgt mehr als zwei Drittel - rund 19,6 Milliarden Euro, danach folgen Bershka, Pull & Bear und Stradivarius. Auf dem deutschen Markt ist Zara seit dem Jahr 1999 präsent und unterhält dort mittlerweile rund 80 Filialen. 2002 folgte Massimo Dutti und 2011 schließlich Bershka. Statistik: Fallzahl des Coronavirus (COVID-19) in Deutschland, Frankreich und Spanien seit Januar 2020 (Stand: 18. März 2020) | Statista

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